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Gesunde Raumluft - ganz natürlich und ohne Geräte

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Das Thema Wasser filtern habe ich bereits ausführlich auf meinem Blog beleuchtet, aber was ist mit unserer Raumluft, die wir täglich, aber vor allem jede Nacht, im großen Stil ein- und ausatmen? Raumluft ist heute meist belastet. Dazu gab es auch interessante Studien. Logisch ist es für mich aber auch ohne Studien: In jedem Raum haben wir Dinge, die aus Materialien bestehen, die ausdünsten. Nicht nur alte Sachen, sondern vor allem auch viele Dinge, die neu gekauft wurden. Ebenso frisch renovierte Räume könnten sogar gefährlich werden.

Gesunde Raumluft

Wenn die Luft sauber ist, merken wir das. Sie riecht nicht und hinterlässt auch keinen komischen Geschmack im Mund. "Hier ist aber dicke Luft!" denkt man oft, wenn man in ein Zimmer mit vielen Menschen geht. Genau genommen fehlt da nicht der Sauerstoff, sondern es herrscht ein Übermaß an anderen Stoffen. Wenn ein Raum nicht gelüftet wird, nimmt die CO₂ Belastung zu. Aber auch die Konzentration an Luftschadstoffen. Ich habe gelesen, dass Raumluft bis zu 100 Mal stärker belastet sein kann als die Außenluft.

Was könnte unsere Raumluft nun konkret zusätzlich belasten? Teppichböden, Möbel, Lacke, Klebstoffe, Farben, Putzmittel. Aber auch andere Dinge, die uns täglich umgeben. Jeder kennt vermutlich den komischen Geruch, wenn ein neues Teil gekauft wird. Es riecht einige Tage recht stark, später zum Glück weniger. Was auf diesem Weg dann in die Luft kommt, kann man ohne Messgerät natürlich schwer sagen. Aber ganz grob lässt sich schon einordnen, welche Quellen für welche Schadstoffe verantwortlich sind.

Gesunde Raumluft

Feinstaub zum Beispiel dringt in unsere Raumluft meist von außen. Straßenverkehr und Schornsteine (auch Industrieanlagen) sind große Verursacher. Ebenso ein Kamin oder Kerzen im Haus sorgen für Feinstaub. Formaldehyd kann aus natürlichen Stoffen wie Holz oder Obst entweichen. Aber nicht nur. In Dämmstoffen, Spanplatten, Klebstoffen, Farben, Haushaltsreinigern oder in Textilien wird es eingesetzt. Kohlendioxid wird u.a. produziert, wenn wir ausatmen. Ebenso entsteht es, wenn Verbrennung stattfindet - von Benzin, Holz, Gas, etc. Stickstoffdioxid kommt in hohen Konzentrationen im Straßenverkehr vor. Auch in Innenräumen geben Brennstoffe wie Holz oder Gas Stickstoffdioxid in die Raumluft ab. Das ist aber lange nicht alles. VOC ist die Abkürzung für Volatile Organic Compounds. Das sind flüchtige organische Verbindungen. Mit dieser Abkürzung sind alle Stoffe gemeint, die aus flüssigen und festen Materialien verdampfen oder entweichen. Zu den VOC werden z.B. Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren, Lösemittel wie Benzol, Toluol, Xylol, Flüssigkeitsbrennstoffe und synthetische Stoffe gezählt.

Das alles wäre ja nicht schlimm, wenn uns diese Stoffe beim Einatmen nicht in irgendeiner Form belasten würden. Leider, je nach Konzentration und Dauer, können diverse gesundheitliche Probleme auftreten. Da wir heute oft berufsbedingt sehr viel Zeit in Innenräumen verbringen, finde ich, sollte sich jeder mit der Thematik beschäftigen. Wir schlafen insgesamt ca. 24 Jahre in unserem Leben. Es ist also für unsere Gesundheit von Vorteil, wenn wir uns auch in Räumen mit gesunder und sauberer Luft umgeben. Das zu erreichen, ist gar nicht so schwer.

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Gesunde Raumluft durch gezielte Auswahl

Lüften ist eine der wichtigsten Maßnahme, um frische Luft in die Räume zu bekommen. Ideal ist es, wenn man nicht an einer stark befahrenen Hauptstraße wohnt. Morgens und vor dem Schlafen gehen sollte man die Räume mindestens lüften, damit ein guter Luftaustausch stattfindet.

Nicht alles können wir in einem Raum beeinflussen. In einer Mietwohnung, die schon renoviert ist, hat man natürlich wenig Spielraum zu bestimmen, welche Materialien z.B. bei einer Renovierung eingesetzt werden sollen. Aber wir haben in den meisten Fällen die Wahl, welche Einrichtungsgegenstände wir kaufen oder mit was wir unsere Oberflächen putzen. Nicht nur eine bewusste Kaufentscheidung kann unsere Raumluft verbessern. Auch Zimmerpflanzen können das tun. Und nein, ich bin mir absolut sicher, dass jeder Mensch einen grünen Daumen hat. Man muss nur einmal verstehen, wie eine Pflanze braucht - dann wird es sicher klappen.

Pflanzen versorgen nicht nur sich selbst, sondern alle anderen Lebewesen mit Sauerstoff. Wir merken schnell, dass die Luft an einer Hauptstraße anders ist als im Wald. Das Gleiche kann man auf die Raumluft übertragen. Je mehr Pflanzen wir im Raum stehen haben, umso gesünder ist die Raumluft. Spannend ist, dass Zimmerpflanzen aus unserer Raumluft Schadstoffe filtern können. Somit kann man sagen: Eine Zimmerpflanze ist ein ganz natürlicher Raumluftfilter. Sehr einfach ausgedrückt: Mit Hilfe ihrer Blätter kann sie diverse für uns giftige Stoffe aufnehmen und gereinigt Luft in die Raum abgeben. Es gibt Zimmerpflanzen, die besonders viele Giftstoffe aus der Luft ziehen können. Dann gibt es welche, die bestimmte Stoffe besser filtern können. Es wird empfohlen, Pflanzen zu kombinieren, damit die Reinigung möglichst vieler Schadstoffe abgedeckt ist. Nicht nur unsere Gesundheit profitiert, wenn wir Zimmerpflanzen haben. Auch die Optik des Zimmers verändert sich positiv. Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 25. Juli 2018 veröffentlicht.

Lisa von ich lebe grün! 28.7.2018 um 16:56
Liebe Katrin,
ja, ich bin schon dran, es wird eine ganze Serie geben. :-) Sonst werden die Beiträge viel zu lang.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Katrin 28.7.2018 um 9:56
Ja und welche Pflanzen sind das? Kommt darüber auch noch ein Post?
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Lisa Albrecht

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Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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