Strahlung reduzieren und mehr Freiheit gewinnen: WLAN aus!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich möchte mich nicht verstrahlen lassen, egal durch was, wenn es sich vermeiden lässt. Als Kind war ich mehrmals in der radioaktiv verstrahlten Chernobyl-Zone, ich habe mit eigenen Augen gesehen, was Strahlung anrichten kann (mehr dazu im Artikel Tschernobyl - mein Leben in der verstrahlten Zone und Tschernobyl, die Nuklearkatastrophe - nur 100 km von mir entfernt). Meine Großeltern haben alles verloren, viele Menschen aus meinem Umfeld sind krank geworden. Ich setze schon lange auf Ökostrom, Atomkraftwerke sind in meinen Augen eine große Gefahr für die Menschheit. So sauber, wie manche denken, ist der Atomstrom nicht. Wohin mit dem Atommüll? Bis heute wurde kein Endlager für den Atommüll gefunden. Und sollte etwas mit dem Atomkernkraftwerk passieren (es gibt immer eine Schwachstelle), sind wir alle dran.

Elektrosmog im Haushalt reduzieren - einfache Tipps

Handystrahlung und WLAN werden heute eingesetzt, als ob das so natürlich wäre wie Quellwasser trinken. Aber mal im Ernst - Wasser trinkt der Mensch seit seiner Existenz. Handystrahlung ist sehr neu. Alles, was neu ist, also nicht erprobt ist, würde ich vorsichtig genießen. Ja, ich arbeite "im Internet", dieser Blog lässt sich ohne Internet schlecht betreiben. Auch ich nutze das Internet, ich nutze Mobilfunk, ich nutze WLAN. Aber es liegt in unserer Hand, wie intensiv wir das nutzen und wie wir mit dem Thema umgehen.

Das nächste Thema, was immer stärker in den Vordergrund rückt, ist 5G. Alles muss noch stärker vernetzt, die Geschwindigkeit noch optimaler sein. Ist das wirklich ein Gewinn? Wie hoch ist der Preis für dieses scheinbar angenehme Leben?

Elektrosmog im Haushalt reduzieren - einfache Tipps

Es gibt diverse Aussagen, wie gefährlich Elektrosmog sein kann. Ich denke, so genau kann das niemand beantworten, da das nicht so enfach ist. Aber sollten wir nicht genau dann vorsichtiger sein? Wir haben für uns bereits vor einigen Jahren diverse Lösungen überlegt, wie wir in unseren vier Wänden Elektrosmog reduzieren. Folgendes haben wir bereits umgesetzt:

  • in unserem Schlafzimmer befinden sich keine Elektrogeräte, die in irgendeiner Art und Weise laufen
  • der Strom im Schlafzimmer ist aus - auch Steckdosen sind tot, so können keine elektromagnetischen Felder entstehen
  • wir können ganz leicht mit einem extra eingebauten Ein- und Aus-Schalter den Stromkreislauf jederzeit in einem Zimmer unterbrechen, ohne im Sicherungskasten zu fummeln
  • wir haben alle Quellen mit einem Strahlungsmessgerät geprüft, um zu sehen, ob unsere Maßnahmen wirklich richtig umgesetzt wurden (da man elektromagnetische Felder ja nicht spürt)
  • unser WLAN ist nachts automatisch immer aus, dies konnte man problemlos einstellen
  • wir schalten WLAN nur dann ein (durch eine Taste am Router), wen wir Internet auf einem mobilen Gerät benötigen
  • unsere Arbeits-Computer sind per Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden
  • immer, wenn wir eine neue Wohnung und jetzt das Haus bezogen haben, prüften wir die Lage - ein Mobilfunkmast sollte nicht in der Nähe sein, ebenso andere Elektrosmog-Quellen wie Hochspannungsleitungen
  • unsere Handys sind nur dann an, wenn es anders nicht geht - wenn möglich, sollte die Festnetz-Telefonnummer bevorzugt verwendet werden
Elektrosmog im Haushalt reduzieren - einfache Tipps

Wir sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben WLAN während der Corona-Zeit komplett ausgeschaltet. Damit ich mit meinem Handy trotzdem ins Internet kann, ist es mit einem Kabel an das Netzwerk angeschlossen. Ja, ich kann das Handy zum Beispiel nur auf der Couch benutzen, aber das finde ich nicht schlimm.

Welche Vorteile spüre ich, wenn ich auf viel Elektrosmog verzichte?

Ich bin mir sicher, dass die Gesundheit meiner Familie und meine Gesundheit nur profitieren kann. Jeden Tag ein bisschen summiert sich und wenn sich Strahlung zumindest bei uns zu Hause vermeiden lässt, vermeide ich sie. Das ist für mich nur logisch. Vorteile:

  • ich bin so viel bewusster im Umgang mit Handys und Co.
  • ich habe viel mehr Zeit für meine Familie und andere Tätigkeiten, da die Versuchung, einfach mal schnell ins Internet zu gehen, nicht existiert
  • wenn ich WLAN benutze, ist das nur sehr kurz und sehr bewusst
  • die Qualität der Kommunikation hat sich enorm verbessert
  • ich freue mich auf den bewussten Konsum und habe ein gutes Gefühl
  • unsere Stromkosten sind noch niedriger geworden
  • durch den reduzierten Medienkonsum benötigen wir weniger Arbeitsgeräte, das ist nachhaltig, schont Ressourcen und unseren Geldbeutel
  • wir unternehmen mehr aktiv, wir nutzen unsere freie Zeit, um gemeinsam Spiele zu spielen, zu reden, Bücher zu lesen, zu puzzeln, zu kochen und mehr
  • wir merken, dass sich das Leben nicht nur im Internet abspielt, wir haben uns noch nie so lebendig gefühlt wie jetzt!
Elektrosmog im Haushalt reduzieren - einfache Tipps

Bei Wikipedia habe ich zum Thema Elektrosmog noch diese Aussage gefunden: "Dabei kommt die WHO zu dem Schluss, dass die „derzeitige Kenntnislage die Existenz irgendwelcher gesundheitlichen Folgen einer Exposition durch schwache elektromagnetische Felder nicht bestätigt“. Allerdings gebe es „noch einige Wissenslücken bei biologischen Effekten“, was weitere Forschungen nötig mache.[16] Die Landessanitätsdirektion des Landes Salzburg warnte 2003, ohne Nachweise anzuführen: „Elektrosmog kann unter anderem das vegetative und zentrale Nervensystem, Hormone, Chromosomen und Zellen beeinflussen und stören. Eine zu starke und zu lange Elektrosmogbelastung kann darüber hinaus zu verschiedenen Krankheiten führen.“[17] Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), die Teil der WHO ist, hat niederfrequente Magnetfelder (wie z. B. von Hochspannungsleitungen) 2013 als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft (Kategorie 2B, vgl. Karzinogen).[18]"

Es liegt in deiner Hand, wie du mit Elektrosmog umgehst. Ich weiß, dass wir uns nicht komplett abschotten können - nicht, wenn man eine Familie hat und in der Gesellschaft aktiv leben möchte. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, die Strahlung zu minimieren und Felder abzuschwächen. Wenn du aktiv werden möchtest, verlinke ich dir diese Artikel, die noch mehr Informationen liefern. Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 17. April 2020 veröffentlicht.