Werbung

Periode, nicht schon wieder! Verändere deinen Blickwinkel und verwöhne deinen Körper!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Als ich zum ersten Mal meine Periode bekam, wurde dieser Ereignis mit einem unangenehmen Ziehen in der unteren Bauchgegend begleitet. Ich war bei dem Gedanken, dass ich nun meine Tage bekommen habe, etwas hin- und hergerissen. Was kommt nun alles auf mich zu? Werde ich jeden Monat richtige Bauchschmerzen haben? Ich fragte mich oft, wie andere Frauen diese Zeit "überleben", da ich schon so viel über die körperlichen Veränderungen gehört habe. Meine Bauchschmerzen waren leider gefühlt jeden Monat sehr intensiv und ich konnte während meiner Periode am ersten und zweiten Tag weder in die Schule gehen noch andere Aktivitäten machen. Werde ich immer so ausfallen? Muss ich dann später, wenn ich im Berufsleben stehe, jedes Mal zum Arzt gehen und mich krankschreiben lassen? Geholfen hat mir damals das Liegen im Bett, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch. Leider waren die Schmerzen manchmal so stark, dass ich zum üblichen Schmerzmittel griff.

Schmerzen während der Periode müssen nicht sein! Nachhaltige Hygieneprodukte und Tipps

Ich finde, mein Start in diese "aufregende neue Zeit" war alles andere als optimal. Ich war schlecht aufgeklärt und mir fehlte auch ein Bezug zu der ganzen Sache. Jetzt habe ich selbst eine Tochter und irgendwann, wenn sie soweit ist, werde ich ihr dieses Thema ganz anders vermitteln. Ich habe mich auch gefragt, was ich heute meinem früheren Ich empfehlen würde, damit die Zeit der Periode schön und entspannt wird. In diesem Beitrag habe ich Tipps gesammelt, die nicht nur blutigen Anfängerinnen (der Ausdruck passt hier ja hervorragend) helfen könnten. Denn unsere Periode begleitet uns im Leben eine ganze Weile und es wäre nicht nur hilfreich, sondern ebenso wundervoll, wenn wir uns besonders in dieser intensiven Zeit verwöhnen, besser verstehen und so lieben, wie wir sind.

Schmerzen während der Periode müssen nicht sein! Nachhaltige Hygieneprodukte und Tipps

Hygieneprodukte, die dem Körper nicht schaden

Ohne Hygieneprodukte während der Periode kommt kaum eine Frau aus. Ich weiß, es gibt Frauen, die die freie Menstruation praktizieren, aber ich persönlich kenne keine in meinem Umfeld. Die optimale Wahl der Hygieneprodukte während der Periode ist also ein ziemlich wichtiger Aspekt, um seinem Körper (und unserer Umwelt) einen Gefallen zu tun. Ganz am Anfang meiner Karriere habe ich auf herkömmliche Binden gesetzt. Ich habe einfach das genommen, was meine Mutter im Badezimmerschrank hatte. Selbst etwas zu kaufen traute ich mich erst etwas später. Dann, als ich ein wenig vertrauter mit meinem Körper war, kamen Tampons dazu. Ich habe mir keine Gedanken über die verwendeten Produkte gemacht. Mit der Zeit merkte ich, dass ich mit diversen Reizungen bzw. Problemen im Intimbereich zu tun hatte. Durch meine Arbeit als Bloggerin lernte ich weitere Aspekte von Binden und Tampons kennen. Seit dem sehe ich sie in einem anderen Licht. Leider bestehen viele konventionelle Produkte zu einem sehr hohen Anteil aus Plastik, teilweise bis zu 90 Prozent. Viele Frauen, die mit einer Infektion zum Frauenarzt gehen, bekommen den Hinweis, in Zukunft erst einmal keine Plastikprodukte mehr zu verwenden. Ebenso kommt hinzu, dass Wegwerfprodukte, vor allem aus Plastik, jede Menge Müll erzeugen, der unserem Planeten nicht gut tut. Von unserem Plastikproblem hat ja so gut wie jeder bereits gehört. Zum Glück gibt es Alternativen, die sehr gut funktionieren. Und darüber kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.

Schmerzen während der Periode müssen nicht sein! Nachhaltige Hygieneprodukte und Tipps

Einwegprodukte aus kompostierbaren Materialien

Für Umsteiger sind Produkte aus biologisch abbaubaren und kompostierbaren Materialien eine gute Lösung. Positive Erfahrungen habe ich mit natracare gemacht, deren Produkte kenne ich bereits seit einigen Jahren. Gegründet wurde natracare im Jahr 1989. Die Gründerin Susie Hewson brachte weltweit den ersten Bio-Tampon auf den Markt. Natracare stellt Produkte für Frauen her, die sowohl umweltverträglicher, als auch besser für den Körper sind. Übrigens, auch jetzt, viele Jahre später, spielt Susie als Geschäftsführerin und Aktivistin eine entscheidende Rolle. Ein schönes Interview gibt es mit ihr auf dieser Seite. Statt Kunststoff oder Superabsorber verwendet natracare biologisch geprüfte, reine Baumwolle und natürliche, pflanzenbasierte Materialien aus nachhaltigen Quellen. Die Produkte sind vegan und für sie werden keine Tierversuche gemacht. Natracare legt ebenso Wert darauf, dass ihre Produkte frei von Parfüm, Rückständen von Pflanzenschutzmitteln oder Chlor (dank Sauerstoffbleichverfahren) sind. Unsere Intimzone bzw. Schleimhäute sind sehr empfindlich und können stark darauf reagieren. Sehr interessant finde ich auch die Tatsache, dass Natracare-Tampons keinen Faserverlust haben. Wenn Fasern im Körper zurückbleiben, kann dies zu Infektionen beitragen. Ausführliche Infos dazu findet ihr auf dieser Seite. Aber nicht nur unsere Gesundheit profitiert von der Bio-Baumwolle. Ebenso profitieren Menschen, die im Baumwollanbau beschäftigt sind, von der biologischen Landwirtschaft. Sie sind deutlich weniger schädlichen Substanzen ausgesetzt und bekommen einen fairen Lohn. Die Produktplatte von natracare umfasst heute Menstruationsprodukte, Babypflegeprodukte und andere aus Baumwolle bestehende Kosmetikartikel. Eine Frage bleibt: Einweg- oder Mehrwegprodukte? Das ist natürlicher jeder Frau selbst überlassen. Ich empfehle so oft wie möglich auf wiederverwendbare Hygieneprodukte zu setzen, wie z.B. die Menstruationstasse oder waschbare Einlagen. Es gibt jedoch verschiedene Situationen, in denen das nicht geht. Wenn man unterwegs ist, gerade erst umsteigt oder mit anderen Produkten einfach nicht klar kommt. Ich persönlich reagiere flexibel je nach Situation. Wenn aber alles "normal" läuft, setze ich auf waschbare Bio-Binden.

Schmerzen während der Periode müssen nicht sein! Nachhaltige Hygieneprodukte und Tipps

Ein Körper ohne Verspannungen hat weniger Schmerzen

Die Hormonänderung im Körper während der Periode bringt muskuläre Spannungen mit sich. Wenn die Spannung der Muskeln größer wird, kommt irgendwann der Punkt, dass sich der Körper in den Schmerzzustand schaltet. Dagegen helfen mir Übungen, die die Spannung in der Muskulatur reduzieren. Schade, dass ich sie nicht schon viel früher gemacht habe! Ich mache jetzt immer wieder die Faszienrollmassage. Während ich auf dem Rücken liege, massiere ich mit einer Faszienkugel bzw. einem Massageball einige Bereiche am unteren Bauch bis hin zum Schritt. Da ist einmal ein Punkt (jeweils beide Körperseiten) auf der Schritthöhe, wo mein Oberschenkel einknickt, dann gibt es eine empfindliche Stelle unterhalb des Hüftknochens und auch direkt am Schambein entlang. Dann hilft mir die Übung "Durchhänger", wenn man mit den Oberschenkeln den Boden berührt und sich auf die Hände stützt. Diese Übungen kann man übrigens auch sehr bequem auf YouTube nachschauen, Roland Liebscher geht auf alle wichtigen Details ein. Denn schriftlich lassen sich Übungen eher schlecht erklären.

Meine Erfahrung mit Intervallfasten

Intervallfasten ist in aller Munde. Während ich diesen Beitrag schreibe, praktiziere ich Intervallfasten. Ich frühstücke heute erst gegen 11 Uhr. Die erste Periode während meiner Intervallfastenzeit hat sich ganz anders angefühlt als sonst. Ich hatte keine Bauchschmerzen! Ebenso waren die nächsten Male viel angenehmer als sonst. Ich werde es weiter beobachten, aber es ist erstaunlich, wie entspannter der Körper während der Menstruation insgesamt ist, seit ich Intervallfasten mache. Ich gestehe, nicht immer mache ich die speziellen Übungen. Aber alleine durch das Intervallfasten spüre ich diesen Effekt. In diesem Interview kannst du einiges über das Thema Intervallfasten erfahren.

Schmerzen während der Periode müssen nicht sein! Nachhaltige Hygieneprodukte und Tipps

Verstehen, was diese Zeit für den Körper bedeutet

Ich habe viele Jahre die Menstruation als etwas störendes empfunden. Meine erste Periode war mir etwas peinlich und ich wusste nicht, wie ich darüber sprechen soll. Das ist schade, denn die Menstruation ist etwas wunderbares. Die erste Periode ist ein großer körperlicher Entwicklungsschritt und ein Eisprung ist etwas einzigartiges. Stell dir einmal vor, was dein Körper alles leistet und leisten kann! Statt gegen seine Periode anzukämpfen, hilft es sehr, sie dankbar anzunehmen. Sie zu feiern! Wie ein Ritual, in dem man Altes loslässt und offen für Neues wird. Denn das gleiche passiert auch im Körper. Ich bin während dieser Zeit extrem empfindlich und bin gedanklich viel bei mir. Es ist eine Zeit, die nach Veränderung ruft und etwas Neues mit sich bringt. Ich freue mich jeden Monat darauf! Und plötzlich nehme ich meine Periode, im Vergleich zum ersten Mal, so anders, so wunderschön und so wertvoll wahr. Ich merke sogar jetzt beim Schreiben, wie sich große Wellen von Wärme und Dankbarkeit in mir ausbreiten.

Ich hoffe sehr, dieser Beitrag konnte euch inspirieren, euren Körper anders zu sehen und diese Zeit einfach zu genießen, so wie sie kommt. Eure Lisa.

Das könnte euch auch interessieren:

Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 15. Juni 2018 veröffentlicht.

Monika 22.6.2018 um 9:25
Hallo,
ich werfe jetzt mal eine sehr umstrittene Position in die Runde. Es dreht sich um die Frage: Ist es natürlich, dass eine Frau jeden Monat die Periode mit mehr oder weniger Schrecken erwartet? Die Natur bezieht hier eine klare Position: NEIN. Denn ohne den Fortschritt der Geburtenregelung würde die Blutung ausfallen - entweder aufgrund einer Schwangerschaft oder der mehrmonatigen Stillzeit mit vermutlich anschließender erneuter Schwangerschaft.
Ich erlebe es seit einigen Jahren bei meiner Tochter, dass mittels Einsatz genau der Hormone, die diese Ausfallzeiten der Blutung hervorrufen eben keine Periode ausgelöst wird. Das war bei ihr keine Frage der Bequemlichkeit, sondern medizinisch erforderlich. Sie brach jeden Monat zusammen und konnte zwei bis drei Tage das Bett nicht verlassen. Seither nimmt sie die Pille "durch" und unterbricht nur einmal im Jahr, um den Eintritt der Periode zu kontrollieren. Früher hätte ich gesagt: So viel Hormone, so viel Chemie. Heute muss ich sagen, es eigentlich "normaler", dass eine Frau nicht regelmäßig über Jahrzehnte blutet und leidet, oder?
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 22.6.2018 um 10:52
Liebe Monika,
ich finde es schön, dass du mal diesen Aspekt reinbringst! Ich denke, in der Tat war es früher nicht normal, dass eine Frau jeden Monat über Jahre ihre Tage hatte. Denn, vermutlich, war die Frau immer wieder Schwanger (da es ja keine Verhütung gab) und durch die Schwangerschaft und Stillzeit eine Zeitlang ihre Periode nicht hatte. Aber ich denke, dass auch die Tatsache, die Periode zu haben, ist genauso natürlich - so oft es eben sein muss. Ich kenne das mit der Pille. Mir ging es übrigens ähnlich. Mit der Pille hatte ich kaum beschwerden, zumindest keine Bauchprobleme. Ich habe sie früher nicht durchgenommen, ich hatte jeden Monat eine Pause. Aber heute würde ich mir die Pille nicht mehr empfehlen (wenn ich ein junges Mädchen wäre), denn sie hat bei mir sehr viel verändert (Nebenwirkungen) und vor allem mich als Person sehr verändert. Das ist natürlich eine sehr persönliche Entscheidung und jeder sollte gut abwägen, was für ihn in Frage kommt. Wenn du magst, kannst du in diesem Beitrag nachlesen, ich habe über meine Pillenzeit geschrieben:
https://www.ichlebegruen.de/Artikel/552

Naja, ich dachte auch, muss man so leiden während der Periode? Aber heute sehe ich, dass ich doch nicht so leiden muss, denn es gibt so viel, was man tun kann, wenn man Probleme hat. Ich kann jetzt natürlich nicht sagen, wie effektiv die Tipps bei deiner Tochter funktionieren würden, aber mir helfen sie jetzt, da ich ja nach wie vor Probleme habe - wenn ich gar nichts mache. Vielleicht haben früher Frauen auch gar nicht so gelitten, vielleicht hatten sie früher gar nicht so große Beschwerden während ihrer Menstruation... weil sie natürlicher gelebt haben? Und die Menstruation nicht abgelehnt haben? Sie lebten zumindest nicht in der Welt von heute, alles war völlig anders - andere Einflüsse. Das ist auch so eine Frage, die man vermutlich nicht so klar beantworten kann... Auf jeden Fall: Dankeschön für deine Gedanken, finde ich super spannend - denn aus diesem Blickwinkel habe ich die Sache noch nicht betrachtet. Vielleicht will ja jemand noch seine Gedanken dazu schreiben. Ich bin gespannt! Wichtig ist - egal für welchen Weg man sich entscheidet - dass man seinem Bauchgefühl vertraut und ein gutes Gefühl dabei hat.

Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Lotte 18.6.2018 um 11:54
Hallo Lisa,
ich lese immer wieder gerne deine Beiträge und freue mich, dass du zu diesem Thema deine Erfahrungen veröffentlicht hast. Denn leider ist es meiner Meinung nach tatsächlich so, dass insbesondere junge Frauen völlig falsch an dieses tabuisierte Thema herangeführt werden.
Ich selbst habe viele Jahre lang versucht meine besonderen Tage mit sogenannten "Hygieneartikeln" zu kaschieren. Was sich - wie ich mittlerweile feststellen konnte - als kontraproduktiv erwies. Jeden Monat wurde ich durch tagelange Schmerzphasen gequält und mein Energieniveau war immer auf dem Tiefpunkt. Nach meinen beiden Schwangerschaften konnte ich mich dann auch nicht mehr dafür erwärmen, die zuvor dauerhaft genutzen Tampons zu verwenden. Mein veränderter Hormonhaushalt lies eine schmerzfreie Anwendung einfach nicht mehr zu. Also habe ich mich einmal quer durchs Internet gelesen um Alternativen zu suchen und bin u.a. auf die freie Menstruation gestoßen. Da ich eigentlich eher ein Kopf- statt ein Gefühlsmensch bin, habe ich einige Anlaufzeit gebraucht, mich für einen Versuch zu entscheiden. Schließlich habe ich das Experiment doch gewagt und bin überaus glücklich mit meiner jetzigen Situation. Durch das Weglassen von Tampons habe ich keine Unterleibskrämpfe mehr (viele wissen leider nicht, dass das scheinbar geringe Gewicht ausreicht um den Beckenboden und die Gebährmutter zu Muskelkontratktionen anzuregen) und meine Schleimhäute werden nicht mehr durch die chemische Substanzen der "Hygieneartikeln" gereizt, sodass sich die Zeitspanne meiner besonderen Tage erheblich verringert hat. Insgesamt habe ich ca. 6 Monate gebraucht, bis ich meinen Körper soweit einschätzen konnte, dass ich 3-4 Stunden ohne Toilettenbesuch klarkomme. Für längere Zeiten lege ich mir sicherheitshalber doch noch eine schwarze Stoffbinde ein. Ich kann wirklich jedem nur empfehlen, diese Methode auszuprobieren und für sich zu entdecken. Großer Zusatzpluspunkt: man spart Müll und Geld :-)
Entschuldige bitte, dass der Text so lange wurde, aber ich hoffe, dass andere Frauen sich mit dem Thema beschäftigen und sich nicht länger den anerzogenen "Hygiene"-Standards unterwerfen.
Viele Grüße
Lotte
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 18.6.2018 um 16:07
Liebe Lotte,
vielen herzlichen Dank für dein Feedback! Ich finde auch, dass das Thema zu selten beleuchtet wird. Deshalb ist dein langer Kommentar super wichtig, Daumen hoch! Und toll, dass es dir jetzt so viel besser geht.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Zeige alle Kommentare

Deine Meinung

Hinweis: Wir werden deinen Kommentar nach einer Prüfung freischalten. Beleidigende, werbelastige oder markenrechtsverletzende Kommentare werden von uns nicht veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

E-Mail an mich / Kooperationen

Folge uns auf facebook!