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In der Corona-Krise lieber nicht ausmisten?

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich habe eine Empfehlung gelesen: Die Menschen sollten am besten während der Corona-Krise auf das Ausmisten verzichten. Aber genau das Thema Ausmisten ist jetzt bei vielen Menschen präsenter denn je, weil sie mehr Zeit Zuhause verbringen. Was macht nun wirklich Sinn?

Ausmisten in der Corona-Krise - Empfehlung

Alle Empfehlungen sollte man genauer anschauen. Es gibt schon Punkte, die für eine Ausmistpause sprechen, aber nur im Detail. Ich bin gerade tatsächlich dabei, wieder stärker auszumisten und unser Haus schöner zu gestalten. Dagegen spricht auch nichts, solange ich die ausgemusterten Dinge nicht zum nächsten Wertstoffhof bringe. Das ist wohl das Problem: Die Annahmestellen sind mit dem Mehr an Müll gerade überlastet. Das ist sicher je nach Region unterschiedlich, deshalb könnte man einfach kurz anrufen und nachfragen.

Meine Sachen, die ich aussortiere, landen sowieso nicht auf dem Müll. Ich verschenke oder verkaufe sie über Kleinanzeigen vor Ort. Das funktioniert wirklich gut, sogar ganz ohne Kontakt zum Interessenten. Alles wird online besprochen und bezahlt. Die Ware kann dann ohne Kontakt vor unserer Haustür abgeholt werden.

Ausmisten in der Corona-Krise - Empfehlung

Ich merke immer mehr, dass ich immer weniger benötige. Ich kann mit jeder Ausmistaktion besser loslassen. Ich packe alles in einen Karton und stelle ihn in die Abstellkammer. Wenn ich die Sachen in den nächsten Wochen oder Monaten nicht vermisse, werden ich ein neues Zuhause für sie suchen. Was bringen mir Dinge, die hier nur herumliegen und einstauben? Vielleicht werden sie gerade woanders dringend benötigt. Ich möchte sie wieder in den Kreislauf geben, das schont Ressourcen und ist nachhaltig.

Also: Wenn du ausmisten möchtest, tue es einfach. Überlege gut, bevor du etwas wirklich wegwirfst. Ich verschenke Dinge lieber, anstatt sie in den Müll zu werfen. Klar, ein T-Shirt mit tausend Löchern will vermutlich niemand anziehen, es sei denn, es ist so gewollt. Aber sogar alte T-Shirt-Stoffe lassen sich noch zu kreativen DIY-Projekten umwandeln, deshalb gibt es immer einen Interessenten - einfach ausprobieren (man kann aus T-Shirt-Resten Teppiche häkeln oder waschbares Klopapier nähen). Wir stecken nicht drin, was andere Menschen aktuell suchen. Wenn du eine Lagermöglichkeit hast, nutze sie einfach und stelle die Dinge dort ab. Später kannst du sie nach und nach loswerden. Der Frühling ist eine Jahreszeit für neue Idee, Neustart und eben auch Ausmisten. Durch Corona muss man sich nicht einschränken, wenn man gut strukturiert und mit Rücksicht vorgeht.

Bei uns ist bald der Keller dran. Wir haben nach dem Umzug dort so viel abgestellt, das ist alles durcheinander gekommen. Ich möchte mehr Struktur und weniger Besitz haben. Bin gespannt, wie weit wir kommen! Deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 19. April 2020 veröffentlicht.

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