Nachhaltig Vegan Fair

Was ein Beet alles mit mir gemacht hat!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Es ist schon beeindruckend. Heute ist mir wieder bewusst geworden, was so ein bisschen Gartenarbeit alles mit mir gemacht hat. Ein kleines Stück Erde, in der ich meine Radieschen, Erdbeeren und Salate pflanze. Und dazu muss man nicht viel Talent haben, an den "grünen Daumen" glaube ich nicht. Unser neuer Garten ist noch ziemlich leer, aber während der Renovierungszeit in unserem Haus konnte ich es doch nicht lassen, mit dem Pflanzen anzufangen. Mir ist bewusst geworden, welch eine unglaubliche Kraft die Natur hat. Wie wichtig es ist, auf sie aufzupassen. Wie dumm es von uns Menschen ist, gegen die Natur zu arbeiten. Wie viel Plastik überall verteilt ist - sogar in meinem Beet (siehe Foto, und das sind lange nicht alle Fundstücke). Wie gesund und meditativ Gartenarbeit sein kann. Wie wenig Lebensmittel heute geschätzt werden. Und noch vieles mehr.

Plastikteile im Gartenbeet

Während ich also das Beet angelegt habe, kamen ständig aus dem Boden diverse Plastikteile zum Vorschein. Ich konnte es kaum glauben, aber mein Fundus an Plastikmüll aus dem Garten wächst und wächst. Leider. Nicht nur die Meere sind voll mit Plastik. Es ist überall. In unserem Trinkwasser, Lebensmitteln, Gebrauchsgegenständen, Kleidung und somit auch unserem Körper und der gesamten Umwelt. Bis Plastik verrottet ist, dauert es sehr lange. Und ganz verrotten kann das Material leider nicht. Es wird davon ausgegangen, dass Mikroorganismen Plastik gar nicht zersetzen können - so wie z. B. unser Bio-Abfall auf dem Kompost. Mikroplastikpartikel bleiben zurück und werden überall sein.

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"Zero Waste geht auch an meinen Tagen."
Lisa
Meine Lösung

Diese Beete habe ich gerade im Garten

Im Video könnt ihr sehen, was bei mir im Garten gerade wächst.

Was können wir tun, um diese Entwicklung zu verhindern?

Jeder kann seinen Plastikkonsum verändern. Ich weiß, wie schwierig es sein kann. Wir haben auch noch sehr viele Baustellen. Aber nicht alles ist schwierig, auch wenn man zuerst den Eindruck hat. Man darf nur nicht alles so hinnehmen, es ist wichtig, dass man sich für Alternativen öffnet. Hier eine Auflistung, was wir bereits gegen den Plastikwahnsinn tun:

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  • Wieder Leitungswasser trinken, wir filtern es um eine noch bessere Qualität zu bekommen (Hormone, Schwermetalle, Pestizide, etc.) - so sparen wir Plastikflaschen und grundsätzlich Pfandflaschen
  • Loses Gemüse und Obst einkaufen - statt Plastiktüten, immer mehrere Gemüse-Netzbeutel zum Einkauf mitnehmen
  • Keine Wegwerf-Hygieneprodukte mehr - stattdessen waschbare Binden, Taschentücher und Wattepads
  • Keine Getränkekartons mehr kaufen - Pflanzenmilch wird selbst gemacht
  • Kosmetikprodukte stark reduzieren, Haare waschen nur mit Roggenmehl und Wasser
  • Bei Neuanschaffungen wird auf plastikreduzierte oder plastikfreie Alternativen gesetzt
  • Gegenstände aus Plastik werden nicht weggeworfen, sondern so lange wie es geht weiter verwendet, um Ressourcen zu schonen

Ich weiß nicht, ob wir unsere Welt komplett plastikfrei machen können. Aber wir könnten unseren Plastikkonsum stark reduzieren. Wichtig ist mir auch an dieser Stelle darauf zu achten, dass ich achtsam bin. Nicht jede plastikfreie Lösung ist für mich auch eine ethisch gute Lösung. Wenn Tiere dafür leiden müssen, ist das für mich ebenfalls keine gute plastikfreie Alternative. Deshalb muss man immer gut abwägen. Vieles jedoch lässt sich wunderbar umstellen, ohne dass es "weh tut". Man muss es nur wollen. Verbinde dich mit der Kraft der Natur. Welche Zukunft wünscht du dir? Ist das nicht ein tolles Ziel, direkt mit der Veränderung anzufangen? Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 16. Juni 2019 veröffentlicht.

Jumbo 24.7.2019 um 9:46
Toller Garten
Lisa von ich lebe grün! 10.8.2019 um 12:49
Hallo Jumbo,
vielen Dank! :-) Hast du einen Garten oder Balkon?
Liebe Grüße,
Lisa