Mach das, was dir gut tut - ganz ohne Druck

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Bevor im Radio gleich die Nachrichten kommen, schalte ich den Sender lieber aus und mache mir Musik an. Ich sitze in unserem neu eingerichteten "Krea-Chill" Raum (kreativ-chillen) und freue mich, einfach das zu machen, was ich will. Diese harmonische Stimmung, die hier gerade herrscht, möchte ich keineswegs mit Nachrichten aus der ganzen Welt vernichten. "Mama, kannst du mir die Schere geben?" fragt mich meine Tochter. Wir basteln gemeinsam, ich mache einen Herbstkranz für die Tür und meine Tochter beklebt eine alte Seifenschachtel mit ausgeschnittenen Figuren. Diese Zeit ist kostbar und ich sauge jede Sekunde ein. Bunte Papierschnipsel liegen vor mir, ich schneide Blätter aus alten Briefumschlägen und Farbpapierresten aus. Einfach so, wie ich das möchte. Ohne Anleitung, ohne Vorgabe, ohne Druck. Wenn das Ergebnis mir gefällt, werde ich damit unsere Eingangstür verschönern. Dieses im Hier und Jetzt zu sein, tut richtig gut. Einfach mal den Kopf ausschalten und nur basteln.

Mache das, was dir gut tut - ganz ohne Druck

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Wie oft tut man eigentlich sowas? Im Sommer sind wir viel draußen im Garten, aber das herbstliche Wetter lädt einen zu eher ruhigeren und meditativen Tätigkeiten ein. Eigentlich muss noch die Wäsche gewaschen, der Hof gekratzt und die geernteten Äpfel sortiert werden. Ich schaue zum Fenster. Es regnet und unser Apfelbaum wird ganz schön vom Wind geschaukelt. Nein, ich schenke mir jetzt beim Basteln Zeit. Ich lasse meiner Kreativität freien Lauf, beobachte meine Tochter, wie sie in ihre Bastelei vertieft ist. Diese Fähigkeit ist den Erwachsenen irgendwie verloren gegangen, wir möchten so viel auf einmal erledigen. Wenn diese Eigenschaft manchmal auch von Vorteil ist, so ist sie auf Dauer eine richtige Qual. Wir stressen uns selbst und meinen, alles auf einmal erledigen zu müssen. Obwohl zum Beispiel die anderen Sachen wirklich noch eine Stunde warten können. Ich tunke meinen Pinsel in den selbst gekochten Kleber (so sparen wir ein wenig Plastik) und befestige die ausgeschnittenen Herbstblätter auf einem Kreis. Es fühlt sich so schön an, einfach nur zu basteln und der Musik zu lauschen. Gönnst du dir auch solche Momente? Ich fühle mich danach viel ruhiger und ausgeglichener. Ich habe mir gestern folgendes Zitat aufgeschrieben.

„Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag sollten wir uns genug Zeit nehmen.“, sagt John Donne.

Es gibt Dinge, die sind einfach wichtig. Diese Zeit mit meiner Tochter ist jetzt viel wichtiger als alles andere. Vielleicht erinnert sie sich später daran, wie wir am Tisch saßen, bastelten und zur Musik summten... Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 16. Oktober 2020 veröffentlicht.

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