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Schöner Schein: Wie das vegane Image missbraucht wird

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Es ist Samstag vormittag. Ich erledige in einer Fahrgemeinschaft meinen Wocheneinkauf. Ich freue mich über die größer werdende Vielfalt frischer Ware, es gibt endlich deutsche Bio-Erdbeeren und auch leckere Wassermelonen. Entspannt gehe ich durch die Supermarkt-Regale, mein Einkaufswagen ist bereits richtig voll und der Einkaufszettel abgearbeitet. Die Wartezeit nutze ich, um Neues zu entdecken. Ich stehe vor einem Kühlregal. Unglaublich, was für eine Auswahl! Plötzlich werde ich auf einen Lupinendrink Natur von Made with luve aufmerksam. Begeistert greife ich zu, denn das ist doch eine echte Alternative zu unserem in der Regel gekauften Soja-Reis-Drink. Genau in diesem Moment kommt mein Schwiegervater zu mir und sieht mich mit der Pakung in der Hand stehen. Ich bin Feuer und Flamme für das neue Produkt und zeige es ihm. “Schau mal, es gibt hier sogar einen Lupinen-Drink! Der ist bestimmt auch super für Leute, die Soja nicht vertragen.” Wir schauen gemeinsam auf die Zutatenliste. Das ist bei mir Standard. Denn ich kaufe nur vegane Produkte und will wissen, was drin ist. Wir fangen gemeinsam an zu lesen und sind entsetzt: An erster Stelle steht Wasser, was an sich völlig in Ordnung ist. Anschließend geht es aber los mit Maltodextrin, Kokosfett, Lupinen Eiweiß (2,3 %), Zucker, Säureregulator Kaliumphosphate und Stabilisator Gellan. Puh, wollte ich nicht einfach nur einen Lupinendrink? Also, Wasser mit Lupinen. So wie auch unser Soja-Reis-Drink. Da ist nicht viel drin. Das Wort “Natur” auf der Verpackung hat mich richtig getäuscht. Mein Schwiegervater fängt an zu lachen und sagt: “Na, und das soll gesund sein?” Das ist eine berechtigte Frage und irgendwie auch gleichzeitig eine Antwort. Und mich lässt der Gedanke nicht los, in dieser Richtung weiter nachzuforschen.

Lupinendrink Natur von Made with luve
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Lisa
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Pflanzendrinks von Alpro und Zustatzstoffe

Ich schaue mir einige Produkte anderer Hersteller an. Zum Beispiel den Sojadrink Original + Calcium von Alpro, einer sehr beliebten Marke. Die Zutatenliste sieht folgendermaßen aus: Wasser, geschälte Sojabohnen 5,9 %, Zucker, Tricalciumphosphat, Säureregulator (Monokaliumphosphat), Meersalz, Aroma, Stabilisator (Gellan), Vitamine (Riboflavin (B2), B12, D2). Ich weiß, es gibt von Alpro zwar auch "ungesüßte" Alternativen wie "Sojadrink Ganze Bohne ungesüßt", aber auch da sind neben Wasser und geschälten Sojabohnen unter anderem zwei Säureregulatoren (Monokaliumphosphat, Dikaliumphosphat), Calciumcarbonat und Maltodextrin drin. Ich möchte euch nicht mit Zutatenlisten langweilen, aber auch in fast jedem veganen Fleischersatzprodukt habe ich Hefeextrakt, Weizeneiweiß (Gluten), Zucker, Aromen und sogar Farbstoffe gefunden.

Ist uns wirklich egal, was wir da essen?

Mir wurde klar, dass vielen Menschen vermutlich nicht bewusst ist, was sie da eigentlich essen. Sie vertrauen den schönen Verpackungen, dem Vegan-Logo mit der Blume, den Werbesprüchen. Auch der Geschmack hat sie voll im Griff. Aber ganz ehrlich: Werden wir da nicht ein wenig manipuliert?

Siegel und Logos

Beim Zuckerkonsum werde ich ganz kribbelig

Nach dem ich bereits früher Bücher von Hans-Ulrich Grimm wie Zucker: Garantiert lebensgefährdend und Die Suppe lügt: Die schöne neue Welt des Essens gelesen habe, sehe ich die zugesetzen Inhaltsstoffe wie z.B. Zucker, Hefeextrakt und Aroma viel kritischer als zuvor. Mit dem Zucker, und damit meine ich den typischen Haushaltszucker, habe ich sehr persönliche Langzeit-Erfahrungen gemacht. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man völlig auf zugesetzten Zucker verzichtet. Wenn man dann aber ein wenig Zucker zu sich nimmt (bewusst oder unbewusst), merkt man die aufputschende, berauschende und richtig süchtig machende Wirkung. Ich wurde jedes Mal unruhig, kribbelig und verspürte ein Verlangen nach viel mehr.

Was macht Aroma mit unserem Körper?

Aromastoffe finde ich in sofern schlimm, weil sie uns etwas vormachen. Auf Seite 31 im Buch "Die Suppe lügt" von Hans-Ulrich Grimm fand ich eine gute Zusammenfassung über die Funktionen der Aromastoffe. Zitat: "Geschmack und Geruch informieren uns darüber, wie etwas beschaffen ist. Der Geschmack kommt ja gemeinhin aus den einzelnen Substanzen, bei einer Bouillon beispielsweise, die auch "Kraftbrühe" genannt wird, aus dem Fleisch, aus Sellerie, Möhren, Zwiebeln, Lauch. Wenn der Mensch nun, mit den Mitteln der Chemie, nur vorgespiegelt bekommt, er äße Bouillon, in Wahrheit aber isst er eigentlich nur Wasser mit chemisch erzeugten Geschmacksillusionen, dann fehlt ihm etwas, nämlich all das, was Kraft macht. Und sein Körper nimmt, langfristig, schaden." Klingt sehr einleuchtend und logisch. Wir lügen uns was vor, wenn wir Aromen essen.

Ist ein natürlicher Geschmack nicht gut genug?

Was ist mit dem Hefeextrakt, also dem klassischen Ersatz für den Geschmacksverstärker Glutamat? Er hat eine hohe geschmacksverstärkende Wirkung und wird gerne vermehrt in Bio-Produkten als Zutat eingesetzt. Spannend finde ich auch, dass Hefeextrakt nicht immer mit "Hefeextrakt" deklariert werden muss. Auch die Bezeichnung "natürliches Aroma" ist zugelassen. Das aber nur laut Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände unter ganz bestimmten Bedingungen. Für die Unternehmen ist Hefeextrakt insofern interessant, weil sie das Produkt mit der Angabe "ohne Geschmacksverstärker" bewerben können, da er zu den Füll- und Hilfsstoffen gehört. Warum sollte man aber diese essen? Ich möchte meinem Körper etwas Gutes tun und ihn mit hochwertigen Nährstoffen und nicht mit Füllstoffen versorgen.

Zucker ist ungesund

Lebensmittel aus Designer-Zusätzen

Was ist aber mit dem Auslöser der ganzen Geschichte, dem Lipinendrink? Da ist mehr Maltodextrin als Lupineneiweiß drin. Hans-Ulrich Grimm, Autor des Titels "Die Suppe lügt: Die schöne neue Welt des Essens", erklärt auf Seite 113 die Zutat Maltodextrin folgendermaßen: "Maltodextrin, ein Designerzusatz, der in der Natur nicht vorkommt und in der Nahrungskette vor allem wegen seiner technologischen Fähigkeiten vertreten ist. Er wirkt als Stabilisator, Füllstoff, Verdickungsmittel, auch zur Konservierung, oder als Trägersubstanz für Aromen. Auch Maltodextrin treibt den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe. Der sogenannte glykämische Index von Maltodextrin liegt bei bis zu 120 - höher als beim normalen Haushaltszucker (70) oder Dextrose / Traubenzucker (100)."

Gesundheit und Tierschutz, geht das zusammen?

Beobachtet ihr auch, so gerne wie ich, die Einkaufswagen anderer? Es ist bei mir in letzter Zeit ein richtiges Hobby geworden. Ich sehe viele Menschen, die verstärkt darauf achten, gesund einzukaufen. Sie lassen tatsächlich die vielen Milch- und Fleischprodukte weg. Um das Weggelassene aber auszugleichen, greifen sie zu Alternativen, wie zum Beispiel veganen Ersatzprodukten. Für mich ist es ein Paradox. An sich wollen die meisten Menschen, die auch zu Fleisch- und Milchersatzprodukten greifen, ein Stück gesünder und bewusster leben. Doch anstatt sich ernsthaft mit der gesunden Ernährung zu beschäftigen und offen für Neues zu sein, kaufen sie stark verarbeitete Produkte. Sie erwarten, dass diese geschmacklich möglichst nah am Original sind. Natürlich muss dann ein Chemiebaukasten her, oder zumindest Teile davon. Es ist zwar lobenswert, dass nun für den Konsumenten, der Fleisch- oder Milchersatz kauft, keine sogennanten Nutztiere ausgebeutet werden. Doch der eigenen Gesundheit tut man damit nicht wirklich einen Gefallen. Klar, hier kann jeder selbst abwägen, was einem wichtig ist. Ich kenne auch die Argumentation, dass die Ersatzprodukte vor allem in der Umstellungszeit gute Dienste leisten und später gar nicht mehr konsumiert werden. Das kann gut sein. Aber ich finde auch, dass man nicht das erste Beste kaufen sollte, nur weil das Produkt gerade bequem verfügbar ist. Übrigens, Bio-Ersatzprodukte haben strengere Vorgaben und in der Regel etwas kürzere Zutatenlisten, aber auch das ist kein Garant für ein gesundes Produkt.

Essen wir auch Ersatzprodukte?

Wir trinken sehr häufig Milchersatzprodukte, Soja-Reis- oder Mandeldrinks. Vielleicht sollte man sich die Frage stellen, warum man Ersatzprodukte überhaupt kauft. Wenn einem die eigene Gesundheit wichtig ist, sollte man mehr Bewusstsein für diese Thematik entwickeln. Ich will ja gar nicht die vielen Ersatzprodukte verteufeln. Auch ich kaufe sie und lasse sie mir schmecken. Dagegen spricht auch nichts. Sehr schade finde ich aber, wenn man einfach Fleisch oder Milch eins zu eins gegen ähnliche vegane Produkte austauscht. Unsere Geschmacksnerven sind in der Lage, sich zu verändern und neue Geschmacksrichtungen dankend anzunehmen. Unter einem bewussten Konsumverhalten verstehe ich, Produkte mit möglichst kurzen Zutatenlisten und in Bio-Qualität zu kaufen. Auf dem täglichen Esstisch sollten möglichst unverarbeitete, vollwertige und frische Lebensmittel landen. Wir sind selbst für unser Einkaufsverhalten verantwortlich. Nur, weil einem etwas schmeckt, muss es noch lange nicht gegessen werden. Oder geben wir unseren Kindern zum Beispiel Süßkram ohne Ende? Nein. So verhält es sich meiner Meinung nach auch mit den Ersatzprodukten.

Soja-Joghurt von Sojade - Zutatenliste
Soja-Joghurt von Sojade - Zutatenliste

Welche Ersatzprodukte kann man denn noch essen?

Wir kaufen nur ganz bestimmte Joghurtalternativen, Pflanzendrinks und Fleischersatzprodukte. Wichtig ist mir, dass sie ohne die vielen Zusätze sind. Man kann sie leider nicht in jedem Supermarkt kaufen, obwohl unser tegut-Supermarkt schon sehr gut sortiert ist. Ich weiß auch, warum Alpro so beliebt ist. Diese Marke gibt es nun mal fast überall und jeder kann bequem zugreifen. Aber spätestens dann, wenn die Umstellungsphase vorüber ist, sollte man sich nach Alternativen umsehen. Da gibt es zum einen die Bio-Marke Provamel. Mit deren Zutaten in diversen Produkten bin ich zufrieden und empfehle sie immer als eine gesündere Alternative. Im Provamel Soya-Drink Natural sind in der Tat nur Wasser und Sojabohnen drin. Im Soya-Drink Calcium wird statt Zucker Apfeldicksaft zugesetzt und aus der Alge Lithothamnium calcareum stammt der Calciumzusatz. Generell sind die Zutenlisten kurz. Übrigens, eine leckere Mandelmilch (zum Rezept) könnt ihr auch selbst machen. Ich habe auch das DIY-Buch "Vegane Milchprodukte" in einem anderen Artikel vorgestellt. Der Joghurt von Sojade ist ohne Zucker, ihn gibt es bei uns im Supermarkt und wir kaufen ihn ab und zu. Er schmeckt ausgezeichnet, ich löffel ihn gerne pur. Das gleiche mit den Provamel-Pflanzendrinks- und Joghurts. Als Käsealternative sind wir beim selbstgemachten Cashewkäse angekommen. Sehr inspirierend ist das Buch Käse vegan (zu meiner ausführlichen Rezension), mit vielen spannenden Rezepten. Statt Würstchen kaufen wir ganz gerne Tofu, natur oder geräuchert. Es gibt auch weitere Tofu-Varianten in diversen Geschmacksrichtungen. In der Abteilung "Fertiggerichte" gibt es zum Beispiel Lupinenburger der Marke Alberts ohne Gluten und Geschmacksverstärker. Man kann auch sehr leckere Burger aus Kichererbsen (zum Rezept) selber machen, die sehr deftig schmecken.

Vegane Buchweizen-Kichererbsen-Bratlinge
Vegane Buchweizen-Kichererbsen-Bratlinge

Fazit: Fleisch- und Milchersatzprodukte - ja oder nein?

Jetzt kommt noch der berühmte Spruch: Die Dosis macht das Gift. Auch er ist so passend! Ich persönlich versuche so wenige verarbeitete und angereicherte Lebensmittel wie möglich zu mir zu nehmen. Mit ein wenig Recherche und Planung bekommt man eine gute Routine beim Einkauf. Oft reicht es schon, wenn man nur ganz bestimmte Dinge austauscht, die am Meisten "belastet" sind und oft gegessen werden. Das Essen ist für mich nicht nur eine nebensächliche Tätigkeit, sondern eine Wertschätzung gegenüber meinem Körper. Du bist, was du ißt - da bin ich mir zu 100 Prozent sicher.

Lasst euch inspirieren!

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 8. Juni 2016 veröffentlicht.

Lila 7.11.2016 um 17:57
Danke für deinen Beitrag. Ich denke Ersatz ist keine Lösung. Ohne Soja und Co müsste es auch möglich sein vegan zu leben. Ich versuche es jeden Tag aufs neue.
Peppino 6.7.2016 um 20:31
Pflanzendrinks (Reis- etc. pp) enthalten äußerst viel Zucker per 100 ml. Wie gelangt der (ohne Zuckerzugabe) dort hinein?
Ich werfe ins Rennen:
Aus der Stärkeverzuckerung hervorgegangen. Zentrale Rolle in diesem Prozess:
Enzyme. Überwiegend mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Weiterlesen
Nicht deklarationspflichtig.
Lecker, gell?
Lisa von ich lebe grün! 16.7.2016 um 19:10
Hallo Peppino,
das Thema ist auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen. Ich denke, ich müsste mal einen ausführlichen Artikel dazu machen. Danke für die Anregung.
Liebe Grüße von
Lisa
Ursula Fauland 10.6.2016 um 21:46
Liebe Anja ich habe die ganzen Pflannzenmilchsorten auch gerne gekauft schmecken mir auch alle doch da ich mich jetzt seit einen dreiviertel Jahr vegetarisch ernähre und auch teils von der Kuhmilch wegkomme trinke ich nur die Pflanzenmilch nur auf die Inhaltsstoffe muss ich sagen habe ich eigentlich nicht geschaut bloß mir ist es ehrlich zu teuer geworden weil günstig sind sie ja nun mal auch nicht deswegen habe ich mich dazu entschlossen die Milch selbst zu machen ist kostengünstiger und noch dazu frei von allen Zusatzstoffen und da ich sowieso eigentlich von Säften über Gemüseauftriche alles selber mache also wieso nicht. Weiterlesen Trotzdem finde ich es toll das du uns die ganze Wahrheit über die Gesunde Ernährung und deren Inhaltsstoffe erklärt hast.
Lisa von ich lebe grün! 13.6.2016 um 10:06
Liebe Ursula,
vielen Dank für dein Feedback!
Selber machen ist eine tolle Alternative und schärft unsere Sinne, wie ich finde. Gesund ist es meistens auch!
Viele Grüße,
Lisa
Yvonne 9.6.2016 um 17:02
Ich werde morgen auf jeden Fall in Ruhe durch die Regale stöbern! Provamel gibts bei uns glaub ich auch nicht im Supermarkt, Sojade hab ich noch nie gesehen, bei dem Namen scheidet das für mich eh aus! Ich hab ja eigentlich auch die codecheck-App, wie der Lupinendrink bei mir landen konnte, ist mir im Nachhinein ein Rätsel, es war wirkliche Zeitnot. Weiterlesen :/ Ansonsten dann beim Ausflug in die ,große Stadt' die Vorräte wieder auffüllen. LG und einen schönen Abend
Lisa von ich lebe grün! 9.6.2016 um 17:15
Liebe Yvonne,
ich bestelle manchmal auch im Internet auf Vorrat die Sachen. Reicht dann für eine längere Zeit. Da ist die Auswahl ziemlich gut und ich spare mir einiges an Nerven und Zeit. :-)
Liebe Grüße von
Lisa
Anja 9.6.2016 um 13:04
Genauso, wie Du, habe ich den Lupinendrink im Regal gesehen, Zutatenliste angeschaut und wieder weggestellt. Sehr guter Artikel. Ich finde mich absolut darin wieder und halte es bei Ersatzprodukten wie Du.
Lisa von ich lebe grün! 9.6.2016 um 14:13
Liebe Anja,
danke, also bin ich doch nicht die Einzige. :-) Kann sein, dass der Drink auch lecker schmeckt, wenn er mit diversen Zusätzen verfeinert wurde. Spannend finde ich, wie der Drink wohl schmeckt, wenn nichts drin ist, außer Lupinen und Wasser. Weiterlesen Vielleicht für den Hersteller auch eine Alternative... für Menschen, die Zusätze nicht möchten. Eine Marktlücke?
Liebe Grüße von
Lisa
Yvonne Seeling 9.6.2016 um 10:47
Hallo Lisa!
Danke für das Lupinen-Thema! Ich bin eine von denen, die Soya nicht vertragen, habe bei meinem letzten ganz schnellen Einkauf im Supermarkt zu diesem Drink gegriffen. Bei Erstbenutzung fiel mir dann diese Cremigkeit auf, die ich von meinem Haferdrink sonst nicht kenne. Weiterlesen Da hab ich mir dann die Zeit genommen und in Ruhe die Zutatenliste studiert und ich war wirklich entsetzt. Zum Glück ist die Packung jetzt leer, Nachschub gibts garantiert keinen mehr. Und beim morgigen Einkauf werde ich ganz sicher länger brauchen!! Für uns Landeier ist es halt immer mit ziemlich viel Fahrerei verbunden, die wirklich gut ausgestatteten Biomärkte sind eher in den größeren Städten zuhause, man selbst ist dann schon froh, wenn man in einem gängigen Supermarkt eine Alternative findet. Aber es ist wohl für alle ein Lernprozess....
Lisa von ich lebe grün! 9.6.2016 um 14:08
Liebe Yvonne,
vielen Dank für dein Feedback! Ja, bei uns ist es ähnlich - wir müssten ca. 15 km fahren, um zum nächsten Reformhaus zu kommen. Aber zum Glück ist unser Supermarkt ganz gut ausgestattet. Provamel gibt es dort leider nicht. Aber Sojade-Joghurt. Weiterlesen Tofu. Das reicht schon. :-) Und Milchersatz gibt es auch ohne Zucker in diversen Supermärkten. Selbstmachen ist immer eine gute Alternative. :-)
Liebe Grüße von
Lisa
Birgit 9.6.2016 um 9:20
Liebe Lisa,
klase Artikel! Danke dafür!!
Und wenigstens eine, die diesen Lupinen - Be....äh... Betrug ( ich sag jetzt nicht Beschiss;)) öffentlich macht:)
Meine VeggieMädels sind auch ganz begeistert von diesem Lupinen Zeuchs - ich dagegen gucke tatsächlich öfters auf die Zutatenliste und habe die drei Lupinensachen, die ich im Kühlschrank hatte, nicht angerührt.
Und Danke für die Tipps mit Provamel etc. Weiterlesen Dass das alles echt bio ist , wußte ich nicht. Wer jetzt Deinen Blog liken.
Das haste jetzt davon :)))
Liebe Grüße
Birgit
Lisa von ich lebe grün! 9.6.2016 um 9:48
Liebe Birgit,
danke dir! Ich muss gerade echt lachen. Das habe ich nun davon. :-)) Sehr gut!
Ich möchte nur mit dem Artikel ein bisschen mehr zum Nachdenken anregen. Lupinen sind ja an sich super, Menschen mit einer Soja-Unverträglichkeit freuen sich sehr. Weiterlesen Aber es geht so grundsätzlich um dieses Problem, dass einige sofort denken, alles ist toll, was vegan ist. Das Thema ist groß...
Ganz liebe Grüße von
Lisa
Jenni 9.6.2016 um 9:07
Liebe Lisa!
Das ist ein wunderbarer Artikel! Ich danke dir für diese Stellungnahme, denn ich betrachte die gesamte Thematik sehr ähnlich: Umstellung weg von den Tierprodukten ist gut - aber man sollte sich auch immer fragen, was danach kommt.
Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich die Feinheiten in den Zutatenlisten durchschaut habe und in der Tat dauert es etwas, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was denn nun "gute" Ersatzprodukte sind und welche besser im Einkaufsladenregal verbleiben. Weiterlesen
Deine Nennung von Provamel und Sojade kann ich übrigens nur bekräftigen - wir nutzen nun ebenfalls nur Produkte dieser beiden Marken und sind sowohl, was die Zutatenliste, als auch, was den Geschmack betrifft, sehr, sehr glücklich. :)
Was uns aber auch sehr wichtig ist (und das ist bei dir ja auch so, wie ich in deinen tollen Artikeln schon lesen durfte und du ja auch schon angesprochen hast): Möglichst viel selbst herstellen. Das ist viel leichter und weniger aufwändig, als man meistens denkt - und das Ergebnis: Man weiß, was drin ist. Und ganz ehrlich: Es schmeckt auch in der Regel viel besser. :)
Danke für diese kritische Sicht auf die Dinge - ich hoffe, viele Menschen lesen diesen Artikel und werden dadurch zum Nachdenken angeregt!
Liebe Grüße
Jenni
(www.mehralsgruenzeug.com)
Lisa von ich lebe grün! 9.6.2016 um 9:15
Liebe Jenni,
vielen lieben Dank für dein Feedback, es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt! Mir ist es wichtig, das Bewusstsein ein wenig zu schärfen und die Thematik überhaupt mal richtig anzusprechen. Ich bin mir auch sicher, dass der Markt sich noch wandeln wird - der Konsument kann da sehr viel in die eine, oder auch andere Richtung tun. Weiterlesen
Stimmt, Selbstgemachtes schmeckt oft besser. Und wenn wir einfach keine Lust (oder Zeit!) haben, greifen wir zu möglichst cleanen Fertigprodukten. Ich denke, man sollte einfach einen guten Weg für sich finden. Aber nicht die Augen völlig verschließen. :-)
Ganz liebe Grüße von
Lisa