Balkongarten anlegen für Anfänger: Wie ich meinen Balkon in eine grüne Oase verwandelte

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Es gibt Momente, in denen man aus dem Fenster schaut und denkt: Da sollte mehr sein. Mehr Grün, mehr Leben, mehr von diesem langsamen Wachsen, das man kaum bemerkt – bis man es eines Morgens plötzlich sieht.

Balkon-Garten anlegen für Anfänger: Töpfe besorgen und einfach pflanzen!

Also haben wir einfach Erde in Töpfe gefüllt, Samen gedrückt und gegossen. Nach ein paar Tage zeigten sich die ersten kleinen grünen Spitzen. Wer einmal erlebt hat, wie aus einem winzigen Samenkorn etwas Lebendiges wird, versteht, warum das so befriedigend ist.

Keinen Garten zu haben bedeutet eben nicht, nicht gärtnern zu können. Ein Balkon reicht vollkommen – auch ein kleiner.

Balkongarten anlegen: So einfach geht der Anfang

Für das Anlegen eines Balkongartens braucht es keine jahrelange Erfahrung – sehr viele Pflanzen, die auch im Garten wachsen, können auch auf dem Balkon kultiviert werden. Das war für mich der entscheidende Satz, der mich hat loslegen lassen.

Radieschen und Kapuzinerkresse auf dem Vormarsch
Radieschen und Kapuzinerkresse auf dem Vormarsch

Ich ziehe meine Pflanzen am liebsten selbst aus Saatgut. Es dauert etwas länger als fertige Pflänzchen zu kaufen – aber es ist günstiger, nachhaltiger und hat etwas fast Meditatives: Man sät aus, wartet, beobachtet. Man lernt, im eigenen Tempo zu gärtnern.

Beim Saatgut achte ich darauf, dass es aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. In gut sortierten Bio-Läden findet man bereits eine Auswahl - ich habe bei Alnatura meine ersten Saatgut-Tütchen gekauft, Basilikum und Kresse. Beide eignen sich perfekt für die Fensterbank und sind ideal für alle, die gerade erst anfangen.

Auf jeder Samentüte steht, wie tief die Samen gepflanzt werden sollen, wie viel Wasser sie brauchen und wann mit der ersten Ernte zu rechnen ist. Es braucht also wirklich nicht mehr als ein bisschen Erde, Wasser und Geduld.

Basilikum und Kresse: Zwei Anfängerpflanzen, die sofort belohnen

Für alle, die noch nie gegärtnert haben, sind diese zwei Pflanzen der ideale Einstieg.

Basilikum ist unglaublich aromatisch – allein der Geruch, wenn man an den Blättern reibt, ist ein kleines Erlebnis. Er eignet sich hervorragend in der Küche, besonders in der mediterranen Küche, und hat dazu noch heilende Eigenschaften: Er unterstützt bei Magen-Darm-Beschwerden und Appetitlosigkeit.

Kresse hingegen ist das schnellste Erfolgserlebnis überhaupt: Die erste Ernte ist bereits nach 4–5 Tagen möglich. Ihr leicht scharfer, senfartiger Geschmack passt wunderbar in Salate, Aufstriche oder einfach aufs Brot. Wer das erste Mal sät und innerhalb weniger Tage erntet, versteht sofort, warum Balkongärtnern so glücklich macht.

Hole dir den Frühling nach Hause

Basilikum und Kresse auf der Fensterbank
Basilikum und Kresse auf der Fensterbank

Was auf dem Balkon sonst noch wächst – meine Erfahrungen

Bei uns wuchsen auf dem Balkon bereits Radieschen, Erbsen, Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Salat, Lavendel, Zitronenmelisse und verschiedene Kräuter. Ich bin jedes Mal neu überrascht, was auf ein paar Quadratmetern möglich ist.

Die Radieschen und Erbsen waren die ersten, die aus der Erde kamen – und ich erinnere mich noch genau, wie ich morgens auf den Balkon gegangen bin und diese kleinen grünen Bögen gesehen habe. Man freut sich jedes Mal, als wäre es das erste Mal.

Wichtigste Grundregel bei der Pflanzenauswahl: Sorten mit niedrigem und kompaktem Wuchs wählen. Häufig gibt es Sorten, die speziell für den Anbau in Kübeln auf Balkon und Terrasse gezüchtet wurden. Das gilt besonders für Tomaten – Buschtomaten etwa brauchen wenig Platz und tragen trotzdem reichlich.

Drei Apfelbäumchen aus dem Kern
Drei Apfelbäumchen aus dem Kern

Warum Balkongärtnern mehr ist als Gemüse anbauen

Der Balkon ist für mich ein Ort der Verlangsamung geworden. Man geht raus, um zu gießen, bleibt stehen und schaut sich um. Man riecht die Erde nach dem Regen. Bemerkt, dass die Erbsen wieder ein Stück gewachsen sind. Es ist diese Art von Aufmerksamkeit, die im Alltag so leicht verloren geht und die hier, zwischen Töpfen und Kräutern, fast von selbst zurückkommt.

Ein Balkongarten ist eine Oase der Ruhe und er lässt sich ganz nach den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen gestalten. Das finde ich schön. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Man fängt einfach an.

Mein Buchtipp für den Einstieg

Wer tiefer einsteigen möchte: Ich habe mir vor sehr vielen Jahren das Buch „Mein Naschbalkon“ von Natalie Faßmann gekauft, als ich noch ganz am Anfang war – und es hat mir wirklich geholfen. Es ist klar geschrieben, für Anfänger gut geeignet und gibt zu jeder Pflanze praktische Tipps zu Standort, Pflege und Ernte. Wer keinen Garten hat, aber trotzdem gärtnern möchte, findet dort eine sehr schöne Grundlage.

Tipps zum Start: Was du für deinen Balkongarten brauchst

Du brauchst weniger als du denkst. Ein paar Töpfe oder Balkonkästen, biologische Erde, Saatgut aus kontrolliertem Anbau und eine Gießkanne (oder Wasserflasche). Wichtig ist, die Balkonausrichtung im Blick zu haben: Südseitige Balkone eignen sich ideal für mediterrane Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Thymian sowie sonnenhungriges Gemüse wie Tomaten oder Paprika. Nordbalkone sind besser für Schattenliebhaber wie Minze oder Salat geeignet.

Wer noch wenig Platz hat, kann auch vertikal denken: Hängeampeln, Wandregale und mehrstöckige Pflanzsysteme machen es möglich, auf kleinstem Raum erstaunlich viel anzubauen.

Und dann: einfach anfangen. Kleiner als geplant, wenn es sein muss. Ein Topf Kresse auf der Fensterbank ist auch schon ein Anfang.

Deine Lisa

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Veröffentlicht am 3. April 2011.
Aktualisiert am 22. Februar 2026.
Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Gründerin, Autorin, psychologische Beraterin
Ich bin Autorin und Gründerin des Online-Magazins „Ich lebe grün!“, das sich einem bewussten, nachhaltigen und gesunden Lebensstil verschrieben hat. Als zertifizierte psychologische Beraterin für hochsensible Frauen begleite ich meine Klientinnen in akuten Krisensituationen und bei persönlichen Lebensveränderungen – hin zu mehr Leichtigkeit, Klarheit und Wohlbefinden. Mehr über meine Arbeit findest du auf www.lisa-albrecht.de. Ich liebe das Meer, veganes Vanille-Eis und die Erdbeeren aus unserem Garten – kleine Alltagsfreuden, die mein Herz höherschlagen lassen.

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