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Kopfschmerzen weg! Ohne Tabletten und Übungen

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ich hatte vor ungefähr zwei Jahren regelmäßig Kopfschmerzen, die durch diverse Verspannungen ausgelöst wurden. Sporteinheiten und Entspannungsübungen konnten die Probleme zwar verbessern, aber der Kopfschmerz kam trotzdem immer wieder, wenn auch seltener. Nach der Geburt meiner Tochter konnte ich nicht mehr so viel trainieren, oft war ich einfach so erledigt von dem Tag, dass ich nur noch ins Bett fiel. Bereits während der Schwangerschaft signalisierte mir mein Körper, dass die Belastung durch das Gewicht des Kindes inkl. was dazu gehört, nicht immer von meiner Muskulatur optimal getragen werden konnte. Ich musste etwas tun, um meine Muskulatur wieder fitter zu machen. Ich konnte mir einfach nicht mehr so viele Verspannungen (auch durch das Stillen) und zusätzliche Kopfschmerzen leisten. Es musste etwas sein, das ich in meinen Alltag ganz einfach integrieren kann, ohne dass ich es merke. :-) Etwas, das genauso gut funktioniert wie ein Zauber-Fitness-Gerät aus der TV-Werbung.

Wiederkehrende Kopfschmerzen Lösung
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"Zero Waste geht auch an meinen Tagen."
Lisa Albrecht
Meine Lösung

Neue Hoffnung durch einen ganz neuen Lösungsansatz

Da ich mein Kopfschmerz-Problem angehen musste, recherchierte ich viel über Muskulatur und Verspannungen. Da ich bereits die Erfahrung gemacht hatte, dass mir bestimmte Übungen zwar kurzfristig geholfen haben, aber langfristig keinen Erfolg brachten, versuchte ich das ganze Problem ganzheitlicher zu betrachten. Ich wollte gerne meine gesamte Muskulatur stärken und auch an meiner Körperhaltung arbeiten. Quasi so viel für meinen Körper tun, dass bestimmte Verspannungen erst gar nicht aufkommen konnten. Vorsorge ist war also gefragt. Meine Rückenmuskulatur hätte wirklich kräftiger sein können. Ich entdeckte das Thema Barfußlaufen und laß viele Artikel darüber. An sich ist es ja nichts Neues. Aber was hat denn Barfußlaufen mit den Kopfschmerzen zu tun? Erstmal habe ich mir einen groben Gesamtüberblick verschafft.

Ganzheitliche Betrachtung des Bewegungsapparates

Wenn man keine andere Erklärung für seine Kopfschmerzen hat, könnte man den Versuch wagen und seinen Bewegungsapparat genauer unter die Lupe nehmen. Ich merkte, dass ich manchmal vom Joggen Kopfschmerzen bekam, aber auch vom Fahrradfahren. Seit ich auf einem anderen Fahrrad fuhr, hatte ich keine Kopfschmerzen mehr. Da war scheinbar die Haltung beim Fahren das Problem! Und immer mehr hatte ich das Gefühl, dass der Kopfschmerz im Bereich der Halswirbelsäule ausgelöst wurde. Ich hatte bis dahin immer nur separate Teile meines Körpers trainiert. War ich im Nacken verspannt, trainierte ich ihn. Hatte ich Kopfschmerzen, machte ich Übungen für den Schulter- und Halsbereich. Wir dürfen aber unsere Muskulatur nicht separat betrachten. Wir wissen zwar, wo die einzelnen Muskeln sitzen und wie man generell aufgebaut ist, doch vergessen die ganzheitliche Betrachtung. Unser gesamter Bewegungsapparat interagiert sehr komplex. Kopf- oder auch Nackenschmerzen könnten auftreten, wenn das Zusammenspiel der Muskulatur durch ihre Verkürzungen oder Verspannungen nicht richtig stattfinden kann. Ist man irgendwo verspannt, wirkt sich das ebenfalls auf andere Partien des Körpers aus. Wenn man also oft an einer Stelle verspannt ist, die sich negativ auf den Kopfbereich auswirkt, kann das auch zu Kopfschmerz führen.

Barfußlaufen ist gesund für unseren gesamten Bewegungsapparat
Barfußlaufen ist gesund für unseren gesamten Bewegungsapparat

Barfußlaufen oder Barfußschuhe tragen bei Kopfschmerzen?

Endlich kam ich der Sache schon etwas näher. Kopf und Füße. Da sie so weit auseinander liegen, bringt man sie nicht sofort in Zusammenhang. Als Reaktion auf meine Recherche über das Barfußlaufen, habe ich mir dann die ersten Barfußschuhe bestellt. Der Begriff Barfußschuhe hat nichts mit dem richtigen Barfußlaufen zu tun. Der Barfußschuh ist ein Schuh, der so konzipiert ist, dass er sich den Bedürfnissen des Fußes anpasst und nicht umgekehrt. Wenn man Barfuß läuft, bewegt man seinen Körper ganz anders. Die Muskulatur wird deutlich anders beansprucht und die Körperhaltung verändert sich - sie wird aufrechter und entspannter. In meinem Fall ganz konkret - die vielen Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich besserten sich! Das war genau das, was bei mir nicht optimal war. Außerdem half mir der sanfte Ballengang dabei, schonender mit meiner Wirbelsäule umzugehen, was zu einer Besserung der Häufigkeit von Kopfschmerzen führte.

Am allerbesten ist es, wenn man tatsächlich einfach nur Barfuß läuft. Wäre unsere Umgebung noch ganz natürlich, hätten wir damit viel weniger Probleme. Im Garten laufe ich gerne Barfuß. Der Untergrund ist weich, ich habe keine Bedenken, dass auf dem Boden Glassplitter oder andere gefährliche Dinge herumliegen. Doch in der Stadt, wo überall alles zugepflastert ist, der Boden so gar nicht natürlich ist, der Asphalt dreckig und belastet ist - hat man das Bedürfniss, seine Füße zu schützen. Es ist auch ein gesellschaftlicher Aspekt. Kleider machen Leute - oder habt ihr einen Anzugträger gesehen, der Barfuß unterwegs ist? Das ist auch das Problem. Nicht jeder möchte auffallen, auch wenn man grundsätzlich gerne Barfuß laufen möchte. Aus diesem Grund finde ich den Barfußschuh einfach genial.

Meine Barfußschuhe von Merrell
Meine Barfußschuhe von Merrell

Welche Vorteile bringt ein Barfußschuh?

Seit fast zwei Jahren trage ich nur schon Barfußschuhe und laufe so viel es geht Barfuß. Zu Hause sowieso, im Winter mit dicken Socken. Im letzten Winter lag auch kaum Schnee, so dass ich fast den gesamten Winter über mit Barfußschuhen unterwegs sein konnte. Barfußschuhe haben den Vorteil, dass sie sehr minimalistisch aufgebaut sind. Unser Körper ist dafür gemacht, Barfuß zu laufen. Wir kommen ohne Schuhe zur Welt, alle Tiere laufen ohne Schuhe. Irgendwann meinte der Mensch, seine Füße schützen zu müssen. Ok, ist vielleicht auch in manchen Situationen angebracht. Aber mit der gesamten Entwicklung und der immer unnatürlicheren Lebensweise war es für den Menschen irgendwann undenkbar, ohne Schuhe zu sein. Die konventionellen Schuhe wollen so gut es geht unseren Fuß stützen und dämpfen. Doch das, was gut gemeint ist, ist für unsere Fuß- und Beinmuskulatur nicht gesund. Sie wird schwächer, bildet sich zurück und bringt gesundheitliche Probleme nicht nur für den Fuß selbst, sondern auch für den gesamten Körper. Diverse Fußerkrankungen wie Senkfuß, Knickfuß, Hallux Valgus oder andere können in sehr vielen Fällen erst gar nicht entstehen. Diese verbinden wir noch mit dem falschen Schuhwerk, da der Zusammenhang auf der Hand liegt. Doch der wiederkehrender Kopfschmerz? Dieses Problem kann man schwer greifen, man hat nicht sofort die Idee, dass im Grunde die Ursache auch etwas mit den Füßen zu tun haben kann.

Was passiert mit dem Körper, wenn man Barfuß läuft?

Ich beobachtete mich beim Barfußlaufen. Mir ist aufgefallen, dass ich dabei ganz anders laufe - völlig automatisch! Ich setzte mit dem Vorderfuß zuerst auf den Boden auf. Diesen Gang nennt man übrigens fachmännisch "Ballengang". Und wie läuft man ganz üblich, mit normalen Schuhen? Genau - man setzt mit der Ferse zuerst auf. Wir haben mit den konventionellen Schuhen unsere natürliche Laufbewegung völlig aus dem Gleichgewicht gebracht! Das Problem beim Fersengang ist, dass die gesamte Erschütterungskraft fast ungedämpft in unseren Bewegungsapparat geleitet wird. Der Ballengang dagegen ist viel federnder und schonender für unseren Körper.

Kopfschmerzen lindern durch Barfußlaufen

Bessere Sinneswahrnehmung beim Barfußlaufen

Ein ganz wichtiger Punkt, den ich noch nicht erwähnt habe, ist die deutlich bessere Wahrnehmung beim Barfußlaufen. Ihr kennt vielleicht diese "Barfuß-Parks". Eine tolle Idee, aber völlig absurd. Man muss doch nicht in einen Barfußpark gehen, um Barfuß zu laufen und den Untergrund immer wieder zu erleben. :-) Da merkt man wieder, wie weit die Menschheit schon ist. Durch das Barfußlaufen nehmen wir den Boden sehr deutlich wahr und können sehr stark darauf reagieren. Wenn wir merken, dass der Boden rutschig ist, laufen wir besonders vorsichtig. Wenn wir merken, der Boden ist weich - wie ein Sandstrand - passen wir uns lauftechnisch automatisch an. Der Fuß passt sich an, die gesamte Fuß- und Beinmuskulatur ist beansprucht. Die Körperhaltung passt sich der Situation an. Wir können feiner mit unserer Umwelt interagieren und uns somit so einige Verspannungen ersparen. Manchmal hole ich meine alten (wasserdichten) Turnschuhe raus, wenn ich im Garten arbeite und nicht mit nasser Gartenerde in Berührung kommen möchte. Ich besitze keine Gummistiefel, das wäre Verschwendung, noch sind die Turnschuhe ja da. Jedes Mal denke ich: "Boah, was sind das bloß für Klötze an den Füßen!". Ich spüre rein gar nichts. Weder, wie der Untergrund ist, noch wie ich zu Laufen habe. Und der Turnschuh an sich ist wirklich super, aber nur aus der konventionellen Sicht. Hochwertige Verarbeitung, nahmhafter Hersteller von Sportartikeln. Würde man mich mit verbundenen Augen und Ohrstöpseln - während ich diese Schuhe trage - in den Garten führen, wüsste ich nicht, wo ich bin. Wäre ich barfuß, wüsste ich sofort, wo ich bin und ob ich meine Pflanzen gießen muss. :-) Die Füße können so wunderbar mit uns kommunizieren und uns so viele Informationen über unsere Umgebung liefern. Das ist für unser Wohlbefinden und unsere Psyche sehr wichtig!

Es gibt verschiedene Barfußschuhe auf dem Markt

Das Bewusstsein der Menschen verändert sich und die Nachfrage nach Barfußschuhen ist deutlich gewachsen. Somit auch das Angebot! Es gibt diverse Barfußschuhe zur Auswahl. Ich als Barfußlaufanfänger habe langsam angefangen und mir erst mal "normale" Barfußschuhe besorgt. Sie sehen ganz normal aus wie Turnschuhe, sind aber superleicht und luftdurchlässig, haben viel Raum für die Zehen, eine hauchdünne Sohle und keinerlei Sprengung (das bedeutet, dass sie keinen Absatz haben). Das waren die Merrell Barfußschuhe (zum Erfahrungsbericht) und Vivobarefoot-Barfußschuhe (die ich aber zurückgeschickt habe). Mein Mann hat sich zuerst den Sommerbarfußschuh von Merrell zugelegt und später den Merrell Barfußschuh für den Winter (zum Erfahrungsbericht) ausprobiert. Ich besitze noch den etwas stärker gepolsterten Barfußschuh von Merrell (zum Erfahrungsbericht), der meiner Meinung nach noch etwas besser für den Anfänger geeignet ist. Es gibt neben Barfußschuhen auch diverse Barfußsocken, die ähnlich wie ein Barfußschuh funktionieren. Sobald ich in dieser Richtung Erfahrungen gemacht habe, werde ich diesen Artikel ergänzen. Ich möchte mir auch bald Barfußsocken zulegen. :-) In Kürze kommt noch mein Erfahrungsbericht über die ZAQQ-Barfußschuhe, den ich hier ebenso verlinken werde. Wenn du dich für diese Updates interessierst, abonniere doch meinen Newsletter.

Barfußschuhe lassen uns anders laufen

Wie hat sich das Barfußlaufen auf meine Kopfschmerzen ausgewirkt?

Ich bin ein absoluter Barfußlaufen-Fan geworden. Wir alle tragen nur noch Barfußschuhe oder laufen Barfuß. Meine Körperhaltung hat sich deutlich verbessert, meine Beinmuskulatur ist stärker geworden und die Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich sind nicht mehr so extrem wie früher. Und ich sage euch ganz ehrlich: Ich mache nach wie vor nicht regelmäßig Übungen. Ich bin immer noch nicht diszipliniert genug. Aber ich merke trotzdem sehr deutlich, dass die ganzheitliche Lösung mit den richtigen Schuhen oder fast gar keinen Schuhen für mich optimal war. Ich bin sehr froh darüber! Ich habe heute nur noch selten Kopfschmerzen.

Die Ursache bekämpfen, nicht die Symptome

Lasst euch inspirieren und gebt nicht auf. Kopfschmerztabletten lösen das Problem nicht, sie machen es nur erträglich. Wenn man aber versucht, den Kopfschmerz ganzheitlich zu betrachten, braucht man plötzlich keine Tabletten mehr - so wie in meinem Fall. Ich bin sehr froh, dass diese Lösung so einfach, effektiv und insgesamt positiv war.

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 12. Juni 2016 veröffentlicht.

Bodenschläfer 17.6.2016 um 11:26
Manchmal muss man mal hinterfragen, ob es nicht einfach nur sein kann, dass sich der Großteil der Menschheit schlichtweg irrt. Den Ballengang in Verbindung mit Barfußschuhen habe ich für mich als das richtige Gehen erkannt ohne andere Personen davon überzeugen zu müssen. Weiterlesen Auch bin ich davon überzeugt, dass Toilettenhocker (Internetsuche) wichtig für den Stuhlgang sind. Als dritten Punkt habe ich das Schlafen auf den Boden (maximal Futonmatratze) für mich entdeckt. Natürlich kann man diese Liste z.B. im Bereich der Ernährung wie vegetarisch, vegan oder auch Rohkost fortführen. Wichtig ist das man auf seinen Körper hört und nicht einfach alles für normal und gesund hält. Die heutigen Wohlstandskrankheiten zeigen, dass viele Menschen auf dem falschen Weg sind und nicht bereit sind angemessene Gegenmaßnahmen einzuleiten. Was soll denn z.B. der Nachbar denken?
Lisa von ich lebe grün! 17.6.2016 um 20:18
Hallo Bodenschläfer,
finde ich toll, wie kritisch du die "normalen" Dinge des Lebens siehst und umsetzt. Danke für deinen Kommentar!
Viele liebe Grüße von
Lisa
Jenni 13.6.2016 um 7:40
Liebe Lisa!
Beim Thema Barfußlaufen scheiden sich ja die Geister - aber ich persönlich bin derselben Meinung wie du: Unser Bewegunsapparat ist nicht an die verkrampfte Haltung, in der wir uns automatisch in Schuhen befinden, angepasst und reagiert daher mit Verspannungen. Weiterlesen
Das habe ich eher weniger wissenschaftlich seriös nachgelesen (ich habe nur ein paar Quellen zu Rate gezogen und das reicht bei so einem komplexen Thema natürlich nicht aus) als bei mir selbst festgestellt. Seitdem ich auch beim Laufen minimalistische Schuhe nutze, geht es mir viel besser - keine Rückenschmerzen mehr, keine Knieprobleme (bei normalen Laufschuhen war das zeitweise furchtbar). Generell achtet man wieder mehr darauf, wie man aufrtitt - furchtbar finde ich immer, dass gepolsterte Schuhe dazu verleiten, mit der Ferse zuerst aufzusetzen. Das rummst dann immer einmal den ganzen Rücken entlang und ist sicherlich alles andere als gesund.
Meine Kopfschmerzen sind dadurch leider nicht weggegangen - aber bei mir ist das leider erblich bedingt und hat weniger mit meinem Bewegungsalltag zu tun. :)
Liebe Grüße
Jenni
(www.mehralsgruenzeug.com)
Lisa von ich lebe grün! 13.6.2016 um 10:10
Liebe Jenni,
es freut mich sehr, dass es dir ebenso viel besser geht - auch wenn sich das Barfußlaufen nicht komplett auf alle Probleme ausgewirkt hat. Trotzdem ist ja jede Verbesserung positiv zu werten! Ich sehe das genauso wie du. Aber vielleicht wird das ja noch was bei dir mit dem Kopfschmerz... Weiterlesen manchmal braucht alles seine Zeit. Ich drück dir die Daumen!
Ganz liebe Grüße von
Lisa