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Tagescreme selber machen für Anfänger - vegan und einfach

Eine Creme selbst zu machen ist sehr einfach! Vor vielen Jahren habe ich damit angefangen, denn ich konnte einfach nicht glauben, dass ich selbst bestimmen kann, welche Zutaten meine Gesichtscreme beinhalten soll. Außerdem kam mir das Rühren einer Creme wie Zauberei vor - kriege ich auch diese cremige, weiße und feuchtigkeitsspendende Masse hin? Eines Abends traf ich mich mit einer guten Freundin und wir probierten es einfach aus. Zu zweit machte es einfach mehr Spaß und die Rohstoffe konnten wir uns einfach teilen - wir hatten zum Glück beide einen ähnlichen Hauttyp. Das Ergebnis hat uns nicht nur positiv überrascht, sondern auch geprägt. Seit dem greifen wir entweder auf Naturkosmetik zurück oder rühren uns unsere Creme selbst.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Damals war es nicht so einfach für Anfänger, alles richtig zu machen. Ich weiß noch, wie mühsam ich die Rohstoffe und die Rezepte zusammensuchen musste. Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahren auf dem Markt einiges getan! Als mich neulich Spinnrad gefragt hat, ob ich gerne ihr Anfänger-Set und ein Rezept ausprobieren möchte, sagte ich natürlich sofort zu. Das ist genau mein Thema! Ich begab mich auf die Suche nach einem passenden Rezept in ihrer Rezepte-Datenbank und war verblüfft, wie einfach man sich ein passendes Rezept heraussuchen kann. Dort kann man nicht nur einstellen, ob das Rezept vegan sein soll oder nicht, sondern auch welche Art von Rezept es sein soll und welche Zutaten man sich wünscht. Also Luxus pur - nicht nur für Anfänger!

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Nach längerer Qual der Wahl habe ich mich schließlich für eine Mango-Granatapfel-Tagescreme entschieden. Ich wollte schon immer eine Gesichtscreme mit Granatapfel ausprobieren. In kurzer Zeit erreichte mich das Anfänger-Zubehör-Set inkl. aller notwendigen Rohstoffe. Der Witz dabei ist folgender: Wenn man sich ein Rezept aus der Datenbank aussucht, muss man nur noch auf "Bestellen" drücken. Das Spinnrad-System denkt quasi für dich mit und schlägt passendes Zubehör vor, das man gebrauchen kann. Es ist so angenehm! Das Zubehör-Set ist sehr hochwertig. Damals hätte ich mir sowas auch gewünscht. Ich habe einfach irgendwelche Gläser und Löffel benutzt. Ohne Thermometer konnte ich nur grob arbeiten und meine Waage war leider nicht fein genug. Nun, wie gesagt: Schnee von gestern. Heute muss man nur die Lust haben, sich eine Creme selbst zu rühren! :-)

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Natürlich freut mich besonders die Tatsache, dass sehr viele Rezepte vegan sind und Spinnrad auf die genaue Kennzeichnung auch Wert legt. Ich bekam zwei Info-Hefte beigelegt, die mich nicht nur darüber informiert haben, auf was man bei der Vorbereitung zur Cremeherstellung achten sollte, sondern auch welche weiteren Rezepte vegan sind. Hier findet man eine Auflistung aller veganer Kosmetik-Rohstoffe von Spinnrad. Noch ein wichtiger Punkt über die Kosten. Aus den Zutaten, die man z.B. bei der Bestellung für dieses Rezept bekommt, kann man mindestens 6 Döschen je 50 ml Creme herstellen - also ca. 300 ml. In einer gekauften Packung sind in der Regel 30 bis 50 ml Creme drin. Außerdem müsste man, um weitere Cremes herstellen zu können, nur die eine oder andere Zutat nachbestellen - die anderen Zutaten reichen noch für weitere Einsätze.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass so ein Anfänger-Set wirklich Sinn macht und keine Verschwendung ist. Denn die genaue Dosierung bei der Cremeherstellung ist wichtig und die Hygienevorschriften müssen eingehalten werden. Somit erlebt man keine bösen Überraschungen, wie z.B. dass die Creme schnell umkippt oder einfach nicht gelingt. Nach dem ich alle Gerätschaften und die Arbeitsfläche gut mit Alkohol gereinigt und desinfiziert habe, fing ich mit der Fettphase meiner Tagescreme an. Wer streng nach einem Rezept vorgeht, muss keine Ahnung haben, wie eine Creme aufgebaut ist. Man befolgt einfach den Anweisungen. :-) Bis auf die Mangobutter wiege ich die Zutaten mit meiner (heute mechanischen) Feinwaage ab und gebe sie in den feuerfesten Glasbehälter. Die Mangobutter soll erst später hinzugefügt werden, quasi in die Restwärme. Dafür wird dann noch das Thermometer benötigt.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

In das zweite Becherglas kommt einfach nur Wasser - entweder Leitungswasser, destiliertes Wasser oder Rosenwasser. Aber bitte abgekocht! So reduziert man die Keimbelastung. Beide Gläser kommen in einen Topf mit etwas Wasser und müssen nun auf dem Herd warm werden.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Nach und nach schmelzen die Zutaten. Dabei rührt man vorsichtig mit dem Glasrührstab um. Sobald das Wasser anfängt zu sieden, nimmt man den Topf vom Herd und misst die Temperatur in der Fettphase. Ist sie bereits bei ca. 70 °C? Dann wird es Zeit, die Mangobutter hinzuzufügen. Diese schmilzt ziemlich schnell in dem warmen Öl.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Ganz einfach geht es weiter. Eine Schale mit kaltem Wasser stellt man schon mal bereit. Die beiden Gläser mit der Fett- und Wasserphase werden zusammengemischt. Dabei schüttet man nach und nach das Wasser in das Öl und rührt permanent sehr zügig mit dem Glasrührstab um. Das macht man ungefähr 3 Minuten lang, anschließend kann der Glasbecher in das kalte Wasserbad gestellt werden. So kühlt die Creme noch schneller ab und man muss nicht so lange rühren.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Man kann bei der ganzen Rührerei auch einen Milchschäumer oder sogar ein Handrührgerät (aber mit nur einem Schneebesen) benutzen. Es geht jedoch auch sehr gut mit einem Glasrührstab. Ich kenne alle drei Methoden und würde sagen, dass jede ihre Vor- und Nachteile hat. Mit einem Schneebesen kriegt man die Creme noch ein wenig luftiger hin, aber das hängt auch zusätzlich sehr stark davon ab, welche Zutaten man verwendet. Bei diesem Rezept hat ein Glasrührstab perfekt funktioniert.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Wenn die Creme handwarm geworden ist, können nun die restlichen Zutaten wie Wirkstoffe hinzugegeben werden. Diese werden gerne getropft, da die Mengen deutlich kleiner sind als bei der Fett- oder Wasserphase. Gedanken sollte man sich auch über die Konservierung einer Gesichtscreme machen. Bei meinem Rezept war auch bereits ein Konservierungsmittel dabei (ist für Naturkosmetik zugelassen). Es kommt wieder sehr stark darauf an, wie lange eine Creme haltbar gemacht werden soll und wie sie gelagert wird. Steht sie im Kühlschrank und wird sie schnell verbraucht, könnte man sogar auf einen Konservierungsstoff verzichten - sie könnte bis zu 2 Wochen ohne Probleme halten. Wird sie aber im warmen Badezimmer hingestellt und innerhalb von 6 Monaten verbraucht, sollte ein Konservierungsmittel eingesetzt werden.

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Nun ist die Tagescreme fertig gerührt. Abfüllen kann man sie entweder in Pumpspender oder in Cremedosen. Ich persönlich bevorzuge Cremedosen aus Glas, weil ich sie einfach immer wieder verwende. Pumpspender (meistens aus Plastik) haben den Vorteil, dass sie hygienischer sind. Da man nicht mit den Fingern hineinfasst, sondern die Creme durch das Pumpen hinausbefördert, gelangen deutlich weniger Bakterien hinein. Anfängern würde ich zuerst sogar Pumpspender empfehlen. Natürlich sollten alle Behälter vorher mit Alkohol gereinigt werden!

Vegane Gesichtscreme selber machen - Tagescreme

Damit man nicht durcheinander kommt, sollte die fertige Creme beschriftet werden. Bei einer Creme mag es zwar noch einfach sein, aber sobald man mehrere gemacht hat, kommt man doch schnell durcheinander. Ein Vermerk mit dem Herstellungsdatum ist sehr hilfreich für später. Die frische Creme fühlt sich zuerst noch flüssiger an. Wenn sie aber mindestens zwei Tage geruht hat, bekommt sie ihre endgültige Konsistenz und Wirkung.

Fazit: Hat mir die selbstgemachte Creme gefallen?

Ich benutzte sie bereits einige Tage und sie ist wirklich sehr angenehm auf der Haut. Ich habe sie extra zusätzlich mit kaltgepresstem Jojobaöl hergestellt, da ich sie gerne auch als eine Nachtcreme benutzen wollte. Meine Haut ist trocken und freut sich immer über ausreichend Pflege. Ich kann euch das Rezept auf jeden Fall empfehlen! Ich hoffe sehr, dass ich euch zum Creme-Selbermachen inspirieren konnte. Probiert es doch einfach aus!

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 22. April 2017 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

Persönliche Nachricht an lisa@ichlebegruen.de

Anfragen und Kooperationen
Monika 29.1.2018 um 9:03
Ich bin neu hier und spezaliesiere mich auf Naturkosmetik bekommt man hier auch rezepte?
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 31.1.2018 um 10:27
Hi Kora,
in anderen Beiträgen gibt es ein-zwei Rezepte, auch bei Spinnrad gibt es viele Rezepte online. Ich wünsche dir viele tolle Ergebnisse!
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Kora 06.8.2017 um 13:29
Mega einfach.
Antworten
Steffi 29.4.2017 um 20:44
Liebe Lisa,
danke für den Tipp mit der Rezepte-Datenbank und dem Anfängerset von Spinnrad, das ist eine klasse Idee. Ich habe auch schon mal überlegt, Creme selbst zu machen, aber es ist genau daran gescheitert, dass mir das Bestellen von zig Zubehör-Teilen aus 35 Onlineshops zu kompliziert war. Jetzt kann ich mich endlich mal dran machen :)
LG Steffi
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 05.5.2017 um 14:59
Liefe Steffi,
das freut mich! Genau, mir ging es früher auch so, deshalb war ich total überrascht, wie einfach das heute gehen kann. :-) Berichte, was du dir schönes gerührt hast.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
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