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Fühle dich stark, du bist gut genug! Einfache Übung

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Wir alle tragen ganz bestimmte Glaubenssätze in uns. Einer davon ist die Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Ich kenne kaum jemanden, der nicht an sich zweifelt. Natürlich ist die Ausprägung immer unterschiedlich und situationsbedingt. Aber ganz ehrlich: Nervig ist es schon, immer wieder an sich zu zweifeln. Ist man wirklich nicht gut genug? Vor allem schimmert dieser Glaubenssatz durch, wenn man etwas Neues beginnen möchte. Etwas, das man vorher nie gemacht hat oder wovor man Angst hat. Nicht wenige Menschen haben sogar täglich die Grundüberzeugung, nicht gut genug zu sein. Sie fühlen sich schlechter als andere. Wie oft denken wir über uns Dinge wie: Ich bin nicht schön genug, nicht beliebt genug, nicht erfolgreich genug, nicht reich genug, nicht schlank genug usw. Oft passiert das im Vergleich, wir sehen etwas und wollen es auch sein. Oder haben. Oder beides. Wir sind unzufrieden mit unserer Situation und statt sie zu verändern, schalten wir in den „Nicht gut genug“ Modus um. Schließlich ist das irgendwie einfacher, da man nicht aus der Komfortzone herauskommen muss. Etwas zu verändern macht uns vielleicht Angst oder es ist erst einmal unbequem.

Bin ich gut genug?

Kein Mensch kommt mit dem Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ auf die Welt! Wenn wir Babys beobachten, merken wir, dass sie mit sich selbst richtig zufrieden sind. Erst durch Erfahrungen in der Kindheit, negative Bemerkungen anderer oder Vergleiche untereinander entsteht der belastende Glaubenssatz.

Die Schulzeit hat mich ziemlich stark geprägt. Wenn man gerade etwas anfängt zu lernen und bereits am Anfang durch eine schlechte Note zu Boden gedrückt wird, bekommt man schnell das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Dass man automatisch noch weniger Lust auf das Fach bekommt, ist klar. Schon schließt sich der Kreis. Keine Motivation, schlechtes Gefühl, keine guten Ergebnisse. Wenn man in der Pubertät bei seinem Schwarm abblitzt, zweifelt man an seinem Aussehen. Schon wird mehr Schminke gekauft. Es gibt unzählig viele Beispiele, die in uns allen Zweifel aufkommen lassen. Und je nach Typ und Häufigkeit setzt sich das eine oder andere in uns richtig fest.

Bin ich gut genug?

Was bedeutet denn gut, wer sagt was gut und was nicht gut ist und gibt es dieses „nicht gut genug“ überhaupt? Ich habe bei mir selbst nach Antworten gesucht. Nicht die Außenwelt gibt mir dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, sondern ich selbst. Es ist meine Wertung der Dinge, meine Schlussfolgerung. Aber ob sie wirklich der Realität entspricht? Warum müssen wir immer denken, wir genügen nicht? Würden wir andere fragen, ob wir wirklich nicht gut genug sind, würden sie sich am Kopf kratzen und uns sagen, dass wir völlig in Ordnung sind, wie wir sind. Es geht um die innere Wertung, die innere Stimme, wie wir uns sehen und was wir dabei fühlen, aber nicht um die wirkliche Leistung oder Wirkung auf andere. Wenn man z. B. schlecht Englisch kann und sich auf eine Stelle bewirbt, die Englisch als Voraussetzung hat, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder nimmt man das zur Kenntnis und lernt weiterhin fleißig Englisch, um bei der nächsten Bewerbung zu glänzen, oder man kramt (natürlich ganz automatisch und unterbewusst) den Glaubenssatz heraus, dass man nicht gut genug ist. Vermutlich würde man sich, nach dem man über sich selbst schlecht gedacht hat, auch gar nicht erst dort bewerben. Wenn ich heute Situationen erlebe, die in mir drin dieses blöde Gefühl auslösen, schaue ich genau hin. Stimmt das Gefühl wirklich? Glaube ich wirklich daran? Die Antwort ist immer – nein. Ich bin gut genug. Wenn ich etwas nicht kann, gebe ich mir Mühe, es zu können. Wenn ich etwas zwar ganz toll finde, aber selbst aus bestimmten Gründen nicht haben kann, frage ich mich, warum ich es haben möchte. Dabei merke ich, dass ich es gar nicht wirklich haben möchte, sondern ein Problem mit mir selbst habe.

Ich bin vor einiger Zeit auf eine sehr spannende und in meinen Augen effektive Methode gestoßen, die sofort hilft, Glaubenssätze wie zum Beispiel „Ich bin nicht gut genug„ infrage zu stellen. Denn erst, wenn wir unsere Glaubenssätze infrage stellen, können wir an ihnen arbeiten und sie verändern. Natürlich kann man seine Glaubenssätze nicht von heute auf morgen umprogrammieren, schließlich haben wir Jahre benötigt, damit sie in uns so festsitzen. Aber mit Kontinuität und Selbstliebe kann man seine alten Glaubenssätze überschreiben.

Bin ich gut genug?

Die Methode kommt von Byron Katie, sie ist eine US-amerikanische Lehrerin und Bestsellerautorin. Wenn man mal wieder denkt, nicht gut genug zu sein, stellt man sich folgende Fragen:

  • 1. Ist das wahr, bin ich nicht gut genug?
  • 2. Bin ich mir wirklich ganz sicher, dass ich nicht gut genug bin?
  • 3. Was löst dieser Gedanke bei mir aus, wenn ich daran glaube? Welche körperlichen Symptome spüre ich, wie geht es mir emotional?
  • 4. Wer wäre ich, mein Leben oder meine Situation, wenn ich nicht an diesem Glaubenssatz bzw. Gedanken festhalten würde?

Beim Beantworten dieser Fragen merkt man, wie der Glaubenssatz zu wackeln anfängt. Man merkt, wie hart man zu sich selbst ist und wie unnötig man sich ständig quält. Man fängt an, diese Dinge zu hinterfragen. Man fühlt, was der Glaubenssatz mit einem körperlich und emotional macht. Möchten wir das? Natürlich nicht! Und wenn man sich vorstellt, wie das Leben wäre, wenn wir diesen Glaubenssatz nicht hätten, fühlen wir uns stark, ihn endlich loszulassen. Plötzlich fragen wir uns, warum wir überhaupt diesen Glaubenssatz in uns haben, denn – er stimmt tatsächlich nicht.

Wir gestalten unsere Gedanken. Wir haben es in der Hand, an was wir glauben. Wir können sofort damit anfangen, alte Strukturen infrage zu stellen und uns neu zu sortieren. Wie wäre es, jetzt damit anzufangen? Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 26. August 2018 veröffentlicht.

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Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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