Nachrichten-Konsum schadet meiner Gesundheit

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Zum Podcast
Jetzt anhören!

Wer Nachrichten liest oder schaut, ist immer bestens informiert und ignoriert nicht das Weltgeschehen. Stimmt das wirklich? Gerne möchte ich dir erzählen, wie Nachrichten langfristig auf meine Gesundheit wirken, warum ich nicht täglich Nachrichten verfolge und was mir besonders gut hilft, nicht in den negativen Nachrichten-Strudel zu verfallen.

Nachrichten-Konsum sorgt für gesundheitliche Probleme

Früher war alles besser

Haben wir nicht immer wieder den Eindruck, dass die Welt früher irgendwie besser war? Vielleicht hängt dieses Gefühl mit dem heutigen - sehr intensiven - Nachrichtenkonsum zusammen. Das Radio läuft, im Handy ploppen ständig News auf, die Social Media Kanäle versorgen unsere Timeline mit aktuellem Geschehen und sogar im Abendprogramm sieht man den gesamten Nachrichten-Tag zusammengefasst. Oft haben wir gar nicht mehr die Kontrolle, wann wir mit Nachrichten versorgt werden.

Früher konsumierte ich täglich Nachrichten, morgens und abends ganz bewusst. Ich wollte nichts verpassen und gut informiert sein. Ich lebe doch in einer Welt, die ich ebenfalls gestalten möchte. Ich möchte vor allem meine Augen nicht verschließen und mitbekommen, was in der Welt so los ist.

Morgens, nach meinem Nachrichtenkonsum, startete ich bereits bedrückt und negativ aufgeladen in den Tag. Das war mir, ehrlich gesagt, gar nicht so bewusst. Ich habe diesen Konsum positiv gesehen, das gehört sich so! Am Tag grübelte ich über das gehörte oder gesehene, sprach darüber mit anderen Menschen oder ärgerte mich über die Geschehnisse. Am Abend, in meiner Ruhezeit, schaute ich natürlich ebenfalls Nachrichten, da ich ja bereits voll involviert war und wissten wollte, wie es weiter ging oder ob das Problem gelöst wurde.

Nachrichten-Konsum sorgt für gesundheitliche Probleme

Sitzt du auch in der Falle?

Ich denke, bereits jetzt, fällt dir etwas auf. Ich startete negativ den Tag. Die meisten Nachrichten, die wir präsentiert bekommen, sind negativ. Dort ist etwas passiert, da ist etwas explodiert. Ja, das sind ganz schlimme Dinge. Aber hilft es irgend jemandem, wenn ich bereits am Morgen diese Dinge weiß? Außer, dass ich angespannt und gestresst in den Tag starte und anderen Menschen möglicherweise nicht mehr so freundlich begegne. Ich starte in den Tag, in meine Welt, mit einer völlig negativen Einstellung und sehe alles etwas dunkler. Abends, bevor ich schlafen gehe, ziehe ich mir den gesamten Tag noch einmal rein. Es wundert mich nicht, warum so viele Menschen nachts schlecht schlafen können.

Man fühlt sich hilflos, gelähmt und muss den Frust doch irgendwie loswerden. Kann man seinen Dampf nicht ablassen, schluckt man alles einfach herunter. Dauerstress stellt sich ein, Schlafstörungen, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen der Muskulatur, alles mögliche. Wir wissen, wie Stark ein dauerhafter Stress unsere Gesundheit beeinträchtigen kann. Dazu kommt noch unser Alltag - dort passieren zusätzlich Dinge, mit denen wir klar kommen müssen. Chronischer Stress entsteht, vieles ist dadurch vorprogrammiert. Wir werden krank, sind weniger belastbar, unsere Beziehungen leiden und das ganze Leben fühlt sich an wie ein Hamsterrad.

Unser Handlungsspielraum ist begrenzt

Manchmal können wir spenden oder demonstrieren gehen, wenn etwas schief läuft. Jedoch können wir nicht auf jede Nachricht reagieren, die wir mitbekommen. Aber wir nehmen sie auf und müssen sie verarbeiten. Ich habe vor vielen Jahren beschlossen, keine Nachrichten mehr zu konsumieren. Ich kann dir wirklich versichern: Der Stresspegel sinkt dadurch enorm! Menschen, die Probleme mit ihrer Gesundheit haben, bekommen oft den Ratschlag - "Schrauben Sie Ihren Stresspegel herunter!". Mein Ratschlag ist: Schrauben Sie Ihren Nachrichtenkosum herunter! Das bedeutet nicht, dass man ab sofort unwissend und unreflektiert durch die Gegend läuft. Ganz im Gegenteil. Man konsumiert bewusster. Man beschäftigt sich tiefer mit den Problemen, aber dann, wenn man das auch kann, ohne einen Zustand der Lähmung und Fremdbestimmung. Die wichtigsten Nachrichten werden dich auch auf einem anderen Weg erreichen.

Nachrichten-Konsum sorgt für gesundheitliche Probleme

Nachrichten-Fasten für mehr innere Ruhe

Seit ich keine Nachrichten mehr schaue, fühle ich mich entspannter. Außerdem konsumiere ich gezielt "gute Nachrichten", da sie leider in den gängigen Medien kaum bis gar nicht auftauchen. Danach kann man gezielt suchen, wenn man in die Suchmaschine "Good News" eingibt. Die Welt ist nicht so schlecht, wie wir denken und empfinden. Sie wird uns so präsentiert. Die Medien bestimmen, was angesagt ist. Es wird das gezeigt, wo es am lautesten geknallt hat. Jetzt ist zum Beispiel Corona in aller Munde. Aber es gibt durchaus noch andere Dinge, die erwähnenswert sind. Komisch aber, dass sie in der Medienlandschaft im Moment kaum existieren. Mein Stresspegel ist seit dem Nachrichten-Fasten deutlich gesunken, alleine diese Entscheidung tut gut. Und wenn ich wirklich Nachrichten mitbekommen möchte, mache ich das bewusst und schaue, ob ich sie auch im Moment wirklich gut "vertragen" kann. Das fühlt sich völlig anders an. Vielleicht ist dieser Weg des Nachrichtenkonsums auch für dich interessant und hilfreich. Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 8. Juli 2020 veröffentlicht.

Tipp
Nachhaltige
Lösungen für deinen Alltag!
✔ Kostenloser Newsletter max. 1x pro Woche.
✔ Jederzeit abbestellbar über einen Link.
✔ Ich habe die Hinweise zum Datenschutz zur Kenntnis genommen und stimme ihnen zu.
Newsletter abonnieren