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Tipp: Glutenfreie Mehle einfach selber machen

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Seit wir uns glutenfrei ernähren, habe ich eine Menge neue Lebensmittel kennengelernt. Ich backe zum Beispiel ganz anders als früher. Vor der Umstellung denkt man ja zuerst - oft sogar voller Panik - dass man nun nie wieder Brot und ähnliches essen kann. Aber das ist alles Quatsch. Wir essen gerne Brot, es ist sehr lecker und es sieht genauso aus! Es lässt sich wunderbar schneiden, toll belegen und mitnehmen.

Glutenfreies Brot backen ganz einfach - Rezept

So viele Mehlalternativen

Man muss ja nicht glutenfrei essen, wenn man körperlich keinerlei Probleme hat. Aber viele Menschen berichten, dass es ihnen besser geht, seit sie weniger Weizen konsumieren. Ich zum Beispiel habe erst nach dem Weglassen gemerkt, wie anders ich mich fühle. Meine Verdauung wurde schlagartig besser und ich bin so viel fokussierter. Es ist ein ganz anderes Körpergefühl! Ebenso ist meine Allergie zurückgegangen. Warum also nicht auch mal andere Mehlsorten ausprobieren. Seit wir unsere Getreidemühle haben, ist immer frisches Mehl im Haus. Und ich kann aus allen möglichen "Getreidesorten" Mehl machen. Wir verwenden glutenfreie Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen für die Mehlherstellung. Buchweizen, Kichererbsen, Reis, Hirse, Linsen, Amaranth... es gibt noch mehr Möglichkeiten. Und man gewinnt so viele neue Geschmacksrichtungen.

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Lisa
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Ist Mehl mahlen ein Aufwand?

Das Mehl ist in wenigen Minuten fertig und schon kann damit gebacken werden. Für mich ist das eine Bereicherung, kein Aufwand. Die Getreidemühle steht in der Küche einsatzbereit, ich muss sie nicht erst aus dem Schrank holen. Erst vor wenigen Tagen gab es bei uns dieses leckere Buchweizenbrot. Das Rezept ist sehr einfach, man braucht keine Brotbackkenntnisse. Ich habe es bereits in der Rezepte-Rubrik veröffentlicht, schau dort einfach mal vorbei!

Glutenfreies Brot backen ganz einfach - Rezept

Vielleicht konnte ich dich mit diesem Artikel auch inspirieren, statt Weizenmehl auch noch andere Sorten auszuprobieren. Die Supermärkte bieten ja auch bereits mehr Alternativen. Welches Mehl hast du für dich wieder oder neu entdeckt? Bei mir ist gerade das Buchweizenmehl hoch im Kurs. Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 6. August 2019 veröffentlicht.

Fredi 8.8.2019 um 8:09
Ohne eine nachgewiesene Zöliakie, die ja eine chronische Darmerkrankung ist, ist eine glutenfreie Ernährung schädlich und kann sogar zu Krankheiten führen.
Und Gluten im Mehl ist ein wunderbarer Stoff den die Natur uns geschenkt hat.
Was wäre ein fluffiges knuspriges Brot auch ohne Gluten?
Nichts Gutes!
Lisa von ich lebe grün! 8.8.2019 um 10:57
Hallo Fredi,
eine Unverträglichkeit kann man ebenfalls haben, ohne dass sie "nachgewiesen" ist. Wenn man merkt, dass Hautausschlag und Juckreiz weg ist, wenn man kein Gluten isst - ist das kein Beweis? Zöliakie ist eine sehr starke Form und Unverträglichkeiten gibt es viel mehr. Weiterlesen Das alles nachzuweisen ist gar nicht so einfach, man muss schon sehr starke Symptome haben. Und auch Darmspiegelungen oder Biopsien sind nicht ohne. Ich bin da ehrlich gesagt, sehr vorsichtig. Außerdem... so ganz glutenfrei lebt man ja nicht, wenn man "auf Gluten" verzichtet. Im glutenfreien Getreide ist ebenfalls Gluten vorhanden, nur eben in einer sehr geringeren Menge, damit kommt der Körper klar.
Ein fluffiges und knuspriges Brot haben wir auch ohne Gluten, das ist alles nur Gewohnheitssache. Nur, weil man das so kennt, heißt es nicht, dass das gut ist. Warum ist nun ein glutenfreies Brot nichts Gutes? Das verstehe ich nicht. Ist ein Apfel auch nichts Gutes, nur weil er glutenfrei ist? Ich sehe das alles nicht so eng, früher übrigens, war der Glutenanteil im Getreide niedriger als heute. Durch die Züchtungen wurde extra auf sehr hohe Glutenanteile geachtet, um diverse Backeigenschaften zu haben. Wundert mich nicht, dass so viele über Verdauungsprobleme klagen (ich hatte ja massive Probleme). Zum Glück kann ja jeder selbst entscheiden, wie er sich ernährt. Wenn du keine Probleme hast, lass dir das glutenhaltige Brot schmecken - es schmeckt ja auch wirklich gut, das sagt keiner. :-)
Liebe Grüße,
Lisa
TANJA 8.8.2019 um 11:12
Sehr geehrte Lisa. Sobald ein Ausschlag vorhanden ist das eine Allergie und das ist was völlig anderes. Und das kann sehr gefährlich enden. Sozusagen in einem Anafylaktischem Schock.
Ich leide unter der Erkrankung Zöliakie, sie kann wird nur mit einer Biopsie bestätigt. Weiterlesen Ebenso auch die Unverträglichkeit. Es gibt keine AuspendelErgebnisse. Das ist völliger Quatsch. Nur Biopien bestätigen diese Diagnosen.
Fredi 9.8.2019 um 22:39
Hallo Lisa,
wenn man vom Brot Hautausschlag und Juckreiz bekommt, dann hat das fast nie was mit Gluten zu tun sondern mit der industriellen Brotherstellung mit Triebmittel in kurzer Zeit.
Wenn man Brote mit langer Teigführung, so 24 Stunden, und minimaler Hefe, so 1-5 Gramm, backt, dann machen solche Brote fast nie Probleme.
Es sei denn man leidet medizinisch nachgewiesen an Zöliakie.
Man behauptet halt, Gluten wäre schuld, was aber einfach falsch ist.
Und glutenfreie Ernährung kann sogar schädlich sein.
Und wenn man ohne Grund sich glutenfrei ernährt, dann wirft man so nebenbei auch Geld aus dem Fenster.
Am allerwichtigsten ist aber eine gut zusammengesetzte Ernährung.
Beim Brot heißt das also der Wechsel zwischen Weizenbroten, Mischbroten, Vollkornbroten, Schrotbroten usw.
Und auch gut ist die Brote selber zu backen, siehe oben.
Und wenn ein geringer Prozentsatz z.B. Weiterlesen unter einen Nussallergie leidet,
dann wäre es ja auch nicht gut wenn auch viele andere, die keine solche Allergie haben, auf Nüsse verzichten würden.
Genauso ist es mit Gluten!
Und Gluten ist wirklich ein wunderbarer Stoff!
Andrea 8.8.2019 um 11:39
Das stimmt. Ich habe leider Zöliakie und würde im Normalfall niemals freiwillig auf Gluten verzichten. Es gibt zwar mittlerweile viele gute glutenfreie Alternativen, aber nichts geht über ein gutes knusprige "normales" Brot. Ich kann den Hype um glutenfreie Ernährung wenn man dies nicht tun muss absolut nicht nachvollziehen.
Lisa von ich lebe grün! 8.8.2019 um 11:44
Liebe Andrea,
ich glaube, dass niemand ganz freiwillig auf Gluten verzichtet. Wir kamen auch durch gesundheitliche Probleme drauf. Nach vier Jahren jedoch vermisse ich kein normales Brot mehr. Klar, es schmeckt sehr gut, und ich könnte es theoretisch auch essen - nur würde es meinen Körper wieder ganz schön durcheinander bringen und das möchte ich nicht, da ich jetzt tolle Ergebnisse habe. Weiterlesen Ich habe ein halbes Jahr benötigt nach der Umstellung, bis ich gemerkt habe, dass meine Verdauung nicht mehr spinnt. Zöliakie ist wirklich eine unschöne Sache, da man ja noch viel mehr achten muss und selbst bei Mehlstaub Probleme auftreten könnten. Das ist ja bei uns nicht der Fall. Ich möchte mit meinem Beitrag einfach auch zeigen, dass man auch durchaus mit anderen Mehlen etwas machen kann - egal ob man nun Probleme hat oder nicht. Es heißt ja nicht, dass man dann komplett verzichten muss. Weitere Möglichkeiten sollen nur bereichern.
Liebe Grüße,
Lisa
Lisa von ich lebe grün! 8.8.2019 um 11:39
Liebe Tanja,
ich sage nicht, dass ich eine Zöliakie habe - das weiß ich ja nicht 100% - da ich keine Darmuntersuchungen gemacht habe. Ich hatte als Kind ständig Bauchschmerzen und litt mein Leben lang, weil meine Verdauung so Probleme machte. Mit Ausschlag meine ich Neurodermitis. Weiterlesen Ebenso weitere Symptome existierten, wie Konzentrationsprobleme, Allergien (Heuschnupfen). Das Weglassen von glutenhaltigen Lebensmitteln hat mir sehr gut getan, ebenso einigen Familienmitgliedern (die ähnliche Probleme hatten). Unser Arzt unterstützt uns und findet unsere Ergebnisse toll, da alles sich enorm verbessert hat. Wir machen es also nicht "aus Spaß", sondern weil es wirklich hilft und sinnvoll für uns persönlich ist.
Was meinst du mit Auspendel-Ergebnisse?
Liebe Grüße,
Lisa
Wiedeburg 7.8.2019 um 16:20
Nicht aus allem, was beispielhaft erwähnt ist, kann man einfach so "Mehl" mit Backeigenschaften machen. Nüsse beispielsweise müssen entölt werden. Auch wären Hinweise zur Aufbewahrung/Haltbarkeit angebracht. Letztere ist bei diesen "Mehlen" deutlich kürzer als bei konventionellen Getreidemahlerzeugnissen.
Sasa 8.8.2019 um 7:20
Das stimmt ja nun auch nicht. natürlich haben verschiedene Mehle auch verschiedene Backeigenschaften. Aber wenn ich mir vor dem Backen ein frisches Mehl mahle, muss ich es nicht lagern. Und wenn ich es frisch verarbeite, muss ich auch nichts entölen.
Ich backe seit fast 20 Jahren glutenfrei. Weiterlesen Daher kann ich hier gut mitgehen und probiere auch gerne mal was Neues aus.
Von daher danke für diesen Beitrag.
Lisa von ich lebe grün! 8.8.2019 um 10:59
Liebe Sasa,
ich hab die gleiche Erfahrung gemacht (wenn auch nicht so eine lange, wie bei dir!) und kann nur bestätigen, dass das Backen mit glutenfreien Mehlen wunderbar funktioniert. Klar, die Rezepte müssen angepasst werden, es geht nicht immer, dass man das Mehl 1:1 ersetzt. Weiterlesen Aber das ist auch nicht schlimm. Mit mehr Flexibilität klappt alles wunderbar. :-) Danke!
Liebe Grüße,
Lisa