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Einfache Tipps für noch mehr Ordnung und Minimalismus zu Hause

Diese Woche war und bin ich immer noch sehr viel am entrümpeln, aussortieren und minimalisieren. Wir leben schon recht minimalistisch, aber es gibt immer noch Ecken in meinen vier Wänden, die ich nicht richtig organisiert angehen kann. Was mich aktuell total stört: Die Unordnung. Ich bin kein super ordentlicher Mensch, früher war ich sogar recht chaotisch, aber ungefähr ab dem 25. Lebensjahr verspürte ich immer mehr das Bedürfnis, mehr Ordnung und Struktur um mich herum zu haben. Ich kann nicht so gut arbeiten, wenn mich ein richtiges Chaos umgibt. Und je mehr ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftige, umso stärker und schneller merke ich, wenn ich mich wegen der vollen oder unordentlichen Umgebung unwohl fühle. Im Moment ist es so, dass mich sehr viele Dinge im Haushalt stören, die ich am liebsten sofort verändern würde. Aber das ist nicht machbar. Also ist es wichtig, kleinere Schritte zu planen und sie jeden Tag zu realisieren. Wenn man z.B. mit dem Ausmisten anfängt, ist das nicht immer eine schnell von der Hand gehende Sache. Manchmal muss man ganz schön schwere Entscheidungen treffen. Und das kostet Kraft. Also alles wohl dosiert und entspannt angehen, aber trotzdem angehen - denn der aktuelle Zustand kann so nicht bleiben. Da mich das Thema gerade so interessiert, habe ich einige Tipps gesammelt, die beim Sortieren, Ausmisten oder Ordnung machen helfen könnten.

Ordnung zu Hause schaffen und minimalistischer leben

Perfektionismus ablegen

Manchmal, wenn ich das ganze Haus blitzeblank geputzt und aufgeräumt habe - verspreche ich mir, dass ich diese unbeschreibliche Ordnung von nun an erhalten möchte. Ich werde sofort alles wegräumen, abspülen oder einsortieren. IMMER! Zum Glück lässt dieses Gefühl und der Drang nach Ordnung mit der Zeit nach und ich kehre zu meiner Alltagsroutine zurück. Würde ich wirklich diese Ordnung beibehalten, müsste ich ständig putzen und hätte den Kopf nur mit dieser einen Aufgabe voll. Ich wäre vermutlich etwas verkrampft oder unentspannt. Vielleicht würde ich mich sogar scheuen, Dinge zu tun, die für Unordnung oder Dreck sorgen könnten. Also: Das Putzen oder Ausmisten darf nicht zum Alltag bzw. Lebensinhalt werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass man auf jeden Fall gewisse Ordnungsregeln verinnerlicht, wenn man sie immer wieder anwendet. Und es ist auch legitim, etwas nicht sofort wegzuräumen oder liegen zu lassen. Die goldene Mitte ist hier der richtige Weg, ohne Gewissensbisse oder Zwang.

Ordnung zu Hause schaffen und minimalistischer leben

Ehrlich nach den Gründen suchen

Jeder kennt das: Manche Wohnungsecken sind in der Regel ganz ordentlich, andere sind jedoch eine wahre Katastrophe. Warum ist das so? Anstatt zu schimpfen und ständig immer wieder die unordentlichen Stellen aufzuräumen, hilft es einmal zu überlegen, warum sie überhaupt entstehen. Nicht immer ist der wahre Grund ein Mangel an Zeit zum Aufräumen. Bei mir sind die Gründe oft andere. Ich habe keine richtigen bzw. festen Plätze für die herumliegenden Sachen, die immer wieder für Unordnung sorgen. Oder ich habe zu viele Sachen für den bestimmten oder begrenzten Platz. Ebenso tritt manchmal das Problem auf, dass ich zwar alle Sachen brauche, aber ihre Lagerplätze kompliziert erreichbar sind. Hier sind die Stauräume einfach nicht ideal gewählt. Wenn man sich diese Punkte klar gemacht hat, kann man nach konkreten Lösungen suchen.

Eine Sache am Tag zu Ende bringen

Wie schon kurz erwähnt, am besten klein anfangen und sich vorarbeiten. Ich weiß, man will sofort alles und überall anpacken. Aber das geht nicht und sorgt für Frustration und Überforderung! Heute zum Beispiel habe ich alle Böden gewischt, in allen Ecken gesaugt und das Spülbecken in der Küche intensiv und gründlich geputzt. Ebenso konnte ich meine Näh-Stoffe zur Hälfte sortieren und nach einer neuen Technik ordentlich zusammenlegen. Das reicht! Für heute ist das eine tolle Arbeit. Morgen geht es weiter. Jetzt schreibe ich diesen Artikel. Klar, ich würde auch jetzt noch gerne weiter machen. Aber ich weiß auch, dass ich sehr gerne diesen Artikel schreiben möchte und einfach schon genug sortiert habe - morgen habe ich einen klaren Kopf für neue Entscheidungen.

Ordnung zu Hause schaffen und minimalistischer leben

Schöne Aufbewahrungsmöglichkeiten suchen

Oft wirkt ein Raum einfach unordentlich, weil man keine passende Aufbewahrung hat. Entweder hat man keine und verschiedene Dinge stehen offen herum. Oder man hat eine Aufbewahrungsmöglichkeit, aber sie sieht alles andere als gut aus. An dieser Stelle würde ich nicht sparen und mir eine schöne Aufbewahrung besorgen. Ich mache zum Beispiel auch gerne Upcycling. Alte Kartons werden neu beklebt oder mit einer neutralen Farbe gestrichen. Aber: Solche Aktionen kosten viel Zeit und gerne nimmt man sich mehr vor, als man in Wirklichkeit schafft. Anstatt einfach eine Box zu kaufen, liegen die Sachen dann weiterhin im Raum herum und man hat zusätzlich auch noch eine Box-Bastel-Aufgabe mehr zu erledigen. Realistisch abwägen und handeln ist an dieser Stelle wichtig.

Oberflächen für mehr Luft im Raum

Ganz egal, wie sauber oder zugemüllt ein Raum ist - sobald man die Flächen wie Tisch oder Fensterbänke freigeräumt hat, wirkt er bereits ganz anders. So frei und luftig! Sehr viele Menschen (und ich gehöre definitiv dazu) lagern gerne Sachen oben auf den Schränken. An sich ist das auch eine tolle Aufbewahrungsmöglichkeit. Bei uns wurden zum Beispiel auf dem Kleiderschrank große Reisetaschen aufbewahrt. Das Problem dabei ist leider, dass diese Tasche eine dunkle Farbe hat und sehr stark ins Auge springt, sobald man in den Raum tritt. Das nimmt man jedoch erst richtig wahr, wenn man sich mit den Harmonien im Raum beschäftigt. Auch wenn der Platz auf dem Schrank toll ist, nutze ich ihn jetzt nicht mehr für solche sperrigen Dinge. Eine helle und kleinere Box sorgt für deutlich weniger Unruhe, die Tasche fand einen neuen Platz im Schrank und die Raumwirkung hat sofort zum Positiven gewandelt. Das Gleiche gilt auch für die Küche: Je mehr Oberflächen mit kleinen Dingen zugemüllt sind, umso unruhiger und unaufgeräumter wird der Raum.

Ordnung zu Hause schaffen und minimalistischer leben

Verschenken tut gut!

Früher habe ich mir immer wieder vorgenommen, Dinge über online-Auktionen oder Kleinanzeigen zu verkaufen. Heute weiß ich, dass ich meine Zeit lieber in sinnvollere Dinge stecken könnte und stattdessen einfach die Dinge verschenken kann. Ich verkaufe nur noch, wenn ich weiß, dass der Aufwand sich auch wirklich lohnt. Ich packe also alles in eine Kiste, was ich nicht mehr benötige und auch nicht verkaufen möchte und verschenke es über ebay-Kleinanzeigen. Innerhalb von wenigen Minuten bekomme ich mindestens 3 Nachrichten mit der Frage, ob die Kiste noch da ist und ob der- oder diejenige sie abholen kann. Ich habe also nur 2 Minuten Zeit investiert, die Anzeige aufzugeben und ein Foto von der Kiste zu schießen und muss nur noch einmal die Tür aufmachen, damit jemand die Sachen abholt oder sich etwas aussucht. Fertig. Je öfter man solche Aktionen macht, umso besser kann man sich von den Dingen trennen und sie einfach verschenken. Außerdem macht es große Freude zu sehen, wie sich die Menschen über die Dinge freuen.

Du bist, was du siehst

Kleider machen Leute. Du bist, was du isst. Und so weiter... Und ich denke auch, dass wir das sind, was wir sehen bzw. was uns umgibt. Wenn wir uns in unseren vier Wänden nicht so richtig wohl fühlen, können wir auch nicht richtig mit uns zufrieden sein. Wir können nicht ausruhen, entspannt genießen oder uns auf bestimmte Dinge konzentrieren. Entweder wird der Zustand unserer Umgebung sich ständig in unseren Seelenfrieden einklinken und für Unruhe Sorgen oder wir fühlen uns einfach belastet, wissen aber nicht warum. Deshalb muss man auf jeden Fall seine Umgebung mal richtig durchchecken und schauen, was einen extrem stört. Natürlich muss auch eine Lösung ausgearbeitet werden! Lass dich auf die Veränderung deiner Umgebung ein.

Welche Routine ist bei mir im Alltag wichtig, damit nicht das große Chaos ausbricht?

Diese Handgriffe oder Routinen sind bei mir im Alltag ein MUSS. Ich achte darauf, dass ich sie wirklich erledige, weil ich aus langjähriger Erfahrung weiß, dass ich mich später ärgern werde, wenn ich sie vernachlässige. Natürlich gibt es manchmal Ausnahmen, aber in der Regel werden sie regelmäßig ausgeführt:

  • Nach dem Essen den Esstisch abräumen und die Küche - soweit wie möglich - aufräumen.
  • Spül- und Waschbecken nach dem Benutzen in einem sauberen Zustand hinterlassen, damit man sich das nächste Mal nicht ärgert. Das bedeutet: Siebe ausleeren, grundsätzlich kein dreckiges Geschirr stehen lassen (blockiert nur das Spülbecken) und grobe Verschmutzungen sofort wegmachen.
  • Regelmäßig mit einem Korb durch die gesamten Wohnräume gehen und alle Spielsachen meiner Tochter einsammeln und im Kinderzimmer ausladen.
  • Zu festen Zeiten mindestens einmal in der Woche den Fußboden wischen. Zwischendurch nach Bedarf den Boden saugen, wer Haustiere hat, weiß warum.
  • Verpackungsmaterialien rechtzeitig entsorgen, Mülleimer regelmäßig ausleeren und keine großen Sammelaktionen mit Altglas veranstalten.
  • Dinge, die man benutzt hat, möglichst bald wieder wegräumen.
  • Beim Kochen alle Dinge, die ich verwende, möglichst schnell wieder in den Schränken verstauen - so bleibt die Arbeitsfläche sauber. Es lohnt sich manche Dinge gleich per Hand abzuspülen, so sind sie nicht im Weg und müssen später nicht mühsam von den festgetrockneten Resten befreit werden.

Ich habe bestimmt noch 1000 andere Dinge vergessen, die ich regelmäßig mache oder die man noch machen könnte. Sobald mir weitere Tipps einfallen, schreibe ich gerne weitere Beiträge zu diesem Thema. An dieser Stelle möchte ich dir einfach viel Vergnügen beim Aufräumen und Ausmisten wünschen und freue mich, wenn du berichtest, wie du dein Alltagschaos im Rahmen hältst und welche Tipps für dich besonders wichtig sind.

Viele Grüße von

Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 26. November 2017 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und mit zwei Hunden ist unsere Familie aktuell komplett. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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