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Den Kleiderschrank noch radikaler ausmisten!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Wir sind wieder sehr viel am Aufräumen und Aussortieren. Ich habe eine übersichtliche Anzahl an Kleidung, aber trotzdem machte ich große Augen, als ich den großen Sack vor mir hatte. Ich konnte diesmal noch sehr viel mehr aussortieren und vor allem emotional loslassen. Die meisten Sachen sind bei mir in einem Schrank mit Fächern einsortiert, aber zusammen mit Paul teile ich noch einen Schrank mit Stange für Kleiderbügel. Dort hingen Jacken, Kleider und wenige Pullover. Nun, ich habe jetzt beide Schränke radikal ausgemistet. Winterjacken, Sommerkleider, Pullover - alles, worin ich mich nicht mehr wohlfühlte, kam weg. Erstaunlich, wie lange ich Sachen aufgehoben habe, weil ich mit ihnen einfach nur bestimmte Erinnerungen verknüpft hatte. Ich habe sogar überlegt, ob ich mein Brautkleid verkaufen sollte. Ich habe mich im Moment dagegen entschieden. Es ist sehr schlicht, man könnte es als Cocktailkleid tragen - aber es hat auch einen hohen emotionalen Wert.

Im Kleiderschrank aussortieren
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Lisa Albrecht
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Nach diesem System habe ich Kleidung aussortiert

Wie bin ich vorgegangen? Vor einiger Zeit habe ich das tolle Buch Magic Cleaning von Marie Kondo gelesen. In diesem Beitrag habe ich darüber bereits geschrieben. Ich habe den gesamten Kleiderschrank leer geräumt. Vor mir lag ein Berg von Klamotten. Das hat schon eine große Wirkung! Ich habe fest beschlossen, wirklich nur die Teile zurück zu sortieren, die ich liebe. Teile, die mir gut stehen. Teile, die bequem sind und mir gut passen. Dabei müssen sie mir nicht nur gut passen, sondern auch gefallen. Das ist wichtig. Ich habe jedes Kleidungsstück anprobiert. Dabei sieht man schnell, ob es wirklich gut passt oder nicht. Wenn ein Teil zwar gut passt, mir aber einfach nicht gefällt - weg damit. Schwer ist mir mit Sachen ergangen, die noch sehr gut sind. Hauptsächlich waren das Kleider, die ich zwar optisch gerne mochte, jedoch in den letzten Jahren kein einziges Mal angezogen wurden. Ich habe mich verändert, mein Stil hat sich verändert. Ich fühle mich in bestimmter Kleidung wohl und bevorzuge sie. Also habe ich die Entscheidung getroffen, mich von bestimmten Kleidern zu trennen. Das gleiche passierte mit Hosen, T-Shirts, Pullis und Röcken. Ich dachte, mein Kleiderschrank war schon recht minimalistisch. Ich habe aber bei meinen früheren Ausmistaktionen wohl nie ganz ehrlich aussortiert.

Im Kleiderschrank aussortieren

Es ist auch sehr spannend zu beobachten, wie man sich fühlt, wenn man z.B. eine Hose anzieht, die zwar passt, aber irgendwie nicht richtig sitzt bzw. kein Gefühl von "Lieblingshose" vermittelt. Man fühlt sich komisch und nicht wohl. Man empfindet nicht diese Leichtigkeit und das Gefühl, dass man mit dem Kleidungsstück "verschmilzt". Ich finde, Kleidung muss so sein, dass man sie nicht als Kleidung wahrnimmt. Sie muss bequem, schön und praktisch sein. Sie sollte uns ein gutes Gefühl vermitteln, sowohl für den Körper als auch für den Geist.

Hilfe, ich habe nichts zum Anziehen!

Ich hatte tatsächlich ein wenig Bedenken, dass ich nach so einer radikalen Ausmistaktion nichts mehr zum Anziehen haben werde. Ich habe gefühlt - fast alle Kleidungsstücke - aussortiert. Aber nein, so war es am Ende doch nicht. Zum Beispiel: Ich habe nun insgesamt 4 Jeanshosen. Eine ist meine Lieblingsjeans, die sowohl perfekt passt als auch noch sehr gut in Schuss ist. Vielleicht kann man sie als die "Ausgeh-Jeans" betiteln. Sie wird ein bisschen mehr geschont. Dann habe ich eine Jeans, die mir ein wenig zu weit ist, aber trotzdem passt und bequem ist. Sie ist mir nicht zu schade, auch nicht zum auf den Knien kriechen und im Garten arbeiten. Heute habe ich noch festgestellt, dass ich eine Hose in der Wäsche hatte. Die passt mir auch, ich müsste sie nur etwas kürzen. Das reicht doch? Und die vierte Jeans ist eine alte Jeans, die super bequem ist und zum Renovieren und dreckig werden bestimmt ist. Ich finde, das sind schon mehr als genug Jeans. Es würden auch weniger reichen. Dafür weiß ich, dass ich drei Jeans zur Auswahl habe, die ich ohne Probleme anziehen kann.

Im Kleiderschrank aussortieren

Folgende Aussagen sind ein Indiz dafür, ein Kleidungsstück auszusortieren

Ich habe gemerkt, dass Ausreden sehr wichtig sind, um festzustellen, dass das eine oder andere Teil nicht mehr benötigt wird. Sobald ich ähnliche Gedanken hatte, war es an der Zeit, ehrlich zu mir selbst zu sein:

  • Wenn ich so viel aussortiere, werde ich kaum etwas zum Anziehen haben!
  • Aber für das Teil habe ich doch viel Geld bezahlt!
  • Diese Jacke / Hose möchte ich nächstes Jahr tragen, wenn ich zu- oder abgenommen habe.
  • Ich trage dieses Kleidungsstück, auch wenn es mir nicht so gut gefällt.
  • Ich könnte einfach die Ärmel umkrempeln... dann sieht niemand, dass sie zu kurz sind.
  • Aus diesem Kleid könnte man einen schönen Rock nähen.

Ich denke, es ist wichtig, sich klar zu machen, dass wir in der Regel immer nur die gleichen Sachen tragen. Wir picken uns doch immer die Lieblingsteile aus dem Schrank, die restlichen 90 % bleiben liegen. Ab und zu wird vielleicht etwas angezogen, irgendwie aus Mitleid. In der Regel jedoch tragen wir bequeme und schöne Lieblingsteile. Damit ich besser mit dem Gedanken umgehen kann, dass ich ja viel Geld für das eine oder andere Teil ausgegeben habe - und jetzt soll es weg - gibt es eine gute und logische Erklärung. Das Kleidungsstück war wichtig, um für mich festzustellen, dass mir so ein Schnitt nicht gefällt. Oder dass ich in Zukunft mir mehr Gedanken bei der Kleiderwahl machen muss. Es war also Lehrgeld. Und das ist doch genauso wichtig. Natürlich werden die aussortierten Kleidungsstücke nicht weggeschmissen. Sie werden gespendet oder an Freunde und Verwandte weitergegeben. Ich persönlich trage nicht nur neue Sachen, sondern auch gerne Second Hand. Man könnte auch eine Klamotten-Tausch-Party machen, wenn man Lust darauf hat. Da gibt es viele Möglichkeiten. Neue Kleidung kaufe ich nur dann, wenn ich sie wirklich brauche. Dabei achte ich auf gute Qualität, Bio-Materialien und faire Herstellung.

Hier eine kleine Auswahl, wo ich gerne in der letzten Zeit reinschaue, wenn ich etwas brauche:

Mich würde eine Sache doch noch interessieren. An alle Bräute unter euch! Habt ihr noch eure Brautkleider oder was habt ihr mit ihnen gemacht? Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 10. Mai 2018 veröffentlicht.

Ella 03.11.2018 um 22:59
Mein Kleiderschrank ist ein Ast, der frei hängt. Wenn er zu voll ist oder Sachen daran hängen, die mir nicht gefallen oder die lumpig sind, muss ich das ständig ansehen. Somit sortiere ich sehr regelmäßig, um einen schönen Anblick zu haben. Mein Vorbild ist mein Mann: er hat wirklich NUR Lieblingsteile. Er verkauft leidenschaftlich gern bei eBay. Sobald er ein kleidungsstubgsstück nicht mehr mag, verläuft er es und kauft sich ebenso regelmäßig dort neues. Sein schrank ist also immer Up-to-date und er zahlt dafür quasi nichts.
Mein Brautkleid habe ich nach der Hochzeit verkauft. Die Käuferin hat sich riesig gefreut und das war auch schön für mich. Was könnte ich von dem Kleid mehr erwarten, als diesen einen Tag für mich?
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 05.11.2018 um 17:28
Liebe Ella,
wie schön, das ist eine super Lösung! Vielleicht komme ich auch noch hin. Danke für diese schöne Idee!
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Sabine 20.8.2018 um 22:32
Hallo Lisa,
Ich miste auch immer gern aus. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Mein Hochzeitskleid habe ich an "Herzenssache e.V. - Nähen für Sternchen und Frühchen" gespendet. Daraus werden für Sternenkinder Taufaufleger und kleine Boote oder Einschlagdecken für die letzte Reise genäht. Für mich war es das Schönste, was ich mit meinem Kleid machen konnte.
Liebe Grüße
Sabine
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 21.8.2018 um 8:52
Liebe Sabine,
wir haben neulich unseren Kleiderschrank aufgelöst und alle Sachen in ein großes Regal umgeschichtet. Unglaublich, aber alles passt rein und ich merke, dass ich immer noch zu viel habe, obwohl ich so viel aussortiert habe. Danke für den Tipp mit dem Kleid! Eine sehr gute Alternative. Ich werde heute vielleicht noch ausprobieren, meine Sachen im Regal stehend zu lagern, also nach dem Prinzip von Marie Kondo (sie faltet alles so, dass nachher die Sachen stehen). Mal sehen, obs klappt! So lassen sich die Sachen besser herausnehmen und das Gewicht drückt nicht.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Petra 03.6.2018 um 8:37
Ich habe mein Hochzeitskleid verkauft. Mir tat der Gedanke weh, dass es im Schrank verstaubt und von Motten gefressen wird. Eine gute Freundin von mir mit wenig Geld trug zu Ihrer Hochzeit ein second-hand Kleid. Und der Gedanke, dass mein Kleid einer Frau mit wenig Geld einen tollen Tag beschert, hat mich glücklich gemacht. Wichtig zu wissen ist, dass Hochzeitkleider nur in der gleichen oder max. Folgenden Saison gut verkauft werden können. Ältere Kleider kriegt man kaum los, da sich auch hier die Moden ändern.
Wenn die Pfunde nach der Schwangerschaft runter sind, dann möchte ich meinen Schrank auch radikal ausmisten. Momentan bin ich ganz glücklich drüber ältere, vor der Schwangerschaft zu große Kleidung zu besitzen, in die ich mich gerade hüllen kann. Spart Neuanschafung in einer Größe, die ich nicht behalten möchte. Aber bald räum ich aus - freu mich jetzt schon drauf!
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 03.6.2018 um 12:56
Liebe Petra,
das ist wirklich ein schöner Gedanke mit dem Brautkleid! Du hast absolut recht. Und natürlich, wenn der Körper sich gerade so verändert, lohnt es sich nicht, alles auszumisten. Das wäre ja nicht nachhaltig (Neuanschaffung). Ich hätte es genauso gemacht.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Kathrin 10.5.2018 um 22:45
Hallo Lisa,
ich habe mein Brautkleid abschneiden und einfärben lassen.
Jetzt kann ich es immer wieder zu besonderen Anlässen tragen :-).
Am Anfang tat es schon etwas weh, es zu kürzen und das Experiment mit der neuen Farbe zu wagen, aber ich bin absolut happy damit.
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 11.5.2018 um 8:30
Liebe Kathrin,
ich bin auch am überlegen, ob ich es nicht einfärbe... es ist creme-farben, sehr schlicht und bereits kurz (es war knielang). Man kann es wunderbar für feinere Partys tragen, aber vielleicht nicht in der Farbe... die Frage ist, ob der Stoff die zusätzliche Farbe wirklich annehmen wird, oder ob ich es dann komplett ruiniere... Wie war es bei dir genauerer? Wie wurde es eingefärbt?
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Moni 10.5.2018 um 20:01
Hallo Lisa, ich lese sehr gerne bei Dir mit! Vielen Dank für Deine interessanten Beiträge! Mein Hochzeitskleid habe ich aufgehoben. Ich habe damals im 8ten Monat schwanger geheiratet und habe mich für ein buntes und sehr hübsches Sommerkleid entschieden. Das gute daran ist das Material, es ist aus Seide und plissiert, es passt mir dadurch immer noch sehr gut. Zu besonderen Gelegenheiten, zuletzt zur goldenen Hochzeit meiner Eltern, trag ich es gerne. Liebe Grüße Moni
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 11.5.2018 um 8:29
Liebe Moni,
das freut mich sehr, ich danke dir! :-) Das ist ja eine gute Idee, so hast du ja gar nicht das Problem, dass du dich entscheiden musst. :-)
Liebe Grüße,
Lisa
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Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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