Es ist alles in deiner Hand und es ist so einfach!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Umweltschutz leicht gemacht

Dieses Wochenende hatte ich so viele Eindrücke wie schon lange nicht mehr. Mit eigenen Augen zu sehen, wie krass (ein anderes Wort fällt mir gerade nicht ein) der kaputte Wald überall aussieht, machte mich zutiefst traurig. Aber auch sprachlos, wütend und aktiv zugleich. Ist uns eigentlich wirklich klar, was hier gerade abläuft? Und das hat jetzt gar nichts mit Corona zu tun. Es geht um unsere Lebensgrundlage, dagegen ist Corona eine "Kleinigkeit" (auch wenn sie anstrengend, hart und herausfordernd ist). Aber vor allem geht es um das Leben der nächsten Generationen. Unser Planet ist schwer krank, liegt gerade auf der Intensivstation und die Zeit, in der die Beatmungsmaschine noch läuft, ist leider begrenzt. Danach sind die Akkus leer und es gibt kein zurück mehr. Die Gesundheit unserer Erde liegt in unserer Hand. Doch vielen scheint es einfach egal zu sein. Sie leben so, als ob sie gar nicht die Bewohner der Erde sind, sondern nur Zuschauer eines überzogenen Films. Jeder von uns kann - und zwar sofort - etwas verändern und die Akkus der Beatmungsmaschine Stück für Stück aufladen, bis der Planet sich wieder stabilisiert hat. Noch ist es möglich!

Umweltschutz ist so einfach

Nicht nur der kaputte Wald fällt extrem auf. Auch die regelmäßige Dürre macht sich stärker bemerkbar. Das ist eine Tatsache, die jeder in seinem Garten mit geschlossenen Augen beobachten kann. In einem Artikel von mdr findet man klare Worte: "Wetter-Experten zeichnen ein düsteres Bild für 2020: Wenn es nicht bald monatelang am Stück regnet, wird es Essig mit der Ernte 2020 in Deutschland. Denn in tiefen Erdschichten fehlt es an Wasser."

Ein Tropfen auf den heißen Stein?

Um unsere Gartenernte zu sichern, gießen wir im Garten mit dem Brauchwasser, das bei uns im Haushalt anfällt. Im Küchenwaschbecken steht eine große Schüssel, die das gebrauchte Wasser auffängt. Ich habe mich seit einiger Zeit von der Spülmaschine verarbschiedet, da unsere Küche sehr minimalistisch geworden ist (dazu bald mehr in einem anderen Beitrag). Jetzt verwende ich beim Handspülen nur sehr begrenzt Spülmittel - so dass doch jede Menge nutzbares Abwasser anfällt. Die Schüssel ist recht schnell voll, alleine, wenn zum Beispiel Obst und Gemüse gespült wird. Das Wasser wird direkt neben der Terasse in eine große Tonne abgefüllt. Meine frisch gesähten Pflanzen sind froh und ich nutze das Wasser somit zweimal.

Umweltschutz ist so einfach

Dabei geht es mir gar nicht ums Geld

Ich hatte neulich ein Gespräch mit jemandem. Als ich begeistert erzählte, dass ich das Wasser weiter für den Garten nutze, kam von der anderen Seite eine Kostenrechnung, dass das Wasser ja gar nicht so teuer wäre. Dieser Aufwand ist doch Schwachsinn, ich würde übertreiben und Öl ins Feuer gießen. Ist das wirklich so? Ich wiederhole mich: Es geht nicht ums Geld. Es geht um die Kreisläufe, es geht um die Logik, es geht darum, Ressourcen zu schonen, zu entlasten, zu helfen und im Einklang mit der Natur zu leben, nicht gegen sie.

Die Natur schreit nicht laut und schreibt auch keine Schlagzeilen, die mit Angst arbeiten. Wir Menschen machen so oft die Augen zu, um das Wahrheit nicht zu sehen. Wir verdrängen einfach, statt zu handeln. Wir müssen nicht täglich duschen, wir müssen nicht alle zwei Jahre ein neues (dickes) Auto kaufen, wir müssen nicht täglich Fleisch essen und wir müssen auch nicht so leben, als ob es kein Morgen gäbe. Wir sind so verwöhnt, die Meisten von uns haben mehr als genug Wohnraum zur Verfügung, wir sind gesättigt mit Dingen um uns herum. Was fehlt, ist das Mitgefühl für unsere Erde, unser Zuhause, wir sind ein Teil der Natur, und wir sollten endlich mit ihr zusammen arbeiten, nicht gegen sie. Hier ein paar Vorschläge, die man leicht umsetzen kann:

  • achte auf biologisch angebaute Lebensmittel so oft es geht und so unverpackt wie möglich
  • kaufe erst etwas, wenn du es wirklich benötigst oder leihe es von Nachbarn oder Freunden
  • esse Fleisch und Milchprodukte so selten wie möglich
  • trinke Leitungswasser (wenn gewünscht, gefiltert und weiter verfeinert)
  • schaffe blühende Flächen für Insekten
  • verbanne giftige Putzmittel aus deinem Haus
  • verwandle dein Gartengrundstück in deinen "Supermarkt" mit frischem Obst und Gemüse
  • setze auf natürliche Materialien bei Kleidung und Gegenständen
  • renoviere nachhaltig und achte auf die Schadstoffbelastung
  • wohne auf einer kleinen Fläche, so musst du weniger heizen
  • wenn du wenig Besitz hast, brauchst du keine großen Räume
  • wechsel deinen Stromanbieter, wenn du immer noch keinen Ökostrom beziehst

Jede Veränderung hilft, also nimm deinen Alltag genau unter die Lupe und traue dich auch unkonventionelle Lösungen auszuprobieren.

Beitrag von Lisa Albrecht am 26. April 2020 veröffentlicht.

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