Leben auf 4 Quadratmetern – und ich vermisse nichts!
Darf ich vorstellen? Meine aktuelle Wohnfläche: 4 Quadratmeter – inklusive Badezimmer, Küche, Schlafzimmer und Büro. Seit ich viel an meinem neuen Projekt außerhalb meines Home-Offices arbeite, verlasse ich meine Komfortzone ständig. Vor allem am Anfang ist mir die Umstellung nicht leicht gefallen. Die mir zur Verfügung stehenden Ressourcen sind in meinem Arbeits-Van nun mal beschränkt. Ich habe eine begrenzte Menge an Wasser dabei, ich produziere selbst meinen Strom und muss mit dem Rest gut haushalten. Habe ich keinen Strom, gibt es nichts Warmes mehr zu Essen und auch keinen Tee, um mich zu wärmen. Gas kommt für mich aktuell nicht infrage, vielleicht nur als Notlösung, wenn nichts mehr geht. Auch meine Arbeitsgeräte brauchen Strom – zum Glück aber nicht so viel.

Zuhause bereits üben
Bevor ich beruflich das erste Mal auf Reise ging, testete ich alles zu Hause. Ich habe praktisch im Trockenen schwimmen geübt. Ich habe gekocht und genau geschaut, wie viel Strom ich wirklich brauche. Außerdem habe ich gelernt, immer besser Strom einzusparen und somit mit recht wenig gut auszukommen, ohne groß verzichten zu müssen. Schließlich ist mir eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig, auch unterwegs.

Wasser sparen mit einer Trockentrenntoilette im Van
Dann habe ich auch unsere Toilette mit Wasserspülung durch eine Trockentrenntoilette ersetzt. Die neue Toilette, die im Badezimmer neben der Standard-Toilette stand, ist extrem nachhaltig. Bei der Benutzung brauche ich kein Wasser mehr, für unterwegs also ideal. Trotzdem habe ich den gewohnten Komfort, sie funktioniert ähnlich und ich muss keineswegs draußen nach dem stillen Örtchen suchen.
Wäsche waschen im Van
Die Wäsche lernte ich bereits zu Hause per Hand zu waschen. Vor allem beschäftigte ich mich mit der Frage, wie man die Wäsche mit möglichst wenig Wasser und wenig Waschmittel trotzdem sauber bekommt. Ich kaufte mir eine kleine mechanische Waschmaschine, die ich eher zum Einweichen und Schleudern benutze. So bin ich sehr unabhängig und kann unterwegs meine Wäsche erledigen. Das Waschmittel stelle ich ebenfalls selbst her, das ist mir am liebsten.

Da ich einen mobilen Wasserfilter (mit dem Code „LISA“ gibt es zur Bestellung eine hochwertige Glasflasche) benutze, den man überall anschließen kann, genieße ich auch unterwegs gutes gefiltertes Wasser. Ich habe keine Angst, meine 3 x 20 Liter Tanks an verschiedenen Orten nachzufüllen. Ich weiß, mein Wasser hat eine sehr gute Qualität, denn Verunreinigungen werden herausgefiltert. Ganz egal wo ich mich befinde.

Dieses Wasser, das ich dabei habe, benutze ich natürlich für alles. Ich habe keine Dusche, mit einer Katzenwäsche lässt sich aber alles gut erledigen. Für das Waschen meiner langen Haare brauche ich tatsächlich nur ca. 1,5 Liter Wasser! Gut, dass ich schon viele Jahre vorher meine Haarwaschroutine verändert habe. Ich wasche meine Haare nur einmal in der Woche. Wenn sie etwas fettig werden, hilft ein ökologisches Trockenshampoo und ich kann noch weitere 2–3 Tage ohne Haarwäsche auskommen.
Zum Abspülen läuft das Wasser aus dem Wasserhahn wirklich minimal. Auch benutze ich kaum bis gar kein Spülmittel. Klappt auch so hervorragend, erstaunlich!

Durch den begrenzten Raum habe ich natürlich nur die Sachen dabei, die wirklich nötig sind. Ich musste feststellen, wie wenig ich wirklich brauche, um mich wohl zu fühlen. Und ich habe nicht das Gefühl, dass ich wenig habe. Wichtig ist aber, dass die Dinge, die ich dabei habe, gut funktionieren und meine Bedürfnisse stillen.
Keine Rückenschmerzen mehr – schlafen auf einer harten Unterlage
Ich schlafe übrigens auf einer 1,5 cm dicken Yoga-Matte, aber auch das schon länger. Mein Mann hat mich darauf gebracht. Irgendwann hatten wir keine Lust mehr auf weiche Matratzen und wollten ausprobieren, wie es ist, härter zu schlafen. Wir kauften uns eine Kapok-Matratze, die man am Tag zusammenklappen und als eine Art Sitzgelegenheit nutzen kann. Für unterwegs besorgten wir uns die dicken Yoga-Matten und seit dem schlafen wir auf ihnen, auch zu Hause. Das spannende dabei ist, dass ich mich nun so umgewöhnt habe, dass normale Matratzen mir Rückenschmerzen bereiten und ich mich auf meiner Yoga-Matte sehr wohlfühle. So kann ich mein Bett überall ausrollen und bequem schlafen. Mein Bio-Schlafsack ist sehr kuschelig und warm, in diesem Artikel habe ich sowohl die Toilette als auch die Schlafsäcke vorgestellt: Trockentrenntoilette und Schlafsäcke aus Bio-Baumwolle für den Van

Es ist schon spannend zu sehen, wie wenig Wohnraum und Ressourcen man wirklich braucht. Und trotzdem kommt man gut zurecht. Es ist nicht so, dass ich nicht gerne warm dusche oder ohne Probleme auf einen Kühlschrank verzichte. Ein Eis ist schon ganz nett, wenn man Lust darauf hat! Oder eine Waschmaschine, die einem die Arbeit abnimmt usw. Ist man wieder Zuhause, spürt man diesen Luxus, den man auf Reisen nicht hat. Das Wasser, das einfach aus dem Wasserhahn kommt. Das Grauwasser, das nicht extra entleert werden muss. Der Strom, der einfach aus der Steckdose kommt und nicht penibel gespart werden muss (vor allem im Winter). Ich kann die Liste unendlich fortführen. Wir haben so viel und sind oft so unzufrieden. Statt das, was man hat, zu schätzen, wollen wir oft noch mehr. Wir leben im Überfluss und sollten die Dinge genießen, die wir haben. Ändern wir den Blick, kommen uns die ganz normalen, alltäglichen Bequemlichkeiten wieder wie Luxus vor. Wie siehst du das? Hast du schon eine ähnliche Erfahrung gemacht? Auf Instagram können wir uns gerne darüber austauschen, bis ganz bald! Deine Lisa.
P.S. Vielleicht fragst du dich manchmal, warum dich bestimmte Situationen mehr berühren oder Energie kosten als andere. Ich habe einen Selbsttest namens „Bist du hochsensibel?" mit viel Sorgfalt erarbeitet, der genau dieser Frage nachgeht. Er dauert wenige Minuten, ist vollkommen kostenlos, und das Ergebnis bekommst du sofort im Anschluss. Vielleicht lernst du dabei etwas über dich, das vieles in deinem Leben erklären könnte. Du bist ganz herzlich eingeladen, den Test auszuprobieren!
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Man kann viel empfehlen, wenn der Tag lang ist. Doch es gibt Dinge, die wir seit Jahren nutzen und immer noch toll finden. Für uns ist klar: Wenn diese Dinge jede Veränderung in unserem Leben ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht haben, muss an ihnen etwas dran sein, was sie besonders auszeichnet. Und genau das ist für uns das beste Kriterium, sie euch wärmstens zu empfehlen.
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