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Minimalismus in der Küche

Paul Albrecht
Paul Albrecht

Minimalismus geht nicht nur im Kleiderschrank oder im Bad. Unsere Küchen sind meist vollgestopft mit Elektrogeräten. Jedes hat seine spezielle Aufgabe, aber ist das alles überhaupt nötig? Wir haben gemerkt, dass man mit weniger auskommen und trotzdem leckere Speisen zaubern kann. Ich werde unsere persönlichen Favoriten vorstellen, die zu unserer aktuellen Lebenssituation passen. Dabei spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Denn je weniger Elektrogeräte hergestellt werden müssen, desto weniger wird die Umwelt belastet.

Minimalismus in der Küche

Herd

Aktuell nutzen wir noch einen alten Herd, der in einer Einbauküche steckt. Da aber bereits zwei Platten nicht mehr funktionieren, kochen wir einfach auf den zwei verbliebenen Platten. Eine Kochplatte nimmt einen Topf auf. Durch unsere Dampfgaraufsätze können wir z.B. Kartoffeln und Gemüse gleichzeitig schonend zubereiten. Die andere Platte bietet Platz für unsere Eisenpfanne und wird unter anderem für die Zubereitung von Pfannkuchen verwendet. Der nächste Herd, den wir uns zulegen, wird also nur noch zwei Kochplatten haben. Das verbraucht deutlich weniger Ressourcen, aber auch Platz (als z.B. die XXL-Herde mit 5 Platten). Somit wird auch weniger Arbeitsplatte und eine kleine Küche benötigt. Damit unser nächster Umzug einfacher wird, liebäugeln wir mit einer flexiblen Lösung. Den Herd kann man dann einfach hinstellen, wenn man ihn braucht und auch wieder wegräumen und den Platz freigeben. Außerdem kann ein solcher Herd direkt an einer Steckdose betrieben werden. Kompliziertes und teures Anschließen durch einen Elektriker entfällt. Das kommt uns sehr entgegen, da wir gerne unabhängig und flexibel sind. Induktionsherde kommen für uns übrigens nicht in Frage, denn die starken Magnetfelder wirken auf uns Menschen ein. Nicht umsonst werden Schwangere vor der Nutzung von Induktionsherden gewarnt. Einer solchen Gesundheitsgefahr wollen wir uns nicht aussetzen, auch wenn diese Technik sehr energieeffizient ist.

Doppelkochplatten für die Steckdose

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"Ich schleppe keine schweren Wasserkisten mehr, sondern zapfe mir mein Wasser direkt."
Lisa Albrecht
Meine Lösung

Backofen

Unser Backofen ist nach über 20 Jahren kaputt gegangen. Um flexibler zu sein, haben wir uns für einen kleineren Backofen entschieden. Dieser kann von einer Person problemlos gehoben werden und wird an einer Haushaltssteckdose betrieben. Da diese Art von Ofen nicht fest installiert wird, kann man ihn überall hinstellen. Wir haben auf unseren freistehenden Kühlschrank eine 1,5 cm starke Holzplatte gelegt und den Backofen oben drauf platziert. Das Holz wertet nicht nur die Optik auf, sondern dient auch als Wärmedämmung zwischen Kühlschrank und Backofen. Im Ofen haben wir bereits Brötchen, Kuchen, Kartoffeln und Gemüse erfolgreich gebacken. Mit Ober- und Unterhitze plus Umluft arbeitet der Backofen, wie man das von einer Einbauvariante gewohnt ist. Aufgrund der neu gewonnen Flexibilität und des niedrigen Preises, nehmen wir gerne die teilweise etwas längeren Backzeiten in Kauf.

Kleiner Backofen für die Steckdose

Effiziente Einbaubacköfen

Mikrowelle

Wir verzichten schon seit vielen Jahren komplett auf einen Mikrowellenherd. Es ist zwar praktisch, Speisen sehr schnell zu erhitzen, allerdings birgt die Mikrowelle einige Gefahren. Da die Lebensmittel im Mikrowellenherd bestrahlt werden, werden sie nicht nur warm, sondern sie verändern sich. Die genauen Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind noch nicht hinreichend erforscht. Die zweite Gefahrenquelle ist aus dem Mikrowellenherd austretende Strahlung. Die wirkt direkt auf unseren Körper ein. Die Abschirmungen solcher Geräte sind nicht perfekt und durch Defekte besteht die Gefahr, dass noch deutlich mehr Strahlung nach außen dringt.

Mixer

Ein leistungsstarker Standmixer hat sich bei uns bewährt. Er ist täglich im Einsatz und kann unterschiedlichste Aufgaben übernehmen. Neben Smoothies und Saucen stellen wir auch Nussmuse, gesunde Naschereien und Eis mit ihm her. Für mich war am erstaunlichsten, dass ein Hochleistungsmixer aus z.B. Reis und Buchweizen schnell Mehl zaubern kann. Somit brauchen wir keine Mühle mehr. Das alles kann aber nur ein Gerät mit einem sehr starken Motor. Ein günstiger 50 Euro Mixer wäre damit überfordert. Hier lohnt es sich mehr zu investieren um eine zuverlässigen Küchenhelfer zu gewinnen.

Hochwertiger leistungsstarker Standmixer

Preiswerter Hochleistungsmixer

Küchenmaschine

Früher hatten wir mal eine Küchenmaschine, die aber im Laufe der Jahre immer weniger zum Einsatz kam. Rühren und kneten können wir auch per Hand. Wir zerkleinern mit einem Messer oder unserem Gemüsehobel. Den Job des Mühlen- und Smoothieaufsatzes übernimmt unser Hochleistungsmixer. Aus diesem Grund haben wir unsere Küchenmaschine verkauft.

Spülmaschine

Unsere Spülmaschine nutzen wir nicht mehr so oft wie früher. Da wir unsere Küche minimalisiert haben, reicht es oftmals, wenn wir die wenigen dreckigen Teile mit der Hand spülen. Vor dem Kauf einer Spülmaschine sollte sich jeder gut überlegen, ob sie wirklich gebraucht wird. Und wenn ja, wie groß sie überhaupt sein muss. Es gibt auch schmalere Varianten, die für kleine Haushalte passender sind. Wer komplett auf eine Spülmaschine verzichtet, gewinnt ordentlich Platz in seiner Küche.

Effiziente Spülmaschinen

Kühlschrank

Auf einen Kühlschrank kann kaum jemand verzichten. Deshalb ist es besonders wichtig, die richtige Größe zu wählen. So klein wie möglich sollte der Kühlschrank sein, denn dann verbraucht er weniger Energie. Die Energieeffizienzklasse sollte mindestens A++ sein. Eine Kombination mit einem Gefrierfach macht eine separate Tiefkühltruhe für die meisten Menschen überflüssig. Wir nutzen zur Zeit einen relativ kleinen Kühlschrank mit kleinem Eisfach. Nach dem Wocheneinkauf müssen wir den Stauraum gut ausnutzen, aber es reicht für unsere Bedürfnisse.

Effiziente Kühlschränke

Gefriertruhe

Eine Gefriertruhe braucht viel Strom und sollte wirklich nur angeschafft werden, wenn man große Mengen einfrieren muss. Außerdem ist der Standort entscheidend für den Stromverbrauch. Ein kühler Ort z.B. im Keller schont den Geldbeutel und die Umwelt. Gefriertruhen, die sich nach oben öffnen lassen, verlieren weniger kalte Luft beim Öffnen und sind somit sparsamer. Wir kommen noch ohne eine eigene Gefriertruhe aus.

Effiziente Gefriertruhen

Kaffeemaschine

Eine Kaffeemaschine haben wir noch nie besessen, da wir einfach keinen Kaffee trinken. Bei meinen Recherchen bin ich auf eine interessante Alternative zu klassischen Kaffeemaschinen gestoßen. Es gibt Porzellanfilter, die einen normalen Papierfilter aufnehmen können und einfach auf die Kanne oder Tasse gestellt werden. Dann kann das heiße Wasser aus dem Wasserkocher nach und nach oben eingefüllt werden. Neben der Einsparung eines weiteren Elektrogeräts, ist diese Variante gesundheitlich unbedenklicher, denn das Wasser kommt nicht mehr mit Kunststoffteilen in Berührung.

Porzellan-Kaffeefilter

Wasserkocher

Wir brauchen regelmäßig unseren Wasserkocher. Es ist aber gar nicht so einfach, ein Modell zu finden, dass ohne Kunststoff im Wasserbehälter auskommt. Damit das Wasser nicht unnötig belastet wird, nutzen wir einen Edelstahl-Wasserkocher aus Italien. Er leistet gute Dienste und erhitzt das Wasser deutlich schneller aus ein Topf auf dem Herd. Neben Edelstahl hat sich auch Glas als Material für den Wasserkocher bewährt.

Edelstahl-Wasserkocher

Wasserfilter

Seit wir von Mineralwasser auf Leitungswasser umgestiegen sind, nutzen wir einen Wasserfilter. Dieser ist sehr einfach anzuschließen und gibt uns die Sicherheit, dass gesundheitlich bedenkliche Stoffe auf dem Wasser gefiltert werden. Und deutlich umweltfreundlicher als Flaschenwasser ist er auch, denn die weiten Transportwege des Mineralwassers erzeugen eine hohe CO2-Belastung. Unser Wasserfilter braucht übrigens keinen Strom und funktioniert alleine durch den Druck der Wasserleitung.

Hochwertiger Aktivkohle-Wasserfilter

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Warum Leitungswasser gut für dich ist

Brotmaschine, Eierkocher, Waffeleisen und Co.

Bereits seit vielen Jahren haben wir keine Brotmaschine mehr. Wir backen unser Brot selbst und schneiden es in Scheiben mit einem großen Messer auf einem Brettchen. Das geht schnell und ist nachhaltig. Wir kochen keine Eier, weil wir keine essen. Schon hat sich die Anschaffung eines Eierkochers erledigt. Wir hatten mal ein Waffeleisen, aber die Funktionalität lies schnell nach. Die Beschichtung hat nicht mehr funktioniert und der Teig blieb ständig kleben. Irgendwann haben wir das Ding entsorgt. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp und kennt hochwertige Waffeleisen. Aber im Moment kommen wir super mit Pfannkuchen klar, die wunderbar in der Pfanne gemacht werden können. So spart man sich ein zusätzliches Gerät.

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Dieser Beitrag wurde von Paul Albrecht am 13. September 2018 veröffentlicht.

Agnes 16.10.2018 um 11:43
Ohne Mikrowelle möchte ich nicht leben :D Ich hab nach der Arbeit immer solch einen Hunger, dass ich auf mein Essen nicht lange warten möchte.
Ein weiteres Gerät, auf das ich in der Küche nicht verzichten möchte ist meine Zusatzheizung. Da ich nicht unbedingt viel Zeit in der Küche verbringe, lohnt es sich nicht, die Hauptheizung anzuschalten. Dafür habe ich meine Infrarotheizung mit einem programmierbaren Thermostat kombiniert, sodass die Küche nach der Arbeit eine angenehme Temperatur hat, sie nachts und tagsüber aber automatisch heruntergeregelt wird.
Antworten
Julia 15.9.2018 um 21:07
Danke für den Beitrag! Wir sind auch gerade dabei unsere Küche zu minimalisieren, da ist dieser Artikel genau richtig gekommen :) Wir haben unsere Küche auch mit vielen Geräten ausgestattet und sind von Zeit zu Zeit draufgekommen, dass man eigentlich mit sehr wenig auskommt. Seit ein paar Tagen haben wir wieder mal probiert händisch abzuwaschen anstatt alles gleich in den Geschirrspüler zu geben und neben dem Aspekt dass man dadurch viel sparsamer im Verbrauch von Besteck, Geschirr, usw. ist finden wir es auch irgendwie eine sehr entschleunigende Tätigkeit. Neben den genannten Geräten im Artikel ist bei uns auch unser Dörrgerät momentan ein sehr viel verwendetes Gerät.
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 23.9.2018 um 8:44
Liebe Julia,
das freut mich, dass wir dir mit dem Beitrag ein wenig helfen konnten! Lustig, wir sind auch schon seit Monaten dabei, weniger mit der Geschirrspülmaschine zu spülen, teilweise schaffen wir es längere Zeit ohne. Je nach dem, was hier so los ist... Das haben wir auch gemerkt, dass wir sehr bewusster geworden sind und verbrauchen weniger Besteck und Geschirr, ebenso haben wir jede Menge davon aussortiert! Ah stimmt, Dörrgerät ist toll! Wir hatten einen mal geliehen, im Moment sind wir ohne.
Viele liebe Grüße,
Lisa
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Paul Albrecht

Paul Albrecht

Gründer & Programmierer

Ich kümmere mich um alle technischen Aspekte und habe unter anderem das Blogsystem programmiert. Außerdem schreibe ich gerne Artikel, die zum Nachdenken anregen. Wenn ich die Tastatur ruhen lasse, genieße ich Streifzüge durch die Natur mit meiner Familie.

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