Ist Dampfgaren gesünder? Mein Langzeittest – nie wieder anders kochen

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Vor einigen Jahren habe ich einen ersten Artikel über das Dampfgaren geschrieben. Jetzt möchte ich ein ehrliches Update geben: Dampfgaren wir noch? Lohnt es sich wirklich? Und ist Dampfgaren tatsächlich gesünder als klassisches Kochen?

Gleich vorweg: Ja, wir garen immer noch mit Dampf. Und das, ohne auch nur einmal ins Zweifeln gekommen zu sein. Das sagt eigentlich schon alles. :)

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Übrigens ist Dampfgaren keine Neuerfindung - es ist eine alte chinesische Zubereitungsart, die seit Jahrhunderten bewährt ist. Manchmal sind die ältesten Methoden einfach die besten.

Geschmack und Konsistenz: Was Dampfgaren wirklich anders macht

Dampfgaren von Gemüse oder Kartoffeln

Der Geschmack von gedämpftem Gemüse ist intensiver - und das ist keine Einbildung, sondern hat einen einfachen Grund: Das Gemüse liegt nicht im Wasser und gibt daher kaum Geschmacksstoffe ab. Beim klassischen Kochen wandert ein Großteil der Aromen ins Kochwasser. Wer das Kochwasser weiterverwendet, profitiert davon. Aber meiner Meinung nach ist das nur ein Tauschgeschäft, dann fehlt der Geschmack eben im Gemüse selbst.

Noch etwas, das mir jedes Mal auffällt: Die Farbe. Grünes Gemüse aus dem Dampfgarer leuchtet viel schöner als aus dem Kochtopf. Brokkoli, Bohnen, Erbsen - alles bleibt lebendig grün. Das macht schon optisch Appetit.

Ist Dampfgaren gesünder als Kochen?

Dampfgaren von Rosenkohl oder Kartoffeln

Ja - und zwar aus zwei Gründen, die sich gegenseitig verstärken. Beim Dampfgaren werden durch die schonendere Hitze weniger Vitamine und Nährstoffe zerstört. Und der Dampf wäscht keine Nährstoffe aus, wie es beim Kochen passiert, wo das Wasser mit allen wasserlöslichen Inhaltsstoffen am Ende einfach weggegossen wird.

Wasserlösliche Nährstoffe - also zum Beispiel Vitamin C und die B-Vitamine – sind beim Kochen im Wasser besonders gefährdet. Beim Dampfgaren bleiben sie soweit es eben möglich ist im Gargut erhalten, weil kein direkter Wasserkontakt stattfindet.

Und dann ist da noch der Salzaspekt, der mir persönlich sehr wichtig ist: Wir benutzen beim Dampfgaren gar kein Salz mehr. Früher, beim Kochen im Topf, habe ich das Wasser fast automatisch gesalzen - sonst schmeckten Kartoffeln oder Gemüse irgendwie flach. Im Dampfgarer stimmt der Geschmack auch ohne Salz. Das ist für mich einer der größten gesundheitlichen Vorteile im Alltag.

Schnellkochtopf vs. Dampfgarer: Ein wichtiger Unterschied

Ein Punkt, der oft vergessen wird: Der Schnellkochtopf arbeitet mit höherem Druck, das Wasser kocht dort erst bei ca. 120 °C. Das erklärt die kürzere Garzeit - ob das letztlich mehr oder weniger Nährstoffe erhält als der Dampfgarer, hängt stark von der jeweiligen Garzeit und dem Gemüse ab. Ich persönlich schätze die Kontrolle beim Dampfgaren - man sieht, riecht und entscheidet selbst.

Beim Dampfgaren bleibt die Temperatur bei ca. 100 °C – schonend und kontrollierbar.

Welchen Dampfgarer wir benutzen – und warum Edelstahl

Dampfgaren von Gemüse oder Kartoffeln

Meine klare Empfehlung: eine einfache Edelstahl-Lösung für den Herd. Bei einem Dampfgarer sollte man auf eine möglichst plastikfreie Alternative achten – oder mindestens auf den BPA-frei Hinweis. Viele elektrische Geräte setzen auf Plastikbehälter, und auch wenn diese als BPA-frei gelten, bin ich da skeptisch geblieben. Wer weiß langfristig, was aus erhitztem Kunststoff ins Essen wandert?

Unser Dampfgarer besteht aus einem Edelstahl-Topf und drei passenden Aufsätzen, die man übereinander stecken kann. Für eine Person reicht bereits ein Topf mit einem Einsatz. Möchte man mehr Gemüse gleichzeitig zubereiten, sind mehrstöckige Lösungen ideal.

Anfängern würde ich immer zur einfachen Topflösung raten: kostengünstig, unkompliziert, und man merkt schnell, ob einem diese Zubereitungsart liegt – bevor man in ein teures Elektrogerät investiert.

Noch ein Vorteil, den man leicht vergisst: Energie sparen

Wenn bei uns der Dampfgarer läuft, arbeitet eine einzige Kochplatte. Mehr braucht es nicht. Das spart Energie und ist umweltfreundlich. Im Vergleich zu mehreren Kochplatten gleichzeitig oder einem großen Elektrogerät ist das ein angenehmer Nebeneffekt, der sich auf der Stromrechnung bemerkbar macht.

Lohnt sich ein Dampfgarer aus Edelstahl als Topfeinsatz wirklich?

Fazit: Lohnt sich der Umstieg auf Dampfgaren?

Ja. Eindeutig. Dampfgaren gehört für mich zu den gesündesten Zubereitungsarten überhaupt – die Mahlzeiten sind ganz von selbst naturbelassen, fettfrei und frisch. Das bestätigt unsere jahrelange Erfahrung.

Der Umstieg ist einfach, günstig und man merkt den Unterschied sofort – im Geschmack, in der Farbe, im Gefühl. Wer noch zögert: Einfach einen günstigen Edelstahl-Einsatz kaufen und ausprobieren. Mehr braucht es nicht.

Deine Lisa

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Veröffentlicht am 30. Januar 2017.
Aktualisiert am 23. Februar 2026.
Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Gründerin, Autorin, psychologische Beraterin
Ich bin Autorin und Gründerin des Online-Magazins „Ich lebe grün!“, das sich einem bewussten, nachhaltigen und gesunden Lebensstil verschrieben hat. Als zertifizierte psychologische Beraterin für hochsensible Frauen begleite ich meine Klientinnen in akuten Krisensituationen und bei persönlichen Lebensveränderungen – hin zu mehr Leichtigkeit, Klarheit und Wohlbefinden. Mehr über meine Arbeit findest du auf www.lisa-albrecht.de. Ich liebe das Meer, veganes Vanille-Eis und die Erdbeeren aus unserem Garten – kleine Alltagsfreuden, die mein Herz höherschlagen lassen.

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