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Mikroplastik wird extra beigemischt - So schützt du dich!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Entsetzt war ich, als ich zum ersten mal gehört habe, dass in Pflegeprodukten Mikroplastik enthalten ist. Wie, Plastik in Produkten? In der Regel ist ja die Verpackung bereits aus Plastik. Und wenn man versucht, immer mehr auf Plastik im Alltag zu verzichten und dann plötzlich merkt, dass sogar noch Plastik im Produkt selbst drin sein könnte, da hört doch der Spaß ganz auf. Warum ich das Thema so wichtig finde? Mikroplastik sind sehr kleine Kunststoffteilchen, mit einer Größe im Mikrometer oder Nanometerbereich. Die Bezeichnung hat mehrere Definitionen. Ebenso gehören dazu bereits Teilchen, die fünf Millimeter oder weniger betragen. Eine ausführliche Erklärung habe ich hier gefunden. Ich kannte diese Peeling-Duschgels von früher mit bunten Kügelchen, kam aber nicht auf die Idee, dass auch Zahncremes, Seifen, Lippenstifte, Shampoos, Make-Up oder Sonnencremes und sogar Waschmittel betroffen sein könnten. Da ich schon eine ganze Weile nur zertifizierte Naturkosmetik verwende (ohne Mikroplastik), kam ich persönlich mit dem Thema in der letzten Zeit kaum in Berührung. Früher habe ich leider bestimmt auch Produkte mit Mikroplastik verwendet ohne es zu wissen.

Mikroplastik in Pflegeprodukten

Wo ist das Problem mit Mikroplastik?

Mikroplastik belastet unsere Umwelt sehr. Es gelangt u.a. in unseren Wasserkreislauf und richtet große Schäden an. Man könnte eigentlich meinen, wir hätten doch schon genug Probleme mit dem Plastik (z.B. als Produktverpackung), doch das interessiert leider nicht alle Hersteller. Sie arbeiten Mikroplastik ganz bewusst in ihre Produkte ein, mit der Begründung, es würde für einen besseren mechanischen Reinigungseffekt sorgen. Das mag ja sein, aber mechanische Reinigungseffekte kann man auch mit anderen (und natürlicheren) Mitteln erzielen, wie z.B. feingemahlenen Nussschalen, Tonerde oder Salz. Oder aus eigener Kraft. Dass man auch ohne Mikroplastik auskommen kann, hat zertifizierte Naturkosmetik doch bereits bewiesen.

Je kleiner die Plastikteilchen sind, umso höher ist die Anzahl der Tiere, die davon betroffen sind. Denn sie nehmen es mit ihrer Nahrung auf. Tumorbildungen und physiologischen Störungen können die Folge sein. Nadja Ziebarth, Meeresschutzexpertin beim BUND, hat im Beitrag auf Utopia noch folgendes gesagt: "Besonders gefährlich ist, dass Mikroplastik wie ein Magnet auf Giftstoffe im Wasser wirkt. Meereslebewesen nehmen mit dem Mikroplastik auch Schadstoffe auf.“

Mikroplastik im Leitungswasser?

Auch unser Leitungswasser könnte bereits kleine Partikel beinhalten. Es gab eine spannende Studie zu diesem Thema, die meines Erachtens doch recht erschreckende Ergebnisse lieferte. Und auch, wenn die Studie umstritten ist, bin ich davon überzeugt, dass Mikroplastik weder in unseren Kosmetikprodukten, noch in der Umwelt, in den Tieren oder in unseren Mägen etwas zu suchen hat. Aus diesem Grund setzen wir auf unseren Wasserfilter, der auch noch Hormone, Bakterien, Schwermetalle, etc. filtern kann. Zwar versprechen viele Anbieter der Produkte, dass sie bereits an einer Alternative arbeiten oder sogar ab festgelegten Zeitpunkten die Zutaten nicht mehr verwenden werden, trotzdem findet man aktuell immer noch sehr viele Produkte mit Mikroplastik in den Drogerien und Onlineshops. Selbstverständlich steht vorne auf der Verpackung nicht in Großschrift, dass das Produkt Mikroplastik enthält. Was tun also, um auf der sicheren Seite zu sein?

Mikroplastik versteckt sich in einigen Kosmetikprodukten

Welche Begriffe stehen für Mikroplastik auf der INCI Liste?

Schaue am Besten auf der Rückseite (Zutatenliste) des Produktes, ob folgende Begriffe auftauchen (Quelle: BUND):

  • Polyethylen / PE
  • Polypropylen / PP
  • Polyethylenterephthalat / PET
  • Nylon-12
  • Nylon-6
  • Polyurethan / PUR
  • Acrylates Copolymer / AC
  • Acrylates Crosspolymer / ACS
  • Polyacrylat / PA
  • Polymethylmethacrylat / PMMA
  • Polystyren / PS

Einen sehr ausführlichen Ratgeber zum Thema Mikroplastik gibt es auf der BUND Seite. Er wird regelmäßig aktualisiert und beinhaltet eine lange Liste diverser Produkte mit Mikroplastik. Nicht jeder kann sich alle Begriffe oder Namen auf einmal merken. Ich verwende gerne die App Codecheck, mit der man einfach den Strichcode des Produktes scannen kann. Anschließend bekommt man viele interessante Informationen über das Produkt und deren Inhaltsstoffe angezeigt. Dazu gehört auch Mikroplastik. Auf der Webseite von Codecheck gibt es außerdem noch eine weitere Liste spannender Beiträge zum Thema Mikroplastik.

Welche Produkte sind ohne Mikroplastik?

Auf der sicheren Seite ist man, wenn man ausschließlich zertifizierte Naturkosmetik kauft. Ebenso erfreulich ist es, dass mittlerweile die meisten Zahncremes ohne Mikroplastik auskommen - damit meine ich auch konventionelle. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich seine Kosmetik selbst herzustellen.

Beitrag von Lisa Albrecht am 14. Oktober 2017 veröffentlicht.

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