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Nudeln ohne Weizen: 8 leckere glutenfreie Nudel-Sorten

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich könnte auf Nudeln nie verzichten! Diesen Satz höre ich oft, wenn ich erzähle, dass wir uns ohne Weizen und ähnliche Getreidesorten, also glutenfrei ernähren. Moment, ich verzichte nicht auf Nudeln. Wir essen sie ziemlich oft und gerne. In allen möglichen Variationen. Auch Penne, Spaghetti, Spirelli und andere Kreationen. In diesem Beitrag findest du eine Übersicht, welche glutenfreien Nudeln der Markt bietet.

Glutenfreie Nudelnalternativen Kichererbsennudeln Reisnudeln Maisnudeln Mungobohnennudeln

Warum ist Weizen nicht immer gut für uns?

Erst als ich anfing, mich glutenfrei zu ernähren, fiel mir auf, wie viel Weizenprodukte ich früher täglich zu mir genommen habe. Abwechslung ist definitiv etwas anderes! Morgens ein Brot oder Brötchen, mittags Nudeln, abends ein Wrap. Es kann auch anders aussehen. Morgens eine Waffel, mittags ein Couscous-Salat und abends eine Pizza. Na klar, nicht ausschließlich. Obst und Gemüse usw. gehörten in nicht kleinen Mengen immer dazu. Trotzdem befand sich in fast jeder Mahlzeit Weizen und das summiert sich. Unser Weizen ist heute nicht mehr das, was er ursprünglich mal war. Meistens essen wir Weizenhochleistungssorten wie die Sorte "Mexikoweizen", mit einem kurzen aber kompakten Halm und einer sehr schweren Ähre. Als diese Sorte auf den Markt kam, war das ein Segen für viele Menschen, da die Erträge deutlich in die Höhe schossen. Ich sehe das aber etwas kritischer. Auch der Anteil des problematischen Glutens im Weizen hat sich verändert. Im Zuge der Industrialisierung ist es wichtig, dass Teigwaren besonders gut verarbeitet werden können. Der Weizenkleber sorgt für eine sehr gute Elastizität des Teiges und je höher der Anteil ist, umso raffinierter können die Backwaren verarbeitet werden. Doch unsere Verdauung, und es muss gar nicht die extreme Zöliakie-Erkrankung vorliegen, verträgt den hohen Gehalt an Gluten in Lebensmitteln (u.a. Weizen) nicht. Ich zum Beispiel wusste nicht, dass ich ebenso betroffen bin, bis ich wegen meiner Tochter aufgehört habe, Gluten zu essen. Plötzlich merkte ich eine deutliche Verbesserung meiner Verdauung und meines Gesamtzustandes. Ich hätte niemals meine Wehwehchen auf eine Unverträglichkeit zurückgeführt. Übrigens, im Dinkel ist der Anteil des Glutens pro 100g höher als in Weizen laut Wikipedia. Das habe ich nicht vermutet! Ich weiß, dass durchaus viele Menschen der Meinung sind, dass das Thema Gluten nur ein Trend ist. Ich spreche ja immer aus eigener Erfahrung. Jedem ist überlassen, an was er glaubt. Und jeder muss eigene Erfahrungen sammeln. Nur, weil die Nachweismethoden noch nicht ausgereift sind, heißt das nicht, dass man keine Unverträglichkeit haben kann. Meine körperliche Erfahrung war eindeutig und ich bin froh, eine Unverträglichkeit entdeckt zu haben. Mein Körper hat auch eine Weile gebraucht, bis sich vieles wieder "eingependelt" hat. Es gibt Menschen, die sofort eine Besserung spüren. Das ist sehr individuell. Wollen wir aber an dieser Stelle mal anschauen, welche Alternativen zu normalen Hartweizennudeln auf dem Markt existieren. Denn man muss keine Unverträglichkeit haben, um diese zu genießen! Denn ich finde, sie bringen eine tolle Abwechslung auf den Tisch und schmecken sehr gut.

Glutenfreie Nudelnalternativen

Maisnudeln

Maisnudeln waren die ersten glutenfreien Nudeln, die ich gegessen habe. Sie sind sehr leicht, liegen nicht schwer im Bauch und machen entsprechend nicht so satt wie üblichen Nudeln aus Weizen (so mein Eindruck). Sie schmecken sehr lecker, haben sehr wenig Eigengeschmack und passen wunderbar überall und zu jeder Sauce.

Kichererbsennudeln

Später entdeckte ich die große Auswahl an diversen Hülsenfrucht-Nudeln. Hülsenfrüchte in Nudelform - das gibt es und sie schmecken uns ausgezeichnet! Die Kichererbsenhörnchen lassen sich in nur in 5 Minuten zubereiten, sie haben eine leicht nussige Geschmacksnote und unsere Tochter liebt sie. Man kann sie besonders gut für Salate oder Suppen verwenden.

Linsennudeln

Nudeln aus gelben Linsen finde ich sehr gelungen. Sie machen ordentlich satt und schmecken besonders gut zu deftigen Saucen. Perfekt auch für die klassische Tomatensauce! Sie sind ebenso sehr schnell gekocht und zerfallen ganz gerne ein wenig, wenn man die Kochzeit überschreitet. Wir kaufen sie regelmäßig.

Glutenfreie Nudelnalternativen

Mungobohnennudeln

Die Nudeln aus Mungobohnen sind vielleicht nicht für jeden Geschmack eine Alternative. Sie haben eine leichte Eigennote, wer also diese Nudeln nimmt und einen typischen oder gewohnten Nudelgeschmack erwartet, wird ein wenig überrascht sein. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht schmecken. Ich finde sie nur geschmacklich anders als die meisten anderen Nudelsorten. Zu ihnen passt eher ein Pesto oder gebratenes Gemüse als die klassische Tomatensauce. Übrigens, die Glasnudeln aus der Asia-Abteilung bestehen auch aus Mungobohnen, jedoch nur aus der Stärke.

Reisnudeln

Sehr cool finde ich Reisnudeln. Es gibt sie in diversen Formen - Penne, Spirelli oder Spaghetti. Sie machen sehr satt (vor allem Vollkorn-Penne) und schmecken Kindern ebenso super. Wir kaufen regelmäßig Reisnudeln und sie sind hier immer schnell aufgebraucht.

Sojanudeln

Ich kenne im Moment nur Sojaspaghetti. Sie werden - wie der Name schon sagt - aus der Sojabohne gemacht und schmecken lecht nussig nach Soja. Wie auch die Mungobohnennudeln, schmecken die Sojanudeln etwas spezieller. Sie machen auch sehr satt, man braucht also keinen riesigen Berg auf dem Teller.

Glutenfreie Nudelnalternativen

Buchweizennudeln

Buchweizen habe ich als Kind schon sehr geliebt und mache uns Buchweizennudeln selbst. Man kann sie natürlich auch kaufen. Ich muss gestehen, dass ich bis jetzt keine gekauften gegessen habe, da wir auch sonst viel mit Buchweizenmehl machen. Deshalb weichen wir dann lieber auf andere Nudelsorte aus, um mehr Abwechslung auf dem Tisch zu haben.

Mischnudeln

Mit Mischnudeln meine ich diverse Nudeln, die aus mehreren Getreidesorten bzw. Pseudogetreidesorten bestehen: Reis-Mais-Hirse oder Mais-Reis. Manche Nudeln haben noch weitere Sorten wie Quinoa oder Amaranth mit dabei. Da variiert auch der Geschmack sehr stark, je nach dem, was drin ist. Wir kaufen öfters Mais-Hirse-Reis Spaghetti und sie schmecken toll.

Abwechslung in Nudelvariation

Klasse finde ich, dass man so eine große Auswahl zur Verfügung hat. Kinder zum Beispiel könnten sich jeden Tag von Nudeln ernähren. Es gibt leider tatsächlich solche Nudelphasen. Dann gibt es eben heute Linsennudeln, morgen Reisspaghetti und übermorgen Kichererbsen-Hörnchen. Somit sorgt man für eine Abwechslung, für unterschiedliche Nährstoffe und alle sind glücklich. Man muss keine Unverträglichkeit haben, um diese Produkte zu konsumieren. In jeder Küche sollten die langweiligen Weizennudeln vom Tisch geschubst werden. Und wenn der Bauch auch noch zufriedener wird (ich kenne Bauchschmerzen als ein typisches Unverträglichkeitssymptom, muss aber nicht), dann ist das ein Gewinn an Lebensqualität. Übrigens, wir achten beim Nudelkauf noch darauf, dass sie möglichst ohne Zucker sind. Und unsere Nudeln kochen wir mit gefiltertem Leitungswasser (das ist unser Wasserfilter). Ich möchte ihn nicht mehr missen. Manche Hersteller (vor allem nicht Bio) süßen die Nudeln ein wenig. Finde ich zwar nicht tragisch, muss aber nicht sein. Mit einer leckeren Sauce merkt man kaum, ob Zucker drin ist oder nicht.

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Beitrag von Lisa Albrecht am 6. September 2016 veröffentlicht.

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