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Jahresrückblick 2019 - das war bei mir los

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

"Hab Vertrauen, auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt." Diesen Satz habe ich mir so oft gesagt. Das Jahr 2019 war für mich eine mentale und körperliche Herausforderung. Wir machten einen größeren Umzug von Hessen nach Niedersachsen und waren auf der Suche nach unserem Haus. Die Suche gestaltete sich schwieriger als gedacht. Am Ende jedoch passierte ein kleines Wunder - in diesem Artikel habe ich dir die Geschichte bereits erzählt.

Jahresrückblick - nachhaltig leben

Ein Auf und Ab dominierte dieses Jahr, das kostete viel Kraft. Auch wenn es nicht immer einfach war, kann ich am Ende des Jahres sagen, dass ich dadurch gelernt habe, welche Kräfte in mir schlummern. Ein sozialer Neuanfang, eine große Baustelle im Haus, gefühlt 1000 Dinge, die erledigt werden müssen inklusive Job und Familie - das war und ist nach wie vor eine Herausforderung. Aber ohne diese Dinge wäre mein Leben eintönig und langweilig. Deshalb: Zögere nicht, dein Leben zu verändern, wenn du unzufrieden bist. Veränderung ist kräftezehrend, aber Stillstand, vor allem, wenn man sich nicht wohlfühlt, ist wie eine tickende Zeitbombe. Irgendwann kommt alles hoch und dann ist es noch viel komplizierter aufzuräumen.

Die Hausbaustelle war insofern schwierig, weil wir immer nach einer nachhaltigen Lösung gesucht haben. Wir wollten renovieren (und teilweise sanieren), aber so nachhaltig wie möglich. Das Ziel war, wenige Ressourcen zu verbrauchen und Materialien einzusetzen, die für die Gesundheit unbedenklich sind und später in der Natur keinen Schaden anrichten. Aus diversen Gründen waren wir gezwungen, unkonventionelle Lösungen zu suchen. Jetzt befinden wir uns teilweise immer noch auf der Suche nach der goldenen Mitte. Manchmal denke ich, der konventionelle Weg mit Standard-Baumaterialien hätte uns so viele Gedanken und vor allem Energie erspart. Aber damit wären wir doch nicht glücklich.

Die Reise zu mir selbst

Dieses Jahr konnte ich mich besser verstehen und vertiefte zeitgleich meine Kenntnisse in Psychologie. Ich kümmerte mich viel um mein inneres Kind, schaute meine Glaubenssätze immer wieder an und suchte neue Wege. Das hat definitiv gut getan und wird im kommenden Jahr mit Sicherheit fortgesetzt. Ich sehe auch, dass ich immer tiefer einsteige und bereits so viel mehr über mich weiß. Ich kann mein "automatisiertes" Verhalten so viel besser verstehen und mich rechtzeitig bremsen oder abgrenzen, wenn nötig. Ich empfehle dir die Bücher von Stefanie Stahl, sie haben mir sehr geholfen.

Im Jahr 2020 möchte ich mich stärker außerhalb meiner vier Wände oder des Blogs engagieren, ich bin gespannt, welche Projekte auf mich zukommen werden. Außerdem möchte ich lernen, dass ich nur begrenzt Kapazitäten habe und nicht überall mitmachen kann. Das ist in Ordnung so, ich bin nicht für die ganze Welt verantwortlich. Der Klimawandel macht mir regelmäßig zu schaffen. Kennst du meinen Artikel "Verzweiflung, Tränen und neuer Mut" bereits? Nun, es bringt nichts, im Tief zu verharren. Ich tue, was ich tun kann. Hauptsache, ich tue etwas.

Ernährungstechnisch konnte ich dieses Jahr mit stolz sagen, dass ich komplett haushaltszuckerfrei gegessen habe. Sicherlich gab es kleinere Ausnahmen (wie zum Beispiel eine Eiskugel in der Stadt, die dann meine Tochter doch aufessen durfte, da sie mir nach der Umstellung zu süß war), aber zu einem sehr großen Teil konsumierte ich tatsächlich keinen Haushaltszucker. Das habe ich körperlich positiv gespürt. Auch mein Zahnarzt hat bestätigt, dass mir diese Ernährungsform sehr gut tut. Ich habe eine viel bessere Haut, bin konzentrierter, habe keine Heißhungerattacken mehr, bin insgesamt ausgeglichener und stabiler.

Ich war bei Jens Herrndorff von "Ich bin jetzt vegan!" in der #034 Podcastfolge zu Gast. Wir haben eine gute Stunde über unsere Erkenntnisse im Jahr 2019 gesprochen. Es hat so viel Spaß gemacht! Wegen der Baustelle saß ich für die Aufnahme im Badezimmer, dort war es so schön ruhig. Jens hat dieses Jahr seine vegane Hochzeit gefeiert! Er erzählte unter anderem, wie er Zero Waste umsetzt oder wie ihn Fridays for Future beeinflusst hat. Wir haben über gefühlt 1000 Themen gesprochen. Hör doch mal rein und abonniere am besten direkt seinen Podcast!

Welche Erkenntnisse hattest du im Jahr 2019, was hat dich bewegt, geprägt und was hast du gelernt? Ich freue mich von dir zu hören! Alles Liebe, Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 25. Dezember 2019 veröffentlicht.