Warnung: Wasser nur einmal aufkochen!

Aktualisiert am 21. Januar 2023
Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich habe neulich einen Tipp gelesen, dass man das übrig gebliebene Wasser vom Vortag im Wasserkocher nicht ein zweites oder sogar drittes Mal aufkochen soll. Zum Glück habe ich das ganz oft intuitiv richtig gemacht. Aber wo genau ist das Problem?

Rückstände im Wasser sind der Grund

Ich habe mir einige Bedienungsanleitungen diverser Wasserkocher-Hersteller angeschaut und tatsächlich auch diesen Hinweis gefunden. Es wird geraten, zum Kochen nur frisches Wasser zu verwenden und auch kein übrig gebliebenes Wasser aufzukochen oder über einen längeren Zeitraum im Wasserkochern stehenzulassen. Warum, wird nur sehr kurz oder gar nicht erklärt. Meine Recherche ergab, dass das Wasser im Wasserkocher – je länger es steht oder öfter aufgekocht wird – stärker mit diversen Stoffen belastet sein kann.

Wasser nur einmal aufkochen

Im Artikel Mikroplastik im Wasserkocher – erschreckendes Ergebnis habe ich schon geschrieben, dass bei diversen Plastikwasserkochern auch bereits beim ersten Mal Wasser kochen kleine Mikroplastikpartikel im Wasser gefunden wurden. Ähnlich verhält es sich auch mit weiteren Substanzen, die ins Wasser übergehen, wenn es länger mit dem Material im Kontakt ist. Da das Wasser im Wasserkocher zusätzlich stark erhitzt wird, können noch mehr Stoffe gelöst werden. Bei Plastikwasserkochern besteht die Gefahr – auch wenn die Hersteller heute deutlich nachgebessert haben – dass Spuren von Bisphenol A im Wasser landen. Bei Edelstahlwasserkochern ist das z. B. Nickel. Ich denke, das sind nur zwei Substanzen, die man gerne laut nennt – was tatsächlich noch drin ist und in welcher Konzentration, kann man nur in einem Labor mit viel Geld herausfinden.

Wir trinken Leitungswasser, filtern es jedoch vorher bereits mit unserem Wasserfilter. Damit fühle ich mich gut und sicher. Wir haben einen Edelstahlwasserkocher und intuitiv habe ich immer frisches Wasser zum Kochen verwendet. Grundsätzlich kochen wir nur so viel Wasser auf, wie auch verbraucht wird – das ist stromsparender. Übrigens, was für den Wasserkocher gilt, ist auch für Kochtöpfe nicht verkehrt. Vor jeder Anschaffung stellen wir uns heute die Frage, wie die Qualität des Produktes ist und woher es kommt. Ebenfalls, ob das Produkt auf Schadstoffe geprüft wurde. Vielleicht kann man dadurch das eine oder andere im Vorfeld verhindern.

Beitrag von Lisa Albrecht am 29. September 2019 veröffentlicht und am 21. Januar 2023 aktualisiert.