Schnee und Kälte bringt die Menschen wieder zusammen

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Unglaublich, was hier gerade los ist! Seit Sonntag sind wir richtig im Schnee versunken. Niemand hat mit so einem Wetter gerechnet. Heute morgen zeigte das Thermometer -14 Grad. Zum ersten Mal seit Monaten fühlt sich die Welt irgendwie anders an. Corona ist plötzlich vergessen!

Zusammenhalt im Winter

Alle reden nur noch über die Schneeberge und erschwerten Bedingungen. Man sieht wieder Menschen, die ihre Gehwege freiräumen. Man redet miteinander und hilft sich gegenseitig. Fahrgemeinschaften werden gebildet, um von A nach B zu kommen. Die Corona-Situation scheint gerade nicht mehr so wichtig, da es stärker ums generelle Überleben geht. Man spürt die Kraft der Kälte, die Macht des Schnees und das schweißt zusammen. Nach langer Isolation ist der Bedarf, wieder soziale Kontakte zu haben, enorm hoch.

Zusammenhalt im Winter - unser Garten ist im Schnee versunken

Überhaupt: Früher waren so viel mehr Menschen aufeinander angewiesen. Familien lebten nicht nur aus Platz- und Geldmangel zusammen, sondern sie waren auf die gegenseitige Hilfe angewiesen. Man hat seine Fähigkeiten untereinander ausgetauscht. Man konnte nicht alles an "externe Dienstleister" abgeben.

Zusammenhalt im Winter - unser Garten ist im Schnee versunken

Heute stehen die meisten Menschen auf ihren eigenen Beinen und leben völlig selbstständig, oft nur für sich selbst oder ihre eigene Familie. Das ist ein sehr luxuriöses Leben, man hat sich seine eigene Welt aufgebaut und lässt nur diejenigen herein, die auch dazu passen. Natürlich ist das nicht überall so, aber die Tendenz ist da. Was Vorteile hat, hat aber auch Nachteile. Somit entsteht die Vereinsamung von älteren Generationen und dieser enge Kontakt, der früher da war, bricht ab.

Zusammenhalt im Winter - unser Garten ist im Schnee versunken

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man helfen kann. Leider trauen sich auch viele Menschen gar nicht, um Hilfe zu bitten. Sie wollen nicht zu Last fallen. Aber das ist Quatsch. Ich würde mich freuen, wenn mehr fremde Menschen aus meiner Umgebung einfach um Hilfe bitten würden. Die meisten helfen unheimlich gerne und niemand fällt zur Last. Ein positiver Effekt entsteht beim Helfen: Die Beziehungen werden stärker, es entstehen mehr Kontakte und Freundschaften. Man fühlt sich nicht alleine und schon sieht die Welt weniger grau aus.

Zusammenhalt im Winter - unser Garten ist im Schnee versunken

Ich mag den altmodischen Tausch-Gedanken. Jeder kann irgendwas und viele würde sich freuen, wenn sie sich einbringen könnten. Aber auch wir sind in der modernen Welt gelandet. Unsere Eltern sind nicht vor Ort, unsere Familien sind überall verstreut. Sind wir auf Hilfe angewiesen, wird es schwierig. Mehr-Generationen-Haushalte gibt es ja schon und auch wir finden das Konzept sehr spannend. Man könnte stärker zusammenhalten, sich gegenseitig helfen und schwierige Situationen gemeinsam meistern. Aber es tut auch einfach gut, nicht alleine zu sein.

Zusammenhalt im Winter - unser Garten ist im Schnee versunken

Ich bin gespannt, wie aktuell alles weiter läuft. Heute ist jedoch ein schöner Schneetag und wir leben jetzt. In genau diesem Moment. Also genießen wir ihn einfach. Möchtest du keinen neuen Blog-Artikel mehr verpassen? Dann abonniere meinen kostenlosen Newsletter, der dich auf dem Laufenden hält. Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 9. Februar 2021 veröffentlicht.

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