Mehr Zeit am Morgen mit den 5 besten Tipps

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Wenn der Tag bereits mit viel Stress und Hektik anfängt, ist die Grundstimmung vorprogrammiert. Wir hören überall den gleichen Satz: „Nimm dir morgens Zeit für dich, um entspannt in den Tag zu starten“. Aber wie soll das gehen? Wenn man nicht nur für sich selbst sorgen, sondern jeden Morgen auch noch die ganze Familie managen muss, ist das gefühlt unmöglich. Es grenzt an Zauberei, wenn man morgens freie Zeit für die eigenen Bedürfnisse hat. Aber mit etwas Organisation und neuen Tricks lässt sich mehr Zeit und Ruhe gewinnen.

Tipps für mehr Zeit am Morgen

1. Früher aufstehen

Ich sehe es gerade an Lars von Rohe Energie – auf seinem Instagram Account postet er seit ca. zwei Wochen voller Stolz seine Aufstehzeit. Er hat es geschafft, jeden Tag um 5 Uhr aufzustehen, oft ist er von selbst schon früher wach. Er hat drei Kinder, arbeitet selbstständig an diversen Projekten und ich kann euch versichern, er hat richtig viel um die Ohren. Lars berichtet, dass er nun viel mehr Zeit für sich hat. Er geht jeden Morgen eine Stunde spazieren (oder Nordic Walking) und wenn er zurückkommt, hat er immer noch reichlich Zeit, bis der „Alltag“ beginnt. Er wirkt ausgeglichener und glücklicher. Natürlich muss man abends früher ins Bett gehen, damit man mehr Zeit hat. Ich habe überlegt, ob das realistisch ist und komme zu dem Ergebnis: JA! Denn ich bin zum Beispiel abends gar nicht mehr richtig produktiv. Ich bin ein Morgenmensch. Statt einfach früher schlafen zu gehen, surfe ich einfach im Internet. Ich muss mir nichts vormachen: Ich werde abends nur selten Sport machen. Höchstens schaffe ich es, das Chaos vom Tag in der Wohnung zu beseitigen und dann umzufallen. Wenn man weiß, dass man jeden Morgen eine oder zwei Stunden nur für sich hat, ist das ein tolles Gefühl. Was man alles in dieser Zeit schaffen kann! Sport, Lernen oder einfach nur entspannen – alles ist möglich!

2. Minimalismus, zuerst im Kleiderschrank

Seit ich nur die Teile im Kleiderschrank habe, die ich liebe, brauche ich sehr wenig Zeit, um meine Kleidung auszusuchen. Die meisten Teile, die ich habe, passen wunderbar zusammen. Früher stand ich lange vor dem Schrank und wusste nicht, was ich anziehen sollte. Heute ist das anders. Ich brauche nicht einmal eine Minute. Fertig. Bei meinem Mann und bei meiner Tochter im Kleiderschrank sieht es auch minimalistisch aus. Das Anziehen ist bei uns nie ein großes Thema. Wenn meine Tochter sich anzieht, passen auch bei ihr in der Regel alle Sachen zusammen, so spart man sich Diskussionen am Morgen. Und das Thema Minimalismus kann noch mehr. Je weniger Sachen wir haben, je mehr Luft wir zum Atmen in unseren Räumen haben, desto weniger Zeit benötigen wir zum Suchen, Aufräumen und Sortieren. Ich weiß, wo mein Schlüssel liegt, wenn ich das Haus verlasse. Ich habe nur eine Handtasche. Alles ist so viel einfacher, wenn man endlich Durchblick hat.

Plane deinen Tag

3. Plane dein Essen

Wenn ich einen groben Plan habe, was ich während der Woche essen möchte und vor allem, was ich zum Frühstück auftische, macht mich das deutlich entspannter. Ich experimentiere nicht herum, ich bin gut vorbereitet und habe mehr Zeit für mich. Ebenso ist es sehr hilfreich, das Essen am Abend vorher zu planen und eventuell zuzubereiten. Wenn ich früh aus dem Haus muss und meinen grünen Smoothie mitnehmen möchte, schneide ich das Obst und Gemüse bereits am Abend und muss es nur noch am Morgen in den Mixer tun. Amaranthbrei koche ich auch abends, zum Frühstück muss nur noch Mandel- und Dattelmus rein. Vielleicht weißt du, ich mache seit einiger Zeit Intervallfasten. Jetzt nicht ganz regelmäßig, aber immer wieder. Da ich erst um 11 Uhr frühstücke, habe ich persönlich automatisch mehr Zeit für mich, da das Essen an sich wegfällt bzw. sich in die Mittagsstunden verschiebt.

4. Nur wichtige Dinge

Ich ertappe mich manchmal, wie ich plötzlich Nachrichten beantworte oder auf Instagram surfe, anstatt mich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern. Das passiert, wenn ich an meinem Handy etwas nachschauen muss, dann aber „ganz zufällig“ eine Nachricht sehe und mich so ablenken lasse. Dann habe ich schon ganz vergesse, warum ich das Handy überhaupt in der Hand halte. Das Gleiche in der Küche: Ich will mir einen Tee machen, sehe aber, dass die Töpfe noch weggeräumt werden müssen. Was mache ich? Ich räume sie weg, vergesse mir den Tee zu kochen und fühle mich schon wieder gestresst. Wenn man sich dessen bewusst wird, schafft man es immer besser, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren, ohne Ablenkung zwischendurch.

5. Sage NEIN, wenn du Zeit brauchst

Es ist mir früher sehr schwer gefallen, nein zu sagen. Auch heute muss ich mich immer wieder an die Nase fassen, wenn ich ja sage, obwohl ich nein meine. Zu oft möchte ich meine Mitmenschen nicht enttäuschen. Wenn man jedoch zu oft ja sagt und sich dadurch immer schwerer und belasteter fühlt, hilft es keinem – vor allem nicht mir. Mit jedem nein schaffe ich mir mehr Zeit für mich. Es soll nicht heißen, dass man nur noch an sich selbst denken sollte. Aber mal ganz ehrlich: Die wenigsten von uns denken nur an sich selbst. Ich kenne dieses Problem von so vielen umgekehrt. Sie sagen ja, auch dann, wenn sie eigentlich nicht können und Zeit dringend für sich selbst benötigen, die sie in andere investieren.

Hast du noch Tipps, wie man gelassener und mit mehr Zeit in den Tag starten kann? Schreib mir einen Kommentar, ich würde mich sehr freuen! Liebe Grüße, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 15. November 2018 veröffentlicht.