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Warum du an Wunder glauben solltest, wenn nichts mehr geht

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Mit meiner Geschichte möchte ich dir Mut machen, an deinen Zielen dran zu bleiben. Ich weiß, wie schwierig und hoffnungslos manche Situationen sich anfühlen können, wenn man nicht weiterkommt. Ganz egal um was es geht. Deshalb möchte ich dir heute eine wahren Geschichte erzählen, die ich erlebt habe. Sie soll dir zeigen, dass es doch Wege und Wunder gibt, auch wenn sie sich zuerst nicht zeigen möchten.

Spaziergang

Welche Herausforderung bevorstand

Du weißt, wir sind umgezogen. Aus Hessen nach Niedersachsen, in eine ganz neue Umgebung. Den Umzug haben wir aktiv über ein Jahr richtig geplant, gewünscht haben wir uns diese Veränderung schon länger. Wir mussten erst einige Dinge regeln, schließlich zieht man nicht einfach planlos irgendwohin um. Als wir uns sicher waren, dass alle wichtigen Fragen geklärt sind - machten wir uns auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Wir träumten schon seit Jahren von unserem eigenen Haus. Da wir noch reichlich Zeit bis zum Umzugstermin hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Immobilie. Unsere Ansprüche sind gar nicht hoch. Das Haus kann klein und alt sein, wichtig war uns ein Grundstück mit einem Garten. Ebenso sollte die Entfernung zum Kindergarten und später zur Schule unserer Tochter überschaubar sein. Es müsste sich doch ein Haus finden, oder? Voller Optimismus starteten wir die Suche, die sie wurde leider mit der Zeit immer komplizierter. Entweder passten die angeschauten Objekte so gar nicht zu uns (oder unserem Budget) oder waren einfach zu weit weg. Die Zeit verging, der Optimismus ebenfalls. Ich griff nach jedem Strohhalm. Ich kannte alle Immobilienportale, abonnierte die örtliche Zeitung, suchte im Internet und fragte in Gruppen bei Facebook nach leerstehenden Häusern. Wir suchten vor Ort und aus der Ferne. Eines Tages bekamen wir ganz spontan - total ungeplant - die Möglichkeit, ein schönes Haus in einem kleinen Ort anzusehen. Wir nahmen diese Gelegenheit dankend an und freuten uns darauf. Das Haus war wie für uns gemacht. Ich dachte, dass wir endlich angekommen wären. Ich fühlte mich bereits mit dem ersten Schritt sehr wohl darin und auch alles andere hat uns mehr als überzeugt. Das allererste Mal in meinem Leben spürte ich, dass ich vor dem richtigen Haus stand. Es ist ein tolles Gefühl! Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, dass es jemals passiert. Wir waren für das Haus bereit und motiviert und wollten es so schnell wie möglich kaufen.

Spaziergang
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Lisa Albrecht
Meine Lösung

Mir kullerten die Tränen

Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber diverse Umstände führten dazu, dass dieses Haus nicht unser Haus werden konnte. Es war für alle Parteien eine sehr schwierige und traurige Sache. Ich habe heute noch das Gespräch im Ohr und wie mir die Tränen kullerten. Wir haben auf dieses Haus eine längere Zeit hingefiebert und mit Herzklopfen jedes Telefonklingeln abgewartet. Die ganze Sache war für uns so wichtig, dass ich oft nachts wach lag. Sogar Panikattacken suchten mich auf, die ich schon lange nicht mehr hatte. Es war sehr traurig, dass wir das Haus nicht bekommen haben, trotzdem konnte ich die Absage mehr als nachvollziehen. Ich hätte die gleiche Entscheidung getroffen. Tja... ich hörte den Traum zerplatzen. Doch ich hörte auch plötzlich etwas anderes. Im gleichen Moment erfuhr ich, dass es noch ein anderes Haus gibt. Wir bekamen die Möglichkeit, uns das Haus spontan anzusehen. Ich war zuerst etwas skeptisch. Wie kann ich mich jetzt für ein neues Haus begeistern, obwohl ich mich schon in ein anderes verliebt habe? An dieser Stelle sei gesagt - auch der letzte Strohhalm kann wichtig sein - das weiß niemand vorher.

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Wunder gibt es wirklich

Bereits drei Tage später saßen wir angespannt im Auto und fuhren zur Besichtigung. Was soll ich sagen? Als wir vor dem Haus standen, haben wir uns gegenseitig angeschaut und angelächelt. Das war das erste Mal, dass ich wieder lächeln konnte. Wir gingen durch das Haus und ich musste mich zusammenreißen, dass ich nicht wieder ein paar Tränen verdrückte. Alles passte. Es war so, als ob es auf uns gewartet hätte. Total verrückt. Wir schauten uns an und mussten kein Wort miteinander sprechen. Wir wussten beide, dass wir sofort zusagen müssen. Wenn ich diese Geschichte jemanden erzähle, höre ich ganz oft den Satz: "Es musste einfach so kommen, es war für euch bestimmt!". Wir sagten natürlich sofort zu. Nicht, weil wir verzweifelt waren. Wir waren überwältigt, dass es ein zweites Haus gibt, dass unser Herz erobern konnte. Ich hatte große Angst vor der Entscheidung des Verkäufers. Eine zweite Absage dieser Art verkrafte ich einfach nicht, sagte ich zu meinem Mann. Ich hatte keine Kraft mehr nach dem ganzen Auf und Ab. Am nächsten Tag bekamen wir eine Zusage. Wir haben mit dieser schnellen Rückmeldung nicht gerechnet und ich verdrückte wieder Tränen, aber diesmal vor Freude.

Spaziergang

Während du diese Zeilen liest, sind wir bereits in unserem Haus. Es hat geklappt! Wir haben fast die Hoffnung aufgegeben und suchten schon nach Alternativen, da die Zeit so knapp wurde. Es war unmöglich an ein Happy End zu glauben. Der Umzugstermin rückte näher und dass noch ein passendes Haus auftauchen würde, war mehr als unrealistisch. Es konnte nur ein Wunder passieren. Niemand wusste, dass dieses Wunder sich hinter einer unangenehmen Erfahrung versteckt und erst dann die Tür zum Haus öffnet. Während der gesamten Zeit ging ich an meine Grenzen und übte, weiter zu vertrauen. Es ist mir nicht immer gelungen. Manchmal war ich mehr als verzweifelt. Ich bin so froh, dass wir bis zum Ende dran geblieben sind und nicht aufgaben. Ganz egal, wie schwer die Situationen waren. Wichtig ist, dass man sein Ziel verfolgt, auch wenn der Weg sehr kompliziert erscheint oder man das Gefühl hat, nicht mehr weiter zukommen. Nicht alles kann man planen, Dinge passieren einfach. Manchmal muss man zu einer bestimmten Zeit am richtigen Ort sein, mit einer hilfreichen Person sprechen oder eine neue Erkenntnis gewinnen, damit es weiter geht.

Gehe ins Vertrauen und arbeite an deinen Zielen. Schreib mir einen Kommentar - hast du bereits eine Geschichte erlebt, die anderen Mut machen würde? Ich bin so gespannt! Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 5. Mai 2019 veröffentlicht.