Upcycling & meditative Bastelanleitung: Untersetzer aus alten Zeitschriften

Ich habe tagsüber sehr viel zu tun. Mein Kopf schaltet zwischen Projekten um, verarbeitet Eindrücke, plant voraus. Abends sitze ich dann manchmal da und merke: Ich bin noch mittendrin. Gedanken kreisen weiter, obwohl der Tag eigentlich vorbei ist. Und dann hatte ich eine Idee - ich brauche einen Untersetzer.
Nicht, weil ich plötzlich zur Bastlerin geworden wäre. Sondern weil ich gemerkt habe, was mit mir passiert, wenn ich anfange, achtsam etwas zu tun (wie in diesem Fall Papier zu falten). Genauso wie sonst beim Zeichnen, werden die Gedanken immer leiser. Die Hände übernehmen. Man ist einfach da. Im Moment. Bei dieser einen Tätigkeit.
Für Menschen, die viel fühlen, viel denken und abends schwer abschalten können, kann meditatives Basteln eine echte Ressource sein. Kein Aufwand, kein Können nötig. Nur Papier, Kleber und Zeit.

Warum monotones Basteln so gut tut
Es gibt einen Grund, warum viele Menschen bei Tätigkeiten wie Stricken, Malen/Zeichnen oder eben Basteln innerlich zur Ruhe kommen: Monotone, repetitive Handgriffe aktivieren den Parasympathikus – den Teil unseres Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. Der Geist hat eine einfache Aufgabe und kann den Rest loslassen.
Ausschneiden. Falten. Kleben. Wiederholen.
Einfache Handarbeit, die für sich wirkt. Nach einer halben Stunde sind die Gedanken, die vorher noch laut waren, merklich ruhiger geworden. Und das Schöne an dieser Upcycling-Bastelanleitung: Am Ende hat man nicht nur einen ruhigeren Kopf, sondern auch etwas Handfestes – einen einzigartigen Untersetzer aus Papier, der garantiert kein zweites Mal so aussieht.

Material: Das brauchst du für diese Upcycling Bastelanleitung
Das Beste an diesem Projekt: Du brauchst fast nichts, was du nicht schon hast.
Eine alte Zeitschrift oder Zeitung ist die Basis – je bunter und bedruckter, desto interessanter wird später das Muster. Dünnes, bedrucktes Papier eignet sich besonders gut, weil es sich leichter falten lässt und beim Kleben schöner liegt. Dazu brauchst du eine feste Unterlage zum Arbeiten, eine Schere und einen Kleber – das wars.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Untersetzer aus Zeitschriftenpapier

Schritt 1 – Streifen falten:
Schneide oder reiße aus der Zeitschrift einzelne Seiten oder größere Stücke heraus. Falte das Papier nun der Länge nach mehrfach, bis ein gleichmäßiger Streifen von ca. 1 cm Breite entsteht. Weiterfalten, bis der Streifen etwa 2 mm dick ist und sich gut halten lässt. Je gleichmäßiger du faltest, desto ruhiger wird das spätere Muster – aber auch unregelmäßige Streifen haben ihren Reiz.
Schritt 2 – Den ersten Kreis beginnen:
Nimm einen fertigen Streifen und rolle ihn eng zu einer kleinen Spirale auf. Das ist die Mitte deines Untersetzers. Klebe das Ende fest, damit sich die Spirale nicht wieder auflöst. Dieser erste Schritt erfordert etwas Fingerspitzengefühl – die Mitte ist noch klein, die Streifen müssen präzise sitzen.
Schritt 3 – Den Kreis wachsen lassen:
Bestreiche eine Seite eines neuen Streifens mit Kleber und drücke ihn von außen an den entstehenden Kreis. Weiter und weiter, Streifen für Streifen. Nach und nach wächst die Fläche – und genau das ist der meditative Moment dieses Projekts: Man sieht, wie etwas entsteht. Runde für Runde.
Schritt 4 – Größe nach Wunsch:
Der Untersetzer ist fertig, wenn er die gewünschte Größe hat. Für einen kleinen Untersetzer reichen 10–12 cm Durchmesser. Für einen Teller-Untersetzer oder eine dekorative Ablage darf es auch deutlich größer werden – dann plant man mehrere Bastelsessions ein, was ich persönlich sehr schön finde.
Das Muster: Warum kein Untersetzer dem anderen gleicht
Das Schöne an alten Zeitschriften als Material ist das unvorhersehbare Muster. Je nachdem, welche Seiten man verwendet – bunte Anzeigen, schwarz-weiße Textseiten, Hochglanzfotos – entsteht jedes Mal ein anderes Bild. Die Farbfetzen, Buchstaben und Muster, die beim Falten sichtbar werden, ergeben zusammengeklebt ein abstraktes Unikat.
Für wen ist diese Bastelanleitung besonders geeignet?
Diese Upcycling-Bastelanleitung ist für alle, die abends nicht abschalten können. Für alle, die einen beschäftigten Kopf haben und merken, dass reine Entspannungstechniken wie „einfach nichts tun“ für sie nicht funktionieren – weil der Kopf sofort weitermacht, wenn er keine Aufgabe hat (gerne auch in Form von Gedankenkarussells).
Eine einfache, monotone Tätigkeit gibt ihm genau das: eine kleine, überschaubare Aufgabe. Kein Druck, kein Ziel außer dem nächsten Streifen. Und irgendwann – oft schneller als erwartet – ist der Lärm im Kopf leiser geworden.
Basteln ist dabei kein Rückschritt in die Grundschule. Es ist eine Form aktiver Erholung, die für viele Menschen deutlich effektiver ist als passives Konsumieren von Serien oder Social Media.
Tipps & Varianten
Wer möchte, kann die fertigen Untersetzer mit einem dünnen Auftrag Holzleim oder Lack versiegeln – das macht sie stabiler und wischfest. Verschiedene Papierarten lassen sich auch mischen: Ein Streifen aus einer bunten Zeitschrift, einer aus einer alten Zeitung, einer aus einem Notenblatt. Auch das Einarbeiten von farbigem Seidenpapier ist möglich und ergibt zarte, leuchtende Akzente.
Fazit: Aus Alt wird Neu – und der Kopf wird frei
Diese Upcycling-Bastelanleitung ist meine persönliche Antwort auf mehr innere Ruhe. Alte Zeitschriften, die sonst im Altpapier landen würden, werden zu etwas Schönem und Nützlichem. Der Prozess selbst ist das Geschenk – nicht nur das Ergebnis.
Wenn du es ausprobierst, schick mir doch gerne dein Ergebnis per E-Mail. :)
Gutes Gelingen!
Deine Lisa
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Aktualisiert am 22. Februar 2026.
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