Angst vor der Zukunft? Stoppe dein Kopfkino!

Paul Albrecht
Paul Albrecht

Corona-Virus, Terrorismus und andere gefährliche Dinge bedrohen uns täglich. Schnell gerät man dabei in einen Angststrudel. Das ganze Leben scheint eine einzige Bedrohung zu sein. Man fühlt sich gelähmt und kann seinen Alltag nicht mehr genießen. Sich unter der Bettdecke zu verkriechen, scheint die einzige Lösung zu sein.

Je schlechter du dich fühlst, desto mehr Schreckenszenarien denkst du dir aus. Bestimmt kommt bald ein noch schlimmerer Virus, der uns alle dahinrafft. Oder der Klimawandel zerstört unsere Ernte und wir müssen verhungern. Die Liste kann man endlos fortsetzen, doch was bringt das?

Verstecken unter der Bettdecke

Natürlich kann das alles passieren, aber es bringt nichts deshalb heute in Angst zu leben. Irgendwann sterben wir alle, aber bis dahin sollten wir einfach leben. Negative Gedanken Tag für Tag zu haben, bedeutet nur, sich sein Leben bis zum Ende zu vermiesen. Egal ob das Leben nun morgen oder in 50 Jahren vorbei ist, es zählt nur das Jetzt. Das Ende kommt, wenn es kommt, egal ob man ein entspanntes glückliches Leben führt oder sich angstbesetzt unter der Bettdecke verkriecht. Du solltest in dich gehen und dir die Frage stellen, wie du Leben willst. Nimm dir dafür ruhig etwas Zeit, bevor du weiter liest.

Bist du jetzt immer noch verunsichert, weil nichts im Leben sicher ist? Du fühlst dich aber nur sicher, wenn du alles kontrollieren kannst. Dann muss ich dich leider enttäuschen: Du lebst nicht in einer Computersimulation, der du deine Vorstellung der Welt einfach einprogrammieren kannst. Es ist das echte Leben. Hier kann alles passieren, aber das heisst nicht, dass es dir auch passiert. Alles beruht auf Wahrscheinlichkeiten. Mache dir klar, wie wahrscheinlich etwas ist. Nehmen wir zum Beispiel die Angst vor einer Corona-Ansteckung und einem tödlichen Ausgang. Wenn die Sterblichkeitsrate durch Corona bei ca. 3,5% liegt, dann ist das aber nicht deine persönliche Wahrscheinlichkeit zu sterben. Gehörst du zu einer Risikogruppe mit starken Vorerkrankungen? Bist du besonders konditionsschwach? Hast du sehr viel Kontakt mit anderen Menschen, die dich anstecken könnten? Es spielen so viele Faktoren eine Rolle. Diese sind kaum überschaubar. Aber sie sind beeinflussbar, um deine persönliche Wahrscheinlichkeit zu optimieren. Wenn du mehr Sport machst und Menschenansammlungen meidest, macht das schon einen großen Unterschied.

Du kannst zwar nichts nach deinen Vorgaben einprogrammieren, aber du kannst dein Leben so gestalten, dass sich die Wahrscheinlichkeiten zu deinen Gunsten drehen. Und selbst wenn etwas eintritt vor dem du Angst hattest, dann bist du schlau genug um darauf zu regieren. Selbst aus der aussichtslosesten Situation lässt sich etwas machen, wenn man nur bereit ist den Kampf aufzunehmen. Also schau unter der Bettdecke hervor, sehe das Leben, wie es wirklich ist. Schicke deine Ängste zum Mond, denn du lebst jetzt und solltest das auch genießen! Dein Paul.

Beitrag von Paul Albrecht am 16. März 2020 veröffentlicht.