Wildkräuter: Gesundes kostenloses Essen direkt vor deiner Tür
Beim Spazieren gehen entdecken wir immer wieder essbare Pflanzen. Und je mehr ich mich mit dem Thema Wildkräuter beschäftige, umso mehr entdecke ich sie auch in der Natur. Ich weiß, es ist vielleicht ein wenig mühsam, Wildkräuter für seinen Salat, Eintopf oder grünen Smoothie zu sammeln, aber die Arbeit lohnt sich. Warum sind die Wildkräuter so wertvoll, es gibt doch Supermärkte – wozu die ganze Arbeit?

Wildkräuter in der Natur vs. Supermarkt
Immer wieder lese ich, dass Obst und Gemüse aus dem Supermarkt den natürlich gewachsenen Wildkräutern nicht das Wasser reichen können. Allein vom Nährstoffgehalt unterscheiden sich die Wildkräuter vom üblichen Obst und Gemüse erheblich. Sie wurden nicht extra schnell „hochgezüchtet“ oder auf ihr Aussehen reduziert, damit sie im Regal schön aussehen und gekauft werden. Wildkräuter wachsen wild und haben sich kaum oder gar nicht verändert – in ihnen stecken noch Pflanzenstoffe, die vielen anderen Obst- oder Gemüsesorten bereits vor Jahrzehnten weg gezüchtet wurden, damit der Geschmack milder und süßer wird.

Warum Bitterstoffe wichtig sind
Wir nehmen zum Beispiel viel zu wenige Bitterstoffe zu uns. Klar, die Dosis ist hier wichtig – wir würden automatisch etwas links liegen lassen, wenn es zu bitter schmeckt. Unser Körper schützt sich vor einer Überdosis. Aber wenn die Bitterstoffe überall immer weiter „verschwinden“, passiert es zum Nachteil unserer Gesundheit. Sie sind auch gleichzeitig – und in der richtigen Dosis – sehr nützlich. Bitterstoffe sorgen für eine gute Verdauung und regen die Bildung von Verdauungssäften an.

Sie sind aber auch besonders hilfreich, wenn es um die Entgiftung und Darmsanierung geht. Auch bei starken Heißhungerattacken sind Bitterstoffe wichtig, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. In Wildkräutern sind viele Bitterstoffe enthalten. Man kann sich langsam vorarbeiten. Wildkräuter schmecken intensiver, deshalb sollte man nicht übertreiben, sondern sich erst daran gewöhnen!

Lerne die Vielfalt der Wildkräuter kennen
Wenn man gar nicht weiß, welche Wildkräuter es gibt, hilft ein Bestimmungsbuch beim Sammeln. Dort sind nicht nur viele verschiedene essbare Pflanzen in der Natur abgebildet, sondern es wird auch gewarnt, mit welchen giftigen Pflanzen sie verwechselt werden können. Bei Bärlauch zum Beispiel sollte man aufpassen, dass man die Blätter nicht mit Herbstzeitlosen und Maiglöckchen verwechselt. Nur Bärlauch riecht nach Knoblauch, die anderen nicht. Natürlich – wenn man immer noch unsicher ist, sollte man lieber die Finger davon lassen. Aber schaut man genau hin und beachtet alle Merkmale, kann entspannt gesammelt werden.

Wir sind regelmäßig im Wald unterwegs. Andere Wildkräuter kommen bei uns direkt aus dem Garten (siehe den Beitrag mit Video über die Brennnessel). Generell sollte man darauf achten, dass die Stellen, wo man Wildkräuter sammelt, nicht neben Bahngleisen, Feldern (wo gespritzt wird) und anderen schädlichen Quellen liegen. Und natürlich gilt wie immer der Grundsatz: Nehme nur so viel mit, wie du verbrauchen kannst und achte auf deine Umwelt.

Wildkräuter sind kostenlos, sehr nährstoffreich, gesund und voller Leben! Wenn man sie bei einem Spaziergang sammelt, tut man drei gute Dinge: Man spart Kraftstoff und Plastikverpackung ein und bewegt sich noch dabei. Im Wald profitiert man von der besonderen Luft. Ist das nicht genial? Und zu Hause angekommen, kann man die Wildkräuter in einer frischen Mahlzeit verarbeiten. Bis bald, deine Lisa.
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Aktualisiert am 30. März 2023.
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