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Wir versinken im Müll, aber diese letzte Chance gibt es!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich war heute einkaufen und musste mich bei der Auswahl von Obst und Gemüse ziemlich ärgern. Frischer Blumenkohl: Einmal in Plastikfolie eingeschweißt, dafür in Bio-Qualität. Einmal ohne Plastikfolie, aber in konventionell. Der Preis war fast der gleiche. Was mache ich nun? Dasselbe mit den Gurken. Letzte Woche konnte ich jede Menge Obst und Gemüse ohne Verpackung kaufen. Ich ergatterte demeter-Orangen, Äpfel, Karotten und viele andere Sachen ohne Verpackung. Ich kam total happy nach Hause und konnte es nicht fassen, dass das in unserem Supermarkt möglich war. Dieses Glücksspiel geht mir aber ziemlich auf die Nerven.

Wir versinken im Müll

Passend zu meinem Frust, laß ich einen Beitrag auf ARD darüber, dass Deutschland bald ein großes Problem mit dem Plastikmüll bekommt. Denn China will Plastikmüll aus Europa und somit auch aus Deutschland nicht mehr annehmen. In Deutschland fehlen jedoch sowohl Kapazitäten in den Müllverwertungsanlangen als auch Lagerplätze. Super, oder? Statt das Problem mit dem Müll selbst zu lösen, schiebt man es einfach ab. Ich hoffe sehr, dass in China aus dem Plastikmüll wirklich Fensterrahmen gemacht wurden. Im Beitrag taucht immer wieder die Plastiktüte auf. Was ich nicht verstehe: Warum wird immer die böse Plastiktüte für schuldig erklärt? Ich vermute, dass die eigentliche Plastiktüte noch das kleinere Übel ist. Schauen wir uns doch mal um! Wenn wir einkaufen gehen, ist so gut wie alles in Plastik verpackt. Mindestens einmal, manchmal mehrfach. Und nicht immer haben wir die Möglichkeit, zur Alternative zu greifen. Die gelbe Tonne ist voll - da sind nicht nur die Einkaufstüten drin! Ich bin so was von bereit, mit richtig vielen Stofftütchen und Gläsern Zero Waste einkaufen zu gehen. So wie früher! Als ich klein war, ging ich mit meiner Mama ins Geschäft und wir haben unser Glas auf die Waage gestellt. In das Glas wurde die gewünschte Ware abgefüllt und fertig. Ich würde mir sofort alles ohne Verpackung im Geschäft abfüllen! Ich bin sogar bereit, mehr Geld dafür zu bezahlen.

Müllberge weit und breit

Einzige Lösung: Auf Plastik verzichten. Aber geht das wirklich? Wenn man nach einer Zero Waste Lebensweise sucht, findet man tatsächlich Beweise. Es gibt Menschen, die es schaffen, den Plastikmüll auf ein Minimum zu reduzieren. Sie kaufen in Unverpackt-Läden ein oder gehen auf Märkte. Sie spinnen sich ein Netz mit Einkaufsmöglichkeiten, fast schon Geheimtipps. Wie kann man das Ganze nun massentauglicher machen? Vielleicht ist es ganz gut, dass Deutschland nun konkret mit dem Problem konfrontiert wird. Niemand will freiwillig auf einem Müllberg leben. Bevor jedoch der Gesetzgeber scharf durchgreift, könnte noch eine ganze Weile vergehen. Bis dahin muss man doch auch selbst etwas tun können!

Bea Johnson ist eine bekannte Autorin, die seit 2008 möglichst wenig Müll produziert. Sie lebt den Zero Waste Lifestyle. Sie ist sehr inspirierend und hat u.a. das Buch Zero Waste Home geschrieben (Kindle-Edition). Ihre 5 Grundsätze helfen sofort, nachhaltiger und müllreduzierter zu leben. Beachte unbedingt die Reihenfolge!

  • 1. Refuse: Lehne alles ab, was du nicht brauchst
  • 2. Reduce: Reduziere die Dinge, du du brauchst
  • 3. Reuse: Benutze Dinge immer wieder
  • 4. Repair: Repariere Dinge, die kaputt gegangen sind
  • 5. Recycle: Damit möglichst wenig Müll entsteht
  • Rot: Kompostiere alles, was sich kompostieren lässt

Dieses Video zeigt, was man bereits JETZT als Einzelperson tun kann, um weniger Müll zu produzieren. Niemand ist perfekt! Jeder Schritt zählt, und das ist nicht einfach so ein blöder Spruch. Das ist die Realität! Ich weiß, dass das Plastikproblem nicht so einfach ist. Ich weiß auch, dass nicht einfach alles von heute auf morgen umgestellt werden kann. Aber ein Stück mehr Bewusstsein für die Möglichkeiten, die bereits da sind, können bereits viel verändern.

Viele liebe Grüße von Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 7. Januar 2018 veröffentlicht.