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Den ökologischen Fußabdruck verbessern im Garten

Heute startet eine kleine Serie von Artikeln, die euch zeigen sollen, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck in verschiedenen Lebensbereichen verbessern. Den Anfang macht unser Garten. Sehe die folgenden Tipps nicht als eine vollständige Auflistung an, denn es gibt in jedem Bereich unzählige Möglichkeiten, umweltfreundlicher zu leben. Also lasst euch inspirieren und vergesst DIN-Norm-Lösungen. Kreative und ungewöhnliche Ideen sind gefragt!

Zaun bauen - Vorhandene Materialen recyceln

Wir brauchten einen Zaun, der unsere Beete vor den Hunden schützt. Hundepfoten zertrampeln schnell kleine Pflänzchen, oder es werden Löcher gegraben bei der Mäusejagd. Es ist sogar schon vorgekommen, dass unser Hund komplette Erbsenpflanzen mit Schoten weggefressen hat. Ein Zaun ist somit unverzichtbar. Ein fertiges Zaunsystem kam nicht in Frage, allein schon wegen der sehr hohen Kosten. Außerdem sollte es eine flexiblere und schnelle Variante werden. In der Gartenabteilung des Baumarkts wurde nur behandeltes Holz angeboten. Dieses kann dann später nur als Sondermüll entsorgt werden. Ich war froh, als ich in unserem Schuppen zwei uralte Holz-Leitern entdeckte, die niemand mehr brauchte. Eine Leiter war schnell auseinander genommen und zu Zaunpfählen verarbeitet. Dieses Beispiel hat mir wieder einmal gezeigt, dass man aus vorhandenen Materialien einiges machen kann. Jeder Neukauf sollte möglichst vermieden werden, denn die Herstellung verbraucht Material und Energie und der Transport ist auch eine nicht zu unterschätzende Umweltbelastung.

Zaun bauen

Rasen ausbessern - Alternative zum Samenkauf

Unser Rasen hat in den letzten Jahren ein paar kahle Stellen bekommen. Das hing hauptsächlich mit unserem pflegebedürftigen Hund zusammen, denn zu viel Urin schadet den Pflanzen. Nun war es an der Zeit den Rasen wieder zu vervollständigen. Ich schaute mich nach Grassamen um, doch dann entdeckte ich etwas in unserem Garten. Auf unserem Grabland sind über den Herbst und Winter einzelne Grasbüschel gewachsen. Im Handumdrehen hatte ich mit einer kleiner Harke die Grasbüsche inkl. Wurzeln aus dem Boden gelöst und konnte sie einfach in die nackten Flecken auf unserem Rasen einpflanzen. Das wars, Problem gelöst. Und das Schöne daran ist, ich musst nicht extra in einen Baumarkt fahren oder eine Bestellung tätigen. Neben dem positiven Umwelteffekt, habe ich auch noch mehr Zeit im Garten verbracht und etwas für meine Gesundheit getan.

Rasen ausbessern

XXL-Kompost anlegen - natürlicher Selbstbau

Leider nutzen viele Gartenbesitzer die grüne Tonne für ihre biologischen Abfälle. Dann fahren sie in den Baumarkt und kaufen sich in Plastiksäcken neue Erde. Es geht doch viel einfacher mit einem eigenen Kompost. Er spart nicht nur Geld und schont die Umwelt, sondern man weiss auch ganz genau, was in der neuen Erde drin ist. Schließlich sollen unsere Lebensmittel in dieser Erde wachsen. Da unser kleiner Kompost irgendwann einfach voll war, musste neues, größeres Modell her. Im Baumarkt und im Internet begegneten unendlich viele Plastikvarianten. Die Holzmodelle waren alle behandelt, damit sie gegen Feuchtigkeit resistent sind. Leider werden sie dadurch auch zum Fall für den Sondermüll. Es musste wohl oder übel wieder ein Selbstbau werden. Die Grundkonstruktion bildete ein unbehandeltes Holzgerüst. Um das Nässeproblem zu minimieren, steht dieses auf vier Steinen, also nicht direkt auf der nassen Erde. Die Seiten habe ich mit Estrichgittern verschlossen. Obwohl einige Leute dieser Konstruktion kritisch gegenüber standen, hält der Kompost bis heute sehr gut. Er erfüllt seinen Zweck und wenn er mal kaputt geht, kann das Holz kompostiert oder als Feuerholz genutzt werden. Die Metallgitter können einfach für das nächste Projekt verwendet werden.

XXL-Kompost bauen

Die richtigen Werkzeuge für den Garten - Muskelkraft trainieren

Seit einiger Zeit beobachte ich die Tendenz beim Gärtnern, dass für jede Aufgabe ein spezielles elektisches Gerät verwendet wird. Früher kamen die Menschen noch mit ihrem Rasenmäher aus. Heute gibt es elektische Heckenscheren, Laubsauger, Trimmer, Kettensägen, Bodenauflockerer usw. Zum einen machen diese Geräte viel Lärm, der die gesamte Nachbarschaft negativ beeinflusst. Auf der anderen Seite verbraucht die Herstellung all dieser Helfer unglaublich viele Resourcen. Und das Schlimmste ist, dass meist minderwertige Discounter-Qualität gekauft wird, die spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr funktioniert. So entstehen zusätzlich riesige Müllberge. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man für die Gartenarbeit nur wenige rein mechanische Werkzeuge braucht. Ich nutzt gerne für die groben Arbeiten eine einfache Gartenschere*, eine solide Astschere*, eine zuverlässige Astsäge* und einen stabilen Spaten*. Alles ohne Motor und nur mit Muskelkraft betrieben. Somit tut man etwas für die eigene Fitness, schont die Ohren seiner Mitmenschen und schützt die Umwelt.

Ich bin mir sicher, dass ihr für euren Garten auch umweltfreundliche Ideen habt. Schreibt mir einen Kommentar, welche Lösungen ihr bereits umgesetzt hat und was vielleicht auch nicht klappte. Ich bin gespannt! Viel Spaß bei der Umsetzung. Euer Paul.

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Dieser Beitrag wurde von Paul Albrecht am 18. April 2018 veröffentlicht.

Paul Albrecht

Paul Albrecht

Gründer & Programmierer

Ich bin 34 Jahre alt und kümmere mich um alle technischen Aspekte. Außerdem arbeite ich an einer Karte für alternative Schulen. Wenn ich die Tastatur ruhen lasse, genieße ich Streifzüge durch die Natur mit meiner Familie.

Persönliche Nachricht an paul@ichlebegruen.de

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