Ziehe dich warm an, wenn es an der Tür klingelt

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Mein Hund bellt, es hat an der Tür geklingelt. Ich wundere mich etwas, wer uns wohl um diese Zeit noch besuchen möchte. Kaum habe ich die Tür aufgemacht, höre ich eine penetrante, laute Stimme. "Ich weiß es. Ich habe Sie genau im Auge! Sie leben überhaupt nicht nachhaltig. Das Grün Ihrer Karotten im Garten verarbeiten Sie nicht täglich in Ihren grünen Smoothies. Außerdem stehen bei Ihnen Mülltonnen neben dem Haus. Hundertprozentig müllfrei können Sie also auch nicht leben. Schämen Sie sich, auf Ihren Briefkasten "Ich lebe grün!" drauf zu schreiben." Mir steht der Mund offen, ich bin so überrascht, dass mir die Sprache fehlt. Als ich etwas sagen möchte, ist die Person auch schon wieder weg. Was war denn das?

Dankbarkeit und Nächstenliebe an Weihnachten

Die obige Geschichte ist ausgedacht. Aber so etwas ähnliches passiert mir bei meiner Arbeit als Bloggerin im Internet. Es gibt immer Menschen, die auf eine unschöne und sogar sehr peinliche Art und Weise einfach so die Grenze überschreiten und - entschuldige bitte das Bild - in "meinem Wohnzimmer" auf dem Teppich einen Haufen hinterlassen. Ohne Einladung, versteht sich. Mit konstruktiver Kritik hat das wenig zu tun. Das Internet verleitet viele Menschen zu schnell und zu unreflektiert Schüsse abzufeuern. Irgendwas aufgeschnappt, meinen Artikel gar nicht richtig gelesen, stecken sie dich einfach in eine Schublade. Fertig. Sie wissen auf jeden Fall, dass ich in Wirklichkeit statt Glas-Strohhalme immer noch heimlich welche aus Plastik verwende oder meine Socken separat in einem nicht existenten Trockner trockne. Ganz egal, ob große oder kleine Dinge, alles wird durchgelutscht und auf die goldene Waage gelegt. Ich frage mich manchmal, was das wirklich bringt. Ist das nicht einfach nur Zeitverschwendung? Hat man nicht sein eigenes Klo, um dort seine Geschäfte zu verrichten? In der Regel habe ich einfach nur Mitleid mit solchen Menschen, sie brauchen scheinbar besonders viel Aufmerksamkeit und Bestätigung (mit diesem Artikel gibt es eine Portion). Für ihre Handlung gibt es sicherlich ernsthafte Gründe, die jedoch, wenn man genau hinschaut, nichts mit mir persönlich zu tun haben. Das Leben ist nicht schwarz-weiß und es gibt auch keinen perfekten Weg.

Weihnachten steht vor der Tür. Es ist das große Fest der Nächstenliebe. Statt überall nach Fehlern zu suchen, könnten wir uns auf das Gute besinnen, Dankbarkeit praktizieren und helfend unterstützen. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Meinung unterdrücken sollten. Nur wird niemand eine unfreundliche und unreflektierte Meinung wirklich ernst nehmen. Als Weihnachtsgeschenk wünsche ich mir, dass Nächstenliebe nicht nur an Weihnachten praktiziert wird, sondern zur täglichen Normalität wird. Hab schöne Festtage und viele liebe Grüße von Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 23. Dezember 2019 veröffentlicht.

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