Es tut mir weh, nachhaltig zu leben!
Schon lange brennt es mir auf den Nägeln, über das Thema Weltschmerz zu schreiben. Denn in regelmäßigen Abständen bin ich über sehr viele Dinge, die auf diesem Planeten passieren, enttäuscht, traurig oder wütend. Ich fühle mich hilflos. Rede ich mit jemandem über meinen Weltschmerz, dann höre ich, dass ich ja bereits so viel tue. Alleine mit diesem Blog erreiche ich jeden Monat sehr viele Menschen und inspiriere sie, ein Stück nachhaltiger zu leben. Wisst ihr was? Ich bin so oft hin- und hergerissen. Manchmal ist mir gut nicht gut genug. Es gibt so viele Aspekte der Nachhaltigkeit. Je konkreter man hinschaut, umso mehr Baustellen sieht man – auch im nachhaltigen Bereich. Ich weiß auch genau, was ich noch besser machen könnte. Nur ist mir das nicht immer möglich, auch ich bin nicht perfekt und schaffe nicht, 100 % nachhaltig zu leben. Und das tut weh. Ebenso tut es sehr weh zu sehen, wie gleichgültig manche Mitmenschen mit Lebewesen, Ressourcen oder der Natur umgehen. Wie leichtsinnig und verschwenderisch deren Lebensstil ist. Es tut weh zu sehen, wie Gift auf Felder gesprüht wird, wie Mastbetriebe ihre Transporter vollladen oder Plastikteilchen überall zu finden sind.

Überall Baustellen
Nehmen wir den Lebensmittelbereich. Ich komme nach dem Einkaufen nach Hause und habe jede Menge Plastikmüll eingekauft. Ich bemühe mich, möglichst unverpackt einzukaufen. Okay, mag sein, dass mein Warenkorb weniger Plastik enthält. Trotzdem gelingt es mir nicht so einzukaufen, wie ich es gerne hätte. Perfektionistisch, wie ich bin, reicht mir das nicht. Ich will mich weiter entwickeln! Ja, ich kaufe Bio ein, ich achte bereits auf so viele Dinge, ich konsumiere kein Fleisch – aber es ist manchmal so schwer, mit dem Bewusstsein von morgen noch im heute zu leben. Versteht ihr, wie ich das meine? Regelmäßig habe ich auch das Problem hier, im Blog, bei meiner Arbeit. Ich schreibe sehr gerne, so gut wie alle Themen finde ich spannend. Bei mir lesen sehr viele Menschen, die erst anfangen, nachhaltiger zu leben. Selbst wenn ich persönlich bereits zwei Schritte weiter bin – ich möchte ihnen den Weg aufzeigen, wie man seine Gewohnheiten umstellt. Es gibt Menschen, die leben Zero Waste. Zumindest schaffen sie sehr viele Bereiche, ohne viel Müll zu beschreiten. Das finde ich klasse! Für sie ist das natürlich ein Unding, dass ich Kosmetikprodukte in Plastikverpackung vorstelle. Ich kann nicht sagen, wie oft ich mir Gedanken mache, was am besten ist. Wenn man genau hinschaut: Der Mensch braucht nicht viel zum Leben. Wir brauchen Luft, Wasser, Nahrung, vielleicht noch etwas Kleidung im Winter – alles andere ist doch Luxus, übertrieben gesagt. Dann denke ich mir, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob man konventionelle Pflegeprodukte kauft oder auf Naturkosmetik setzt. Wenn ich Menschen inspiriere, Naturkosmetik zu kaufen, werden keine Tiere mehr gequält, kein Gift mehr verspritzt und das Wasser nicht mehr stark belastet. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht merkt man dann, dass man doch nicht 1000 Dinge im Bad braucht, sondern nur 10. Und diese Entwicklung kann nicht von heute auf morgen passieren.

Jeder Schritt zählt
Ich möchte genau an dieser Stelle unterstützen und möglichst viele Menschen erreichen. Wenn ich jedoch den Weltschmerz habe, frage ich mich, ob ich nicht noch radikaler werden sollte. Nur dann kann ich Menschen, die gerade erst beginnen, nicht die Tipps bieten, die sie benötigen. Vielleicht ist genau das meine Aufgabe, an dieser Stelle anzusetzen. Vielleicht muss ich mir das öfters sagen. Die vielen positiven E-Mails und Kommentare meiner Leser bestätigen mir, dass jede nachhaltige Handlung, selbst die kleinste, eine positive Veränderung bewirkt. Ich möchte so viel mehr verändern. An dieser Stelle möchte ich euch ganz herzlich danken, dass ihr meinen Blog teilt, seien es Rezepte, Anleitungen oder Inspirationen. Es ist manchmal schwer, optimistisch nach vorne zu blicken, wenn man gleichzeitig nach links und rechts schaut und dabei so viele Baustellen sieht. Aber: Jeder Tag ist ein neuer Tag, packen wir es an! Eure Lisa.
P.S. Vielleicht fragst du dich manchmal, warum dich bestimmte Situationen mehr berühren oder Energie kosten als andere. Ich habe einen Selbsttest namens „Bist du hochsensibel?" mit viel Sorgfalt erarbeitet, der genau dieser Frage nachgeht. Er dauert wenige Minuten, ist vollkommen kostenlos, und das Ergebnis bekommst du sofort im Anschluss. Vielleicht lernst du dabei etwas über dich, das vieles in deinem Leben erklären könnte. Du bist ganz herzlich eingeladen, den Test auszuprobieren!
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Aktualisiert am 5. Februar 2023.
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Man kann viel empfehlen, wenn der Tag lang ist. Doch es gibt Dinge, die wir seit Jahren nutzen und immer noch toll finden. Für uns ist klar: Wenn diese Dinge jede Veränderung in unserem Leben ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht haben, muss an ihnen etwas dran sein, was sie besonders auszeichnet. Und genau das ist für uns das beste Kriterium, sie euch wärmstens zu empfehlen.
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