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Allergien und der Zusammenhang mit Milchprodukten

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich wollte euch von einer tollen Veränderung berichten. Es ist der dritte Frühling, den wir ohne Heuschnupfen genießen! Ich dachte zuerst, dass es eventuell nur ein Zufall ist, aber das Problem scheint sich tatsächlich gelöst zu haben. Ich hatte als Kind keinen Heuschnupfen, auch später nicht. Erst mit Mitte Zwanzig ging es auf einmal los. Ich fühlte mich lange Zeit wie erkältet und wusste zuerst nicht, dass das tatsächlich eine Allergie ist. Ich kannte so etwas ja gar nicht. Irgendwann wurde aber vom Arzt mein Heuschnupfen bestätigt und ich konnte es nicht fassen. Denn ich dachte, dass so eine Allergie nicht so plötzlich auftaucht. Mein Mann hatte schon länger Heuschnupfen, für ihn war das sozusagen normal. Nun, jetzt freue ich mich sehr, dass mein Heuschnupfen einfach weg ist. Kurz bevor ich schwanger wurde - das war Mitte 2013, habe ich sogar die Diagnose "Heuschnupfen" in meinen Mutterpass eintragen lassen. Was ist bei uns seit dem passiert, was eventuell diese plötzliche Veränderung bewirkt hat?

Haselnusspollen sorgen bei vielen Menschen für Allergien

Hauptsächlich eine Umstellung unserer Ernährung

Kurz vor meiner Schwangerschaft haben wir unsere Ernährung umgestellt. Ich fing an, mich vollwertig vegan zu ernähren. Die Umstellung erfolgte aus zwei Gründen: Einerseits wollte ich nach dem Konsum von der China Study von T. Colin Campbell nicht mehr länger Tierprodukte essen, andererseits hatte ich gesundheitliche Probleme (nichts schlimmes, u.a. auch Magenprobleme, aber die Summe der Kleinigkeiten machts), die einfach nicht weg gehen wollten. Heuschnupfen zählte ich damals gar nicht dazu, da ich davon ausging, dass ich mich damit eh abfinden muss. Davor war ich über 10 Jahre Vegetarierin. Wir haben bei der Umstellung auch gleich auf Bio-Lebensmittel gesetzt. Wir geben zwar mehr Geld aus, aber es ist ja gut angelegt. Gleichzeitig haben wir aufgehört, Weißmehl und Haushaltszucker zu konsumieren. Dies könnten die Gründe sein, die zu meiner Genesung beigesteuert haben. Spannend ist auch, dass die Symptome auch bei meinem Mann deutlich besser geworden sind! Ich erinnere mich nicht, dass das letzte Jahr schlimm für ihn gewesen wäre, er hat es selbst kaum gemerkt. Wir sind gespannt, wie der kommende Sommer wird. Seit zwei Jahren ernähren wir uns auch zusätzlich glutenfrei (dank unserer Tochter) - das führte dazu, dass ich ENDLICH eine sehr gute Verdauung habe. Dies war früher nicht der Fall, auch nicht bei veganer relativ gesunder Ernährung. Mag sein, dass ich da tatsächlich eine - wenn auch leichte - Glutenunverträglichkeit habe. Eine richtige Diagnose diesbezüglich von einem Facharzt habe ich aber nicht. Ich schaue einfach selbst, wie es mir geht.

Das Taschentuch ist ein ständiger Begleiter für Allergiker

Faktor Stress: Auslöser für viele Krankheiten

Stress oder besser gesagt, ein stressfreieres Leben, könnte noch ein Faktor bei der Genesung sein. Aber hier kann ich genau das Gegenteil berichten: Meine Lebensweise hat sich in dieser Zeit in sofern verändert, dass ich eher mehr Stress als zuvor habe. Mit einem Kleinkind und manchmal noch anstrengenden Nächten ist der Körper im Dauereinsatz und hat nur wenig Zeit, sich richtig zu regenerieren. Aber ich fühle mich dennoch sehr fit und klar. Manchmal frage ich mich, woher ich so viel Kraft habe! Also tippe ich vom Gefühl her darauf, dass meine Ernährung zum Verschwinden des Heuschnupfels beigetragen hat.

Heuschnupfen und der Zusammenhang mit Veganismus?

Milchprodukte fördern Allergien

Ich bin kein Arzt und kann euch diese Frage nicht genau beantworten. Ich kann euch nur verraten, was wir gemacht haben und dass ich vermute, dass es an der Ernährungsumstellung lag. Vermutlich spielen einige Faktoren mit rein: Vegane vollwertige Ernährung + Biologische Ernährung + Glutenfreiheit. Man liest und hört so eigenes über die Milch, dass sie z.B. Neurodermitis verstärkt und den Magen-Darmtrakt verschleimt. Ebenso soll Milch allergien fördern. Interessant ist auch, wenn man in Google die Suchbegriffe "Milchprodukte fördern" eingibt, bekommt man spannende Ergänzungen. Wie die aktuelle Studienlage ist, weiß ich nicht. Es gibt sicherlich ALLES, so dass man selbst für sich entscheiden müsste, ob Tierprodukte einem gut tun oder nicht (rein gesundheitlich gesehen).

Selbsttest: Milchprodukte weglassen

Um wirklich selbst herausfinden zu können, ob die Gesundheit besser wird, könnte man einen Selbstversuch starten und Milchprodukte aus seinem Speiseplan streichen. Ich habe erst nach einiger Zeit eine Verbesserung festgestellt. Wie lange so ein Selbstversuch gehen soll, muss jeder für sich entscheiden. Die meisten Ärzte raten uns, Tierprodukte zu konsumieren. Aber ganz ehrlich: Sie beschäftigen sich so wenig mit Ernährung und haben leider sonst keine Idee, was man machen könnte. Sicherlich gibt es auch gute Ärzte. Mir konnte kein Arzt wegen der Allergie und anderen Problemchen helfen, ich sollte mich damit abfinden und bei Bedarf Tabletten nehmen. Super, wirklich ein toller Ansatz! Informiert euch, probiert neue Dinge aus und werdet selbst aktiv. Ich habe in einem Artikel einige tolle Milchalternativen vorgestellt. Stöbert in meiner Rezepte-Sammlung, vegan zu leben ist so abwechslungsreich! Sammelt eure Erfahrungen und kommt mit Erfolg ans Ziel!

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 4. Mai 2016 veröffentlicht.

Aileen von Minzgrün 15.7.2017 um 12:08
Hallo Lisa, bin gerade zufällig über Deinen Artikel gestolpert und staune nicht schlecht über unsere Parallelen! Auch ich begann allergie- bzw. Heuschnupfenbedingt meine Ernährung umzustellen, vorallem nachdem ich The China Study las.. verzichte so gut es geht seit fünf Jahren auf tierisches Eiweiß, Weizenmehl und Zucker. Und genau wie Du auch habe ich seit drei Jahren überhaupt keine Probleme mehr. Selbst mein allergiebedingtes Asthma ist weg - damals war an sportliche Aktivitäten gar nicht zu denken, heute fahre ich 50km und mehr mit dem Rad, ohne Probleme. Schon verrückt, hätte man das mal früher gewusst... gut, dass Du darüber schreibst!
Liebe Grüße, Aileen
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 16.7.2017 um 10:57
Liebe Aileen,
freut mich dich hier zu lesen! :-)
Das hört sich echt super an! Ich habe bei mir eine weitere Verbesserung der Gesundheit festgestellt, seit ich kein Gluten mehr esse. Ich habe tatsächlich eine ordentliche Unverträglichkeit, die ich jedoch zufällig erst entdeckt habe. Allergie ist jetzt überhaupt kein Thema und meine Verdauung ist richtig klasse.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Brigitta 16.5.2016 um 15:10
Ölziehen.Kann ich nur empfehlen.Als ich damit vor vielen Jahren begann, recherchierte ich zunächst und fand heraus, dass Ölziehen bei den Russen eine schon historische Tradition hat- mit Sonnenblumenöl.Man kann auch andere Öle nehmen, weil Öl die Gift-Stoffe bindet. Inzwischen wird Ölziehen resp. Ölkauen auch von Kieferorthopäden empfohlen. Schöne Grüsse
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 16.5.2016 um 17:06
Liebe Brigitta,
danke dir für deinen Kommentar, ich höre auch immer öfter auch von der ärztlichen Seite, dass das Ölziehen sehr viel bewirken kann. :-)
Liebe Grüße von
Lisa
Antworten
Brigitta 16.5.2016 um 18:17
Danke für die Antwort. In Zukunft werde ich "ichlebegruen"aufmerksam studieren und auch weiter empfehlen.
Liebe Grüße Brigitta
Lisa von ich lebe grün! 13.5.2016 um 11:12
Liebe Lara,
das hört sich gut an! Und einen Hund habt ihr euch nicht angeschafft? :-) Dass er deshalb keine Allergie mehr hat... Probiere es doch einfach aus, dein Körper wird dir schon sagen, ob es ihm gut tut oder nicht. Tolle Rezepte gibt es ja genug ohne Milchprodukte und ihr könntet zusammen kochen. :-)
Liebe Grüße von
Lisa
Antworten
Lara (www.ecomaedchen.de) 10.5.2016 um 19:16
Liebe Lisa,
ich finde es ganz spannend, was du in deinem Post beschreibst. Mein Freund hat eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht. In seinem Fall war es kein Heuschnupfen, sondern eine Hundehaarallergie, die plötzlich aufgetreten ist. Tatsächlich hat sich das Problem recht schnell gelöst, seitdem er keine Milchprodukte mehr isst bzw. trinkt. Dass du durch den Verzicht auf Milch auch so große Auswirkungen spürst, macht mich wirklich neugierig, auch mal einen Selbstversuch zu starten. :)
Liebe Grüße
Lara
Antworten
grüner Alltag (www.grueneralltag.de) 10.5.2016 um 15:51
Hi Lisa,
ich hatte zwar noch nie Heuschnupfen dafür aber immer wieder Nasennebenhöhlenentzündung. Seit ich vegan lebe (mittlerweile 4 Jahre) hatte ich sie nur ein einziges Mal und da war ich wirklich sehr erkältet. Auch Erkältungen bekomme ich heute viel seltener, höchstens einmal im Jahr im Gegensatz zu alle 2-3 Monate. Dabei habe ich mich auch "früher" schon recht gesund ernährt mit viel Obst und Gemüse. Ich glaube auch, dass es überwiegend am Weglassen von Milch und Milchprodukten liegt. Es ist eigentlich ganz logisch, schließlich haben wir als Erwachsene keine Enzyme mehr Milch zu verdauen und auch mit den enthaltenen MUTTERMILCH-Hormonen kann unser menschlicher Körper nichts anfangen. Im Gegensatz zu den Kälbchen möchten wir ja nicht zu 800 kg schweren Kühen heranwachsen. ;)
Liebe Grüße und alles Gute,
~Anne
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 13.5.2016 um 11:09
Liebe Anne,
das freut mich sehr, super! So eine Nasennebenhöhlenentzündung ist sicher total ätzend. Toll, wenn du ebenso eine gute Lösung gefunden hast!
Liebe Grüße von
Lisa
Antworten
Janni 09.5.2016 um 22:07
Diese Spritzentherapie nennt sich Hyposensibilisierung. Die allergische Reaktion des Körpers auf Allgerne (z.B. Pollen wie bei Heuschnupfen) ist eine Überreaktion des Immunsystems. Es erkennt die eigentlich harmlosen Pollen als gefährlich und bekämpft sie (Bildung von Antikörpern, Histaminausschüttung etc.). In der Spritzentherapie werden nun genau die Stoffe (aus den Pollen z.B.), auf die das Immunsystem so übermäßig reagiert, in kleinen Dosen gespritzt. Somit wird dem Körper beigebracht, dass die Stoffe nicht gefährlich sind und er nicht dagegen ankämpfen muss. Die Dosis wird immer weiter gesteigert und irgendwann hat der Körper gelernt, dass die Stoffe harmlos sind und die Allergie verschwindet. Funktioniert auch für Tierhaare und andere Allergien.
Ansonsten zum Thema, ich kann mir schon vorstellen, dass unsere (industrielle) Ernährungsweise, aber auch die Art und Weise zu Leben die Ursache für viele (Zivilisations)Krankheiten ist. Das fängt schon damit an, dass wir ein sehr gutes Gesundheitssystem haben. Das bügelt die ganzen Fehler einfach wieder aus (mehr oder weniger). Früher wären viele Menschen gar nicht so alt geworden und hätten ihre "schlechten" Gene weitergeben können. Das raue Leben hat jene selektiert, die am robustesten waren und die haben sich fortgepflanzt. Heute... braucht man sich ja nur mal umschauen, mehr als 50% der Bevölkerung ist Übergewichtig. Und sicherlich nicht von Salat und Gemüse.
Ich habe bisher allerdings keinen Einfluss von fehlenden Milchprodukten auf meine "Zivilisationskrankheiten" feststellen können. Allerdings habe ich schon immer den Eindruck, dass ich andere "Trigger" habe.
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 13.5.2016 um 11:07
Liebe Janni,
danke für die ausführliche Erklärung! Und zu deiner persönlchen Feststellung: Ja, es ist ein sehr komplexes Thema und was für einen gut ist, muss nicht für den anderen genauso gut sein. Ich merke bei mir auch, dass vieles ich erst durch ausprobieren feststellen konnte - positiv oder negativ. Deine Gedanken find ich sehr spannend!
Liebe Grüße von
Lisa
Antworten
Nikolai Weidner 05.5.2016 um 12:27
Das hätte ich gerne von einigen Jahren schon gewusst...denn ich durfte mich wächentlich mit Spritzen beim Arzt vergnügen. Das Endergbis ist zum Glück das gleiche: Heuschnupfen sit weg, jedoch wäre es wahrscheinlich schneller, einfacher und gesünder gewesen, einfach anders zu essen.
Testen, anpassen und das möglichst vegan klingt auch für mich nach der sinnvollsten und effizientesten Methode, gegen Krankheiten ALLER Art!
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 05.5.2016 um 14:00
Hi Nikolai,
ich hasse Spritzen. Was wurde denn gespritzt bei dir? Ich wusste nicht, dass man Heuschnupfen behandeln kann. Zumindest musste ich mich mit meinem Heuschnupfen abfinden, laut Arzt.
LG von Lisa
Antworten
Nikolai Weidner 06.5.2016 um 16:10
Ich würde es mal so beschreiben: es waren glaube ich die Stoffe auf die ich allergisch reagieren in inaktiv. Draufhin soll der Körper qausi gezwungen werden die Abwehrstoffe herzustellen. Das Ziel: wenn die aktiven Allergene auf dich wirken dass der Körper dann lernt normal zu reagieren und die Learnings umzusetzen..Zumindest war das meine Ansicht das es so ist :D
Wahrscheinlich aber auch sehr unterschiedlich welche Auslöser es gibt.
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Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

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