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Rezept: Cremige Kürbissuppe mit Tomaten und Kartoffeln – vegan und glutenfrei

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

„Hast du keine Zwiebeln gekauft?“, fragt mich meine Kollegin, während wir in der Küche die Einkäufe abstellen und in die Schränke gucken. Eine Kürbissuppe soll es werden, für die ganze Mannschaft. Für einen Auftrag sind wir eine Zeitlang in einer neuen Unterkunft und essen gemeinsam mit den anderen aus dem Büro. „Nein, laut einer internen Umfrage verträgt leider nicht jeder hier Zwiebeln und da dachte ich, ich weiche auf Knoblauch aus“, sage ich lächelnd und suche schon mal die Zutaten zusammen. „Du sagst an, ich schnippel“, schlägt meine Kollegin vor und ich freue mich, dass ich freie Hand habe. Wenn ich ehrlich bin, koche ich am liebsten einfach nach meinem Bauchgefühl.

Gesund kochen: Kürbisse sind reich an Vitaminen und ein perfektes Herbstgemüse

Kochen nach Bauchgefühl

Ich hole einen großen Topf heraus. Im selben Moment kommt Paul in die Küche und bringt zwei Kürbisse mit. „Ach ja, da sind sie ja“, sage ich. „Wir haben sie aus dem Garten mitgebracht – ich konnte sie dort unmöglich alleine liegen lassen“, lache ich und werfe einen kleinen Kürbis in die Luft. Meine Kollegin zieht die Augenbrauen hoch und wundert sich ein wenig. „Und diese hier?“, und zeigt auf die Tomaten. „Wir bauen vieles selbst an und auch unterwegs haben wir dann gerne unsere Vorräte dabei“, erzähle ich und nicke. „Auch die Tomaten sind aus dem Garten!“, sage ich ein bisschen stolz. „Sie sollen ja nicht schlecht werden, während wir unsere Tour machen.“

Tomaten sorgen für ein tolles Aroma in einer Cremesuppe und können mit Haut verarbeitet werden

„Du schneidest einfach die Tomaten klein und ich kümmere mich um den Kürbis“, schlage ich vor. „Na klar, ich bin die Dumme und muss nun die Haut abziehen“, beschwert sich meine Kollegin leicht amüsiert. „Quatsch, welche Haut? Einfach halbieren und rein in den Topf“, sage ich und muss schmunzeln. „Ich lasse die Haut immer dran, da stecken doch Vitamine drin!“ Meine Kollegin freut sich über die gesparte Arbeit und halbiert die vielen kleinen Tomaten. „Den Kürbis schälst du auch nicht?“, fragt sie mich und zeigt mit dem Messer auf den Kürbis. „Nein, wozu auch?“, lache ich. „Auch da sind Vitamine drin, besonders gute aus dem Garten!“

Vegan und auch noch glutenfrei! Klappt das?

Meine Kollegin weiß, dass wir vegan und auch noch glutenfrei essen. „Fleisch hast du ja nicht eingekauft. Was nehmen wir stattdessen, damit uns hier keiner vom Fleisch fällt?“, will meine Kollegin wissen. Die meisten sind hier auch keine großen Fleischesser, aber ich erzähle gerne von meinem geheimen Plan. „Ich nehme gerne rote Linsen, die sorgen für einen deftigen Geschmack und machen die Suppe cremig“, erkläre ich und schmeiße die letzten Kürbisstücke in den Topf. „Hier, die Linsen wasche ich einfach kurz im Sieb durch und schon können sie rein, ganz unkompliziert“, sage ich und freue mich, dass auf die Linsen immer Verlass ist. In ihnen steckt jede Menge Eiweiß und gesund sind sie auch noch. Außerdem haben sie eine kurze Garzeit.

Rote Linsen sind reich an Eiweiß und machen jede Suppe deftig, ein toller Fleischersatz

Vegan und glutenfrei kann richtig einfach sein!

„Also vegan und glutenfrei habe ich mir deutlich komplizierter vorgestellt“, lacht meine Kollegin, während sie die übrigen Zutaten in den Topf schmeißt und den Deckel drauflegt. „War das schon?“, möchte sie wissen. „Ja, jetzt haben wir Zeit für einen Schluck Tee und können uns noch was für den Nachtisch überlegen“, schlage ich vor und setze mich an den Küchentisch. In der Thermoskanne gibt es einen frischen Zitronen-Ingwer-Tee, den ich mir nicht entgehen lassen möchte. Ich nehme einen Schluck und verbrenne mich direkt an der Unterlippe. „Auuuuuua....“, stöhne ich. Es brennt und ich ärgere mich ein wenig, nicht aufgepasst zu haben. „Hab mich verbrannt“, erkläre ich und verziehe das Gesicht.

Rezept: Cremige Kürbissuppe mit roten Linsen, Tomaten und Kartoffeln - vegan, glutenfrei, einfach und schnell

Nach guten 25 Minuten ist die Suppe bereits fertig. Wir pürieren sie noch schnell und schon trudeln auch die anderen in der Küche ein. An den hungrigen Augen und gierigen Gesichtern merke ich, dass die Bäuche gefüllt werden möchten. Zur Suppe stelle ich noch unsere Kürbis-Mandel-Cracker auf den Tisch, die wir von der Fahrt übrig hatten. Erst als die Teller mit Nachschlag befüllt werden, weiß ich, dass die Suppe wirklich schmeckt. Das freut mich besonders! Zufrieden, satt und von der warmen Suppe verwöhnt, arbeiten wir nun weiter an unserem Projekt und im Hinterkopf überlege ich schon, was ich zum Abendessen machen möchte...

Zutaten für die cremige Kürbissuppe mit roten Linsen – vegan und glutenfrei


Zubereiten für

Zutaten

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  • 300 g Tomaten mit Schale, halbieren oder vierteln
  • 600 g Kürbis mit Schale, in grobe Würfel schneiden
  • 350 g Kartoffeln, schälen und grob würfeln
  • 200 g rote Linsen, waschen
  • 4 mittelgroße Knoblauchzehen, fein würfeln
  • 1 TL Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker
  • 1 TL Meersalz
  • 4 EL Olivenöl
  • etwas Kürbiskerne zum Bestreuen
  • Wasser (gefiltert), bis alle Zutaten im Topf gut bedeckt sind

Das Rezept ist sehr einfach. Alle Zutaten in den Topf geben. Den Topf mit dem Wasser auffüllen, bis die Zutaten bedeckt sind. Aufkochen und ca. 20–25 Minuten köcheln oder ziehen lassen. Wenn die Zutaten weich sind, kurz pürieren, die Suppe abschmecken und servieren. Zu dieser Cremesuppe passen meine Kürbis-Mandel-Cracker wunderbar oder einfach nur Kürbiskerne. Alternative Variante: Wenn man mehr Zeit hat, kann man den Knoblauch zuerst in etwas Olivenöl anschwitzen und dann die restlichen Zutaten hinzugeben. So bekommt die Suppe noch mehr Aroma. Das Gleiche mit den Kürbiskernen – geröstet schmecken sie noch besser. Guten Appetit!

Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 14. Oktober 2022 veröffentlicht.