Werbung

Dauerkrank durch Stress und Veränderung

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Es war ganz schön anstrengend bei uns in letzter Zeit. Ich gebe es ungerne zu, aber ich war bzw. bin ab Mitte April bis heute dauerkrank. Zuerst hatte ich eine ordentliche Grippe, mit allen Dingen, die dazu gehören. Dann - wie herrlich - gesellte sich eine Magen-Darm-Grippe dazu, kurz nach dem die normale Grippe gegangen war und ich mich gesund fühlte. Dann hatte ich meine Periode, das war - im Vergleich - die angenehmste Zeit. Und bereits kurz danach bekam ich eine Erkältung wie im Bilderbuch. Diese ist bis dato nicht abgeklungen, mein Kopf fühlt sich schwer an, meine Stimme verrät mich und ich muss mich immer wieder ausruhen.

Stress und Veränderung

Was ist denn los? Ich kann euch nur eins sagen: Stress ist schuld. Veränderungen stehen vor der Haustür. Es ist beides. Wenn man denkt, dass eine gesunde Ernährung ein Garant für einen super stabilen Gesundheitszustand ist, kann ich am eigenen Körper das Gegenteil beweisen. Ich muss zugeben, dass ich alles ohne jegliche Medikamente gepackt habe. Aber: Vor allem großer Stress ist ein riesiger Faktor, um sehr schnell krank zu werden. Ich hatte in diesem Zeitraum so viel Stress, dass mein Körper einfach nicht mehr standhalten konnte. Da hilft auch eine gesunde Ernährung nichts. Den Stress hatte ich von außen. Es ging nicht nur um neue Gesetze (hat ja vermutlich jeder mitbekommen) oder Steuererklärungen. Wir mussten einige wichtige Entscheidungen treffen, die - je nach dem, wie wir uns entscheiden - mit einer großen Veränderung zusammen hängen. Eigentlich sind das alles schöne Dinge und große Zukunftspläne, um die es geht. Aber alleine diese Entscheidungen zu treffen ist nicht einfach. Sie hängen von vielen Faktoren ab und nicht nur wir sind an der Entscheidung beteiligt. Auch wenn wir "ja" sagen, kann es sein, dass von "außen" etwas nicht klappt.

Fremdbestimmung vs. Selbstbestimmung

Dazu fällt mir ein großes Wort ein: Fremdbestimmung. Sobald ich das Gefühl habe, ich habe nicht genug Entscheidungsfreiheit, fühle ich mich wie in einer Zwangsjacke. Noch vor meiner Zeit als Bloggerin, wurde ich sehr viel fremdbestimmt und merkte das nicht einmal. Bis ich krank wurde und mich ziemlich lange davon erholen musste. Panikattacken, Bornout und körperliche Wehwehchen waren die Folge. Im meinem früheren Beruf als Designerin hatte ich oft das Gefühl, zwar kreativ zu arbeiten, aber immer jedem eine Extra-Wurst drehen zu müssen. Dabei war es unwichtig, was ich eigentlich wollte, hauptsache das Ergebnis meiner Arbeit war am Ende richtig toll.

Stress und Veränderung

Diesmal hat es nichts mit meiner Arbeit zu tun. Da ich als Kind ausgewandert bin und mich im Erwachsenenalter manchmal heimatlos fühle (ich konnte nie Wurzeln schlagen), ist für mich jede große Veränderung, die z.B. mit einem Wohnortwechsel zusammenhängt, schlimm. Und das wusste ich ganz lange nicht. Das ist mir erst vor nicht so langer Zeit bewusst geworden. Ich bin insgesamt 12 Mal umgezogen und ich weiß, dass ich noch einige Male umziehen werde. Mein Kopf packt gerade die Sachen aus, die er früher gelernt hat, obwohl sie mit heute nichts mehr zu tun haben. Denn heute - und das ist der große Unterschied - entscheide ich alles selbst. Damals - war ich gezwungen, mitzumachen. Es gibt zusätzlich einige andere Dinge, an denen ich arbeite, aber im Großen und Ganzen geht es immer darum, Veränderung anzunehmen und zuzulassen. Sich zu akzeptieren, wie man ist. Erst, wenn man den Zustand der Ohnmacht besiegt hat, fängt das Gehirn an, neue Strukturen anzunehmen. Zu kämpfen. Man kann wirklich das Gehirn neu programmieren! Es geht nicht von heute auf morgen, aber es geht, Schritt für Schritt.

Kraft durch Veränderung

Auch wenn ich mich aktuell in der Mitte befinde, habe ich das Gefühl, weiter zu kommen. Aktiv tue ich folgendes: Ich gönne mir mehr Zeit. Ich meditiere jeden Tag, höre auf meinen Atem und lasse die Gedanken kommen und gehen. Ich höre mehr in mich hinein und sage nein, wenn ich das Gefühl habe, etwas tut mir nicht gut. Auch wenn ich durch die stressige Zeit sehr anfällig für Krankheiten war, hat mir selbst diese Situation gezeigt, dass man sich weiter entwickelt. Ich habe sehr viel gelernt und fühle mich stark, meinen Weg zu gehen. Veränderung ist nicht immer einfach, aber sie ist notwendig. Ohne Veränderung gibt es keine Weiterentwicklung.

Hattest du auch schon so eine Situation? Wie hat dein Körper auf Veränderungen reagiert und was hast du gemacht, um deinen Körper wieder zu regenerieren? Bis bald, Lisa.

Das könnte euch auch interessieren:

Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 27. Mai 2018 veröffentlicht.

HexeMelody 27.5.2018 um 13:39
Liebe Lisa, für mich ist es ein fester Bestandteil an aktuellem Stress sowie an Emotionen durch alte Geschichten mit EFT (Emotional Freedom Techniques) und Matrix Reimprinting zu arbeiten - für mich persönlich als auch mit Klienten. Bei hoher Infektanfälligkeit ist es zusätzlich hilfreich, den Vit D Spiegel überprüfen zu lassen und bei sehr wahrscheinlich hohen Bedarf Vit D3 plus K2 als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 30.5.2018 um 21:11
Liebe HexeMelody,
vielen Dank für den Tipp! Ich hab noch nie etwas von EFT gehört und werde gleich nachschauen, was das ist. Vitamin D nehme ich bereits ein, mit K2. Bin jetzt auch sehr viel in der Sonne. Bin gespannt, wie mein Vitamin D Spiegel bei der nächsten Kontrolle aussieht.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Lina 27.5.2018 um 12:46
Liebe Lisa,
vielen Dank für deinen Artikel, mit dem du mir aus der Seele sprichst! Ich ernähre mich so gesund, merke aber, dass ich meine gesundheitlichen Probleme dadurch allein nicht in den Griff kriege. Daher mache ich Yoga, meditiere, und wenn der Stress groß wird, mir die Ruhe und den Rückzug gönne, den ich dann brauche. Allerdings ist genau das Gefühl der Fremdbestimmtheit das, was mich am meisten belastet. Das ist durch meinen jetzigen Job bedingt und ich kann es (zumindest im Moment) nicht ändern. Dazu stehen auch bei mir Veränderungen an, die mir zunächst einmal Angst machen aufgrund der Ungewissheit, was kommmt. Daher merke ich, wie sich mein gesundheitlicher Zustand stark verschlechtert hat. Ich sehe es aber wie du als einen notwendigen Veränderungsprozess an, durch den man ja auch weiter wächst. Mir hilft es immer, nur den nächsten (kleinen) Schritt zu sehen bzw. zu tun, mehr zu beobachten und auf meine momentanen Bedürfnisse zu achten. Aber das ist natürlich alles leichter gesagt als getan :-) Alles Liebe für dich, Linda
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 30.5.2018 um 21:14
Liebe Lina (Linda),
vielen Dank für deine lieben Worte. Wir müssen einfach Schritt für Schritt weiter machen, auf uns acht geben und vor allem verstehen, dass das ja kein Dauerzustand ist. Alles ist in Bewegung. Ich habe jetzt verstanden, wo bei mir das Problem war und nach einem intensiven Gespräch geht es mir viel besser. Ich habe jetzt wieder das Gefühl, dass ich alles in der Hand habe und jederzeit alles verändern kann - ohne mich fremdbestimmt zu fühlen.
Ich wünsche dir auch viel Kraft und alles Liebe!
Lisa
Antworten
Dine 27.5.2018 um 10:41
Hallo Lisa,
vielen Dank, dass du solche Texte schreiben kannst, die Ernsthaftigkeit, Humor verbinden und dadurch anregen nachzudenken.
Krank durch Stress, kenne ich. Bin sehr selten krank, bin seit 4 Jahren die einzige Angestellte ohne Krankmeldung im Team. Aber zurzeit gehe ich täglich mit Schmerzen los. Bin im Januar sehr elegant beim überqueren einer Straße umgeknickt. Weder bin ich zum Arzt noch habe ich mir Hilfe geholt. Habe meinen Schnürung enger am Stiefel gebunden und weiter zu ging es. Obwohl mein Knöchel oberhalb und unterhalb dunkelblau eingefärbt war. Eindeutig Bänderabriss!
So nun aber ist es fast ein halbes Jahr her und ich wär mittlerweile bei verschiedenen Ärzten und erhalte jeweils unterschiedliche Aussagen. Meine Heilung will nicht enden und ich glaube so langsam, dass es an mir ist etwas zu Ändern. Unzufrieden mit mir und Job bin ich, aber noch ist es nicht schlimm genug.
Aber es ist schön für mich, oft zu sagen, wär ich nicht zur Arbeit gelaufen, hätte ich noch intakte Knöchel... ????
Ich denke unserer Körper und Geist zeigt uns sehr genau, wo wir uns befinden. Nur müssen wir lernen diese Sprache zu verstehen.
Liebe Grüße..
Antworten
Lisa von ich lebe grün! 30.5.2018 um 21:17
Liebe Dine,
du hast so recht, wir müssen auf unseren Körper hören - denn wer könnte uns besser sagen, was für uns gut ist? Der Körper weiß es am Besten. Danke dir für die lieben Worte! Ich hoffe, dass du bald eine Lösung findest. Ich bin mir sicher, wenn du deinem Bauchgefühl vertraust, wirst du die richtige Entscheidung treffen.
Liebe Grüße,
Lisa
Antworten
Zeige alle Kommentare

Deine Meinung

Hinweis: Wir werden deinen Kommentar nach einer Prüfung freischalten. Beleidigende, werbelastige oder markenrechtsverletzende Kommentare werden von uns nicht veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

E-Mail an mich / Kooperationen

Folge uns auf facebook!