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Übersäuerung: Ursache für schlechte Haare oder Haarausfall?

Vor einigen Jahren, als ich große Probleme mit meinem Magen hatte, beschäftigte ich mich mit dem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts im Körper. Von meinen Erkenntnissen habe ich in diesem Beitrag erzählt. Heute geht es mir gut, ich habe weder Reflux noch Magenprobleme. Das Thema Säure-Basen-Haushalt hat bei mir viel verändert, insgesamt habe ich viel dazugelernt. Also stellte ich meine Ernährung auf vollwertig vegan und glutenfrei um, aß noch basischer und nährstoffreicher. Mir ist seit dem aufgefallen, dass meine Haare kräftiger geworden sind. Es ist schwer zu sagen, was genau die Veränderung bewirkt hat - schließlich habe ich sehr viel in meinem Leben umgestellt. Aber trotzdem: Bestätigt fühlte ich mich, als ich das Buch von Brigitte Hamann Haarausfall ist heilbar! Der natürliche Weg zu vollem und gesundem Haar* las. Wenn der Säure-Basen-Haushalt des Körpers im Gleichgewicht ist (und nicht nur durch Puffersysteme), wirkt sich das automatisch auch auf den Zustand der Haare aus. Das ist für mich nur logisch.

Schöne Haare mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper

Die Schulmedizin lehrt die Menschen nicht unbedingt, den Körper als ein Ganzes zu betrachten. Oft wird nur an bestimmten Stellen gearbeitet. Wenn der Fuß weh tut, wird am Fuß etwas gemacht. Wenn der Magen Probleme macht, wird im Magen geguckt. Mag sein, dass diese Strategie hin und wieder funktioniert, aber eine ganzheitliche Lösung wäre doch schön. Wenn man herausfinden würde, welche Ursache hinter dem Problem steckt, könnte man direkt dort ansetzen. Das ist aber nicht so einfach und meist zeitintensiver. Die Praxen der Hausärzte leiden leider unter chronischem Zeitmangel.

Schöne Haare mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper

Ich merke so oft an mir selbst, wie stark alles zusammen hängt. Das gleiche gilt doch auch für die Haare. Übersäuerung wird gerne von der Schulmedizin als eine erfundene Krankheit (wenn man sie als Krankheit bezeichnen kann) betitelt. Aber je mehr ich darüber lese, umso klarer werden mir die Zusammenhänge. Unser Körper hat ein inneres Milieu - Säuren und Basen befinden sich normalerweise im richtigen Verhältnis. Wenn der Körper gesund ist, können alle notwendigen Prozesse einwandfrei stattfinden. Wenn im Körper zu viele Säuren entstehen, muss er sie neutralisieren. Das ist ein Puffersystem, damit das Gleichgewicht erhalten bleibt. Wenn der Körper jedoch über einen langen Zeitraum sich ständig um sehr viele Säuren kümmern muss, leidet das Puffersystem. Ich stelle mir das so vor, dass der Körper neben dieser Aufgabe noch weitere Dinge zu tun hat (Stressbewältigung, Abwehrsystem aufrecht erhalten, Steuerung der Funktionen) - eine Überlastung ist sicher schnell erreicht. Übersäuerung wird in Verbindung mit diversen Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht, wie z.B. Allergie, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Migräne, Rheuma, Bluthochdruck, Neurodermitis, Osteoporose oder Krebs. Aber auch mit Haarausfall, schlechter Haut und brüchigen Nägeln!

Schöne Haare mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper

Übersäuerung hat keine klaren Symptome. Die Diagnose ist schwierig. Haarausfall oder Haarprobleme könnten ein Hinweis sein. Ebenso eine schlechte Haut. Auch, wenn man sich dauernd müde fühlt, unter Kopfschmerzen leidet oder der gesamte Körper empfindlich ist. Die Symptome sind sehr alltäglich, man denkt sich ja nicht gleich, dass man evtl. übersäuert ist, wenn man Kopfschmerzen bekommt. Übersäuerung kommt schleichend, ich lese, dass sie sogar ohne typische Symptome verlaufen kann, bis man krank wird. Unser Darm und unsere Haut, aber auch Lunge, Leber und Niere, das gesamte Gewebe müssen stark zusammen arbeiten, um den PH-Wert des Körpers im basischen Bereich zu halten. Die Haut scheidet die Säure z.B. über den Schweiß aus. Unser Mineralstoffspeicher in Knochen und Zähnen (im Notfall) wird genutzt, um Säuren zu neutralisieren. Die Lunge scheidet mit dem Atem die Kohlensäure aus. Wenn die Puffersysteme nicht mehr gut funktionieren, wenn der Körper überlastet wird, merken wir das. Wir fühlen uns schlecht, die Muskeln können verhärtet sein, es lagern sich Säuren im Bindegewebe ab und der Körper hat zu viele Abfallprodukte, die er nicht rechtzeitig loswerden kann. Er kann sie zwar deponieren, aber je Älter man ist, umso langsamer sind die Prozesse im Körper und somit schwieriger der Abbau. Wir brauchen also beides: Säuren und Basen. Im Gleichgewicht!

Schöne Haare mit einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt im Körper

Ich habe meine Übersäuerung mit Urin-Streifen gemessen. Ich kaufte mir das Buch von Eva-Maria Kraske Säure-Basen-Balance* und Urin PH-Streifen*. Nach Anleitung habe ich mein Urin über den Tag verteilt gemessen und stellte fest, dass die "normale" Kurve bei mir nicht normal war. Ich war im sauren Bereich! Nach der Ernährungsumstellung hatte ich wieder gute Werte.

Man kann also beides tun: Direkt am Problem arbeiten und die Ursache angehen. Ich habe meine Haare die letzte Zeit sehr verwöhnt und die langfristige Umstellung auf eine basische Ernährung hat mir geholfen, den Zustand weiter zu verbessern und zu erhalten. Gerne schreibe ich über meine Haarpflegeroutine, empfehlen möchte ich euch bis dahin die Beiträge über meine Erfahrung mit tensidfreiem Shampoo, die Apfelessig-Haarspülung für mehr Glanz und die DIY Bananen-Haarmaske. Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 24. April 2018 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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