Nachhaltig Vegan Fair

Wie Minimalismus deiner Gesundheit hilft

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Wer bewusst lebt, ist mit deutlich weniger Besitz zufrieden. Wenn ich in einer Ferienwohnung bin und dort nur das Notwendigste zum Leben vorfinde, kann ich stärker meine Mitte spüren und mich auf den Moment einlassen. Ich bin in einem aufgeräumten Raum ohne überflüssige Dinge ruhiger und ausgeglichener. Ich kann schneller Energie tanken, wenn ich mich frei und entspannt fühle. Wenn man bewusst weniger Besitz anhäuft und einfacher lebt, heißt das nicht, dass man arm ist und sich nichts leisten kann. Es ist kein Mangel und auch kein Verzicht. Manchmal verwechseln Menschen diese Begriffe oder haben Angst, andere könnten über sie reden, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt. Einfachheit oder Minimalismus in der Einrichtung, der Kleidung oder sogar in der Ernährung bedeutet, dass man die Dinge, die man hat, viel mehr schätzt. Man besitzt weniger, dafür aber nur seine Lieblingsstücke, die man auch im Alltag verwendet oder trägt. Wenn man Minimalismus auf die Ernährung überträgt, könnte man regional und frisch einkaufen. Auf hochwertige biologisch angebaute Grundnahrungsmittel setzen und auf Fertigprodukte mit fragwürdigen Zusatzstoffen verzichten. Diese Fokussierung auf die Basis führt dazu, dass man sich automatisch gesünder ernährt, seine Nahrung frischer zubereitet und gesünder wird.

Minimalismus ist gesund
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"Zero Waste geht auch an meinen Tagen."
Lisa Albrecht
Meine Lösung

Ordnung zu Hause = Ordnung im Körper

In unserer Gesellschaft sind wir darauf trainiert, möglichst viel zu konsumieren. Die meisten Wohnungen und Häuser sind voll mit Dingen, die nicht verwenden werden. Es reicht, wenn wir allein in unsere Kleiderschränke schauen! Ich habe schon sehr radikal ausgemistet und trotzdem finde ich, dass ich zu viel Kleidung habe. Folgendes fand ich schon früher ganz toll: In Japan werden zerbrochene Keramikschalen nicht in den Müll geschmissen, sondern wertvoll - sogar mit Pulvergold oder Silber - repariert. Man nennt es Kintsugi. Die kaputte Keramik bekommt ein zweites Leben, sieht wunderschön aus und steht für die Wertschätzung und den Minimalismus. Ist das nicht schön? Wie oft sehe ich, dass gute Dinge einfach in den Müll geworfen werden, die noch nicht mal kaputt sind.

Seit Jahren merke ich, wie gut es mir tut, mehr Ordnung und Freiraum in mein Leben zu bringen. Zuerst fängt es vielleicht im Kleiderschrank an, doch dann schwappt es auf andere Bereiche über. Eine gesunde Ernährung braucht nicht viel und kann so effektiv sein. Seit ich mich vollwertig vegan (+ glutenfrei) ernähre, geht es mir richtig gut. Davor hatte ich jede Menge Probleme: Verdauung, Allergie, schlechte Haut und Haarausfall. Frisches Obst und Gemüse, Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und andere Naturprodukte stehen reichlich zur Auswahl. Fertig hergestellte Nahrung ist mir schon zu kompliziert, zu viel Verpackung und Zusatzstoffe. Sie kann manchmal im Alltag helfen, ist aber in der Regel unnötig. Ich investiere gerne in biologisch angebaute Nahrungsmittel und bin unendlich dankbar, dass ich solche leckeren Gaben der Natur essen kann. Das, was ich durch das Weglassen von Fertigprodukten an Geld spare, stecke ich in Qualität und Frische. Nach unserem Umzug in ein Haus mit Garten habe ich wieder angefangen, vieles selbst anzubauen. Es ist wundervoll - die Arbeit im Garten ist wie eine Meditation.

Minimalismus - Freiheit

Ich bin mir sicher, dass eine bewusste Einfachheit des Lebens und das Thema Minimalismus sich positiv auf unseren Körper und Geist auswirkt. Es ist nicht einfach, alles auf einmal umzustellen und loszulassen. Aber jeden Tag, Schritt für Schritt, geht es bestimmt. Probiere es aus, du wirst sehen, wie befreit, erleichtert, erfüllt und positiv aufgeladen du dich fühlen wirst. Deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 26. Mai 2019 veröffentlicht.

Alias 12.7.2019 um 13:07
nur so als kleiner Denkanstoß:
Ein Betrag über Minimalismus und Kritik am undurchdachten Konsum geschmückt mit einer Werbeanzeige für eine Wäschespinne mit Dach halte ich für wenig kongruent.
Lisa von ich lebe grün! 14.7.2019 um 7:05
Hallo Alias,
danke für deinen Denkanstoß! Ich sehe es so: Jeder muss für sich entscheiden, was er unter Minimalismus versteht. Bei der Wäschespinne konkret handelt es sich um einen Produkttest. Wir haben diese Wäschespinne nach wie vor im Garten stehen und ich bin sehr zufrieden sowohl mit der Qualität als auch der Handhabung. Weiterlesen Ich bin dafür, dass man Wäsche an der Luft trocknet (um Strom und Elektromüll zu sparen) - und stelle deshalb gerne diese - wenn auch viel luxuriösere - Möglichkeit vor. Denn nicht jeder möchte oder kann irgendwo Wäscheleinen befestigen. Und ein Dach hat nun mal sehr viele Vorteile, die Menschen überzeugen könnte.
Liebe Grüße,
Lisa