Glutenfreie Kekse verschenken: Selbstgemacht im Glas mit viel Liebe

Es gibt Tage, da brauche ich Stille. Nicht weil ich schlechte Laune habe oder ungesellig wäre. Sondern weil ich einfach Verschiedenes verdauen muss. Zu viele Eindrücke, zu viele Gespräche, zu viele kleine Entscheidungen. Als hochsensible Frau kenne ich das gut: Der Alltag kann sich manchmal anfühlen wie ein zu lautes Konzert, bei dem man keine Pause findet.
An solchen Tagen backe ich gerne summend in der Küche.
Nicht aus Pflicht. Nicht weil ein Geburtstag ansteht oder Besuch kommt. Sondern weil Backen für mich eine Form von Stille ist, die gleichzeitig etwas erschafft. Die Hände sind beschäftigt, der Kopf darf loslassen. Der Duft von Mandeln und Gewürzen ist geerdet und schön. Das ist kein Hobby – das ist Selbstfürsorge.
Und wenn dann etwas Hübsches entsteht, das ich verschenken kann? Noch besser.:)

Warum selbstgemachte glutenfreie Kekse das ehrlichste Geschenk sind
Ich liebe Selbstgemachtes. Schon immer. Nicht weil es günstiger wäre, sondern weil darin etwas steckt, das man nicht kaufen kann: Zeit. Aufmerksamkeit. Die Entscheidung, für jemanden da zu sein – bevor es nötig ist.
Viel zu oft werden Geschenke schnell gekauft. Hauptsache, man hat etwas. Dabei ist ein Glas mit selbst gebackenen, glutenfreien Keksen eine Geste, die sagt: Ich habe an dich gedacht. Ich habe gewusst, was du verträgst. Ich habe mir Zeit genommen.
Wenn du glutenfreie Kekse verschenkst, zeigst du, dass du an den Beschenkten gedacht hast – das gilt für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ganz besonders. Sie sind es oft nicht gewohnt, dass jemand wirklich auf ihre Bedürfnisse eingeht (zumindest ist das häufiger so, wenn man irgendwo unterwegs ist). Ein selbst gebackenes Glas kann deshalb mehr berühren als jedes gekaufte Präsent.
Backen als Rückzug – besonders wenn alles zu viel wird
Ich möchte kurz bei diesem Punkt bleiben, weil ich denke, dass er für viele wichtig ist. Hochsensibilität bedeutet unter anderem, dass das Nervensystem Reize tiefer und intensiver verarbeitet als bei anderen Menschen. Das ist keine Schwäche – aber es bedeutet, dass Reizüberflutung schneller eintritt und mehr kostet. Volle Einkaufszentren, laute Familienfeiern, ein Tag mit zu vielen Terminen – das alles kann sich physisch erschöpfend anfühlen.
Backen ist für mich eine Tätigkeit, um aus diesem Zustand herauszukommen. Es spricht die Sinne auf angenehme Weise an – Wärme, Duft, Textur – ohne zu überfluten. Es hat einen klaren Anfang und ein Ende. Es ergibt buchstäblich etwas. Und es passiert meistens in der stillen Küche, allein oder mit einem Menschen, dem ich wirklich nah bin.
Wenn du dich also das nächste Mal reizüberflutet oder innerlich leer fühlst: Vielleicht ist ein Teig genau das, was gerade hilft.

Rezept 1: Glutenfreie vegane Hagebuttenkekse „Herzen"
Diese Kekse haben durch den Hagebuttentee eine zart rötliche Farbe und kleine natürliche Pünktchen – das macht sie schon optisch zu etwas Besonderem. Das Herzausstechen ist optional, aber ich finde: Wenn man etwas verschenkt, darf es ruhig nach Herz aussehen.
- 230 g glutenfreies Universalmehl (z.B. von Schär)
- ½ TL Backpulver
- 20 g Mais- oder Kartoffelstärke
- 100 g Zucker (oder Zuckeralternative)
- 165 g vegane Margarine (zimmerwarm)
- 70 g gemahlene Mandeln
- 3 Beutel Bio-Hagebuttentee
Den Hagebuttentee mit ca. 100 ml kochendem Wasser übergießen und 8–10 Minuten ziehen lassen. Leicht abkühlen. Für den Teig werden der Tee selbst sowie 2 EL des Teewassers benötigt – das gibt die zarte rötliche Farbe.
Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermengen. Die Margarine in Stücken dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Zuletzt Tee und Teewasser unterkneten. Den Teig in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen – glutenfreier Teig lässt sich nach der Ruhezeit deutlich besser ausrollen.
Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig auf leicht bemehlter Fläche ca. 4–5 mm dünn ausrollen, Formen ausstechen und auf einem Backpapier-Blech verteilen.
Backzeit: 10–12 Minuten. Die Kekse sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldfarben werden. Sie wirken direkt aus dem Ofen noch weich – das ist normal. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, danach werden sie fester.
Rezept 2: Glutenfreie vegane Gewürzkekse „Würzli"
Würzig, warm, superlecker. Diese Kekse duften beim Kneten schon so gut, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. Sie funktionieren das ganze Jahr – im Sommer mit einem Hauch Zitrone, im Herbst mehr in Richtung Zimt und Gewürz.
- 250 g glutenfreies Universalmehl
- Abgeriebene Schale 1 Bio-Zitrone
- 1 TL Lebkuchengewürz (oder einfach: je ½ TL Zimt, Ingwer, Nelke)
- ½ TL Zimt
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 100 g Zucker oder Zuckeralternative
- 3 EL Sojamilch (oder Hafer- oder Mandelmilch)
- 175 g vegane Margarine (zimmerwarm)
- 50 g gemahlene Mandeln
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Falls der Teig zu bröckelig ist, noch einen Schuss Pflanzenmilch hinzufügen – glutenfreies Mehl nimmt etwas mehr Flüssigkeit auf als Weizenmehl. Aus dem Teig eine Rolle von ca. 5 cm Durchmesser formen, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Teigrolle in ca. 1,5–2 cm dicke Scheiben schneiden und auf einem Backpapier-Blech verteilen.
Backzeit: 12–14 Minuten, bis die Scheiben leicht goldfarben sind. Nicht zu dunkel werden lassen – glutenfreie Kekse backen etwas schneller durch als herkömmliche. Vollständig auskühlen lassen.

Ein kurzer Hinweis zum glutenfreien Backen
Glutenfreie Mehlmischungen enthalten bereits Stärke und meist ein Bindemittel – das macht sie in diesen Rezepten besonders unkompliziert einsetzbar, weil Stärke im Original ohnehin schon enthalten ist. Der Teig fühlt sich manchmal etwas anders an als gewohnt, das Ergebnis überzeugt aber genauso. Wer für Menschen mit Zöliakie backt: Auf separate Utensilien und Flächen achten, da Gluten sich in Ritzen festsetzen kann.
Die Verpackung: Aus alten Gläsern wird eine liebevolle Geste
Ich sammle im Laufe des Jahres ganz normale Einmachgläser. Daraus entstehen die schönsten Geschenkgläser, hübsch dekoriert und beschriftet.
Die Gläser habe ich mit kleinen Häubchen aus Servietten oder buntem Papier versehen, mit Schleifen gebunden und mit selbst bemalten Etiketten beklebt. Auf meinen Etiketten: manchmal ein kleines Foto, manchmal ein Wort, manchmal einfach nur ein Herz. Das kostet fast nichts. Aber es braucht Aufmerksamkeit – und genau das ist es, was ein Geschenk zu etwas Echtem macht.
Wer glutenfreie Kekse verschenken möchte, kann auf dem Etikett auch kurz vermerken, dass sie glutenfrei und vegan sind. Das ist besonders fürsorglich – und wird von Betroffenen mehr geschätzt, als man denkt. Ich schreibe einfach alle Zutaten drauf.
Fazit: Manchmal ist das Backen das Geschenk – für dich selbst und für andere
Ein Glas selbst gebackener, glutenfreier Kekse ist kein großes Geschenk. Und gleichzeitig ist es genau das.
Es zeigt, dass jemand Zeit hatte. Dass jemand nachgedacht hat. Dass jemand backen wollte – nicht musste. Für mich als hochsensible Frau ist dieser Unterschied entscheidend: Ich verschenke das, was ich in einem ruhigen Moment für mich selbst getan habe. Und ich gebe dabei ein Stück dieser Stille weiter.
Wenn dich das anspricht – probiere es aus. Nicht an einem vollen, stressigen Tag. Sondern an einem, an dem du Zeit für dich hast. Teig kneten, Duft einatmen, Gläser befüllen. Und dann jemandem eine Freude machen.
Viel Freude beim Backen und Verschenken.
Deine Lisa
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Aktualisiert am 21. Februar 2026.
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