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Magensäure: Reflux & Säuren-Basen-Balance

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich möchte euch heute von einer positiven Veränderung berichten. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die das gleiche Problem haben.

Zur Geschichte: Vor gut einem Jahr hatte ich immer stärker werdende Halsschmerzen, die mich jeden Tag begleitet haben. Vor allem morgens, nach dem Aufwachen, konnte ich kaum schlucken. Tagsüber ging es mir ganz gut, meistens war ich aber auch abgelenkt und konnte die Halsschmerzen gut ausblenden. Die Stärke hat variiert. Anfangs dachte ich, es ist eine leichte Erkältung, wie das so üblich ist. Nach vier Wochen war ich der Meinung, dass es eine festsitzende Infektion ist und einfach nur sehr hartnäckig. Sonst ging es mir ja gut, es waren eben nur diese Halsschmerzen. Irgendwann sind aber leider noch weitere Dinge dazu gekommen: Schleim, angeschlagene Stimmbänder und - wie bei Heuschnupfen sehr ähnlich - Niesattacken und laufende/teils verstopfte Nase.

Arztbesuch ohne Erfolg

Mit diesen Symptomen ging ich zum Arzt, nach dem ich schon Angst hatte, ich hätte eventuell eine starke Allergie oder sogar eine Lungenentzündung. Denn irgendwann war ich so verschleimt, dass das Atmen mir schwer gefallen ist. Das macht schon ganz schön Angst. Der Arzt hat nichts festgestellt. Die Blutuntersuchung war auch unauffällig und der nächste Termin beim HNO war auch ohne Ergebnisse. Ja, meine Stimmbänder sind ziemlich kaputt. Ja, mein Hals ist ziemlich gerötet. Und ja, ich bin verschleimt. Ich bekam ein pflanzliches Medikament (da ich Antibiotika soweit es geht ablehne) und ging wieder nach Hause.

So ging es weiter. Mal wurde es besser, mal schlechter. Der Zustand blieb. Irgendwann wurde es aber so schlecht, dass ich mir schon sehr große Sorgen gemacht habe. Ich bekam zusätzlich Schmerzen in der Brustgegend und hatte Angst, dass es das Herz ist. Ich fing an, viel im Internet zu recherchieren. Die Ärzte konnten nichts feststellen! Inzwischen war ich nochmal bei einem anderen Arzt und leider ohne Diagnose. Per Zufall im Internet kam ich auf die gleichen Symptome und ein Artikel über die nicht unbekannte und sehr oft vorkommende Krankheit: Die Refluxkrankheit. Ich lese endlich von lang anhaltenden Halsschmerzen, fertigen Stimmbändern, astmatischen Ausbrüchen und Schmerzen in der Brustgegend (die sehr oft mit Angina Pectoris, also Brustenge, verwechselt werden). Und es stimmt: Je stärker ich in mich reinhöre, umso mehr überzeugt wurde ich davon. Alles passt.

Zu viel Magensäure? Refluxkrankheit?

Was ich genau habe, kann man erst nach einer gründlichen Magenspiegelung feststellen (die ich aber vermeiden möchte). Aber eine Sache ist für mich ganz klar: Es hat was mit Magensäure zu tun. Und zwar: Ich habe zu viel davon. Nicht immer spürt hat man die "typischen" Symptome bei zu viel Magensäure. Ich hatte fast nie Sodbrennen (ich gebe zu, manchmal schon, aber wirklich sehr selten) und habe diese Symptome nicht im Zusammenhang mit meinem Magen und/oder der Speiseröhre gebracht!

Wie ihr euch denken könnt, war ich einerseits sehr erleichtert über den selbstentdeckten Fund. Denn ein Jahr lang zu spekulieren, was es sein könnte, hat mich belastet. Nun wusste ich endlich, wo ich anfangen könnte. Es gibt ganz viele Tipps im Internet darüber, wie man sich ernähren und verhalten sollte. Welche Lebensmittel man besser meiden und was man grundsätzlich im Alltag verändern könnte. Nur leider hat es auch nicht funktioniert, trotzdem bekam ich immer wieder Halschmerzen und der Allgemeinzustand blieb leider wie früher.

Reflux weg!

PH-Wert, Säure, Basen, was tun?

Ich habe mir überlegt, ob ich nicht einen Speicheltest machen könnte - mein PH-Wert hat mich schon immer interessiert, vielleicht bringt mich das ja weiter. Ich habe nach Teststreifen im Internet gesucht, wo man sie kaufen kann. Und zufällig stolperte ich über das Thema: Säure-Basen-Balance. Und genau darum geht es! Ich war Feuer und Flamme. Denn mit Hilfe eines PH-Teststreifens wird (so im Buch) im Urin die Säure-bzw. Basen-Balance festgestellt. Je nach dem, ob der Körper übersäuert ist oder sich im guten basischen Bereich befindet. Das hat erstmal nichts mit der Magensäure zu tun. Aber wenn der Körper nicht im Gleichgewicht ist, können viele schleichende Erkrankungen entstehen. Diese Säuren-Basen-Balance ist keine Diät, sondern eine vollwertige Ernährungsform. Darüber gibt es sehr viel Literatur und Information.

Säure-Basen-Balance

Ich kaufte mir das Buch Säuren-Basen-Balance von Eva-Maria Kraske und die PH-Teststreifen. Nach der genauen Anleitung habe ich angefangen, die Werte zu messen. Was ich festgestellt habe: Ich bin in einem saueren Bereich und habe nicht sehr oft basische Werte. Meine Kurve (im Buch beschrieben) ist leider nicht ideal. Ich fing an, meine Ernährung umzukrempeln. Das Buch hilft einem sehr gut weiter. Es werden Lebensmittel beschrieben, die man essen kann. Und Lebensmittel, die den Körper sauer machen. Ich dachte, ich esse gesund. Aber scheinbar tun mir manche Lebensmittel nicht besonders gut. Denn nach bereits einer Woche habe ich gemerkt: Es geht mir besser. Und durch diese Ernährungsform habe ich noch eine weitere Sache festgestellt: Ich reagiere sehr schlecht auf Getreide. Vielleicht liegt die Sache hier: Sobald ich Brot esse, kriege ich Halsschmerzen. Also doch eine Unverträglichkeit? Ich ernähre mich jetzt basisch, lasse glutenhaltige Lebensmittel weg (da ich nicht weiß, ob ich generell z.B. Weizen nicht vertrage oder "nur" auf Gluten schlecht reagiere) und siehe da - ich fühle mich besser! Zu dem Thema Glutenunverträglichkeit gibt es viele hilfreiche Bücher.

Indikatorpapier für den Urin-Test gibt es in der Apotheke
Indikatorpapier für den Urin-Test gibt es in der Apotheke

Jeder Anfang ist schwer - aber es gibt Hoffnung!

Am Anfang ist es mir etwas schwer gefallen, auf manche Sachen zu verzichten. Aber nach drei Tagen fühlte ich mich viel besser. Ich hatte auch keine Lust mehr auf Schokolade und habe mich über viel mehr Obst und Gemüse gefreut. Obwohl ich mich sehr abwechslungsreich ernähre, habe ich gelernt, dass es noch eine weitere Stufe gibt und die Lebensmittel, die generell als "gesund und gut" angepriesen werden, nicht immer jedem gut tun.

Ich hoffe, dass ich nun die Lösung gefunden habe und werde die Sache natürlich weiter verfolgen. Sehr wahrscheinlich steckt hinter der ganzen Geschichte einfach nur eine Unverträglichkeit. Zumindest habe ich zur Zeit weniger Beschwerden und bin gespannt, wie es weiter geht. :)

Reflux weg!

Update nach 6 Jahren

Es ist viel Zeit vergangen und viele fragen mich, wie es mir heute geht. Wurde ich stabil, konnte ich meine Refluxkrankheit wirklich loswerden? Lange Rede kurzer Sinn: Ja, mir geht es heute sehr gut und ich habe keine Symptome mehr. Dafür bin ich sehr dankbar, auch wenn der Weg nicht leicht war und ich einiges durchprobieren musste. Als Abschluss dieser jahrelangen Geschichte habe ich ein Buch geschrieben, das sowohl meinen Weg, als auch die wichtigsten Maßnahmen aufzeigt, die mir persönlich bei der Heilung geholfen haben. Jeder weiß, wie wichtig es ist, die Ursache des Problems zu finden und zu lösen, damit man richtig gesund wird. Hier kommst du zu meinem Buch, wenn du dich für meine Lösungsansätze der Refluxkrankheit interessierst.

Beitrag von Lisa Albrecht am 7. Juni 2012 veröffentlicht.

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