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Leistungssteigerung - ich lasse mich nicht verbiegen!

Paul Albrecht
Paul Albrecht

Wir leben in einer Zeit, in der die technische Entwicklung rasend schnell voran schreitet. Wir sitzen mit an Bord dieser Rakete, ob wir das nun wollen oder nicht. Alles muss besser, schneller und effizienter werden. Kein Wunder, dass unsere Arbeitsplätze immer häufiger von Maschinen besetzt werden. Und was machen wir? Wir springen in das Hamsterrad und glauben, wenn wir uns nur genug anstrengen, den Wettlauf gewinnen zu können. Nicht nur die Maschinen werden stetig weiter entwickelt, sondern auch die Menschen sollen besser werden.

Schulklasse

China testet gerade in einer Schule ein System zur Steigerung der Lernleistung. Die Schüler werden von Kameras im Klassenraum überwacht und ein Computer bestimmt den Zustand jedes Einzelnen. Stellt die Analysesoftware fest, dass ein Schüler gelangweilt oder unaufmerksam ist, bekommt der Lehrer oder die Lehrerin sofort eine Benachrichtigung. Junge Menschen haben somit keine Chance mehr, dem Überwachungssystem zu entgehen. Ein Schüler sagte im Interview, dass er sich jetzt nicht mehr traut unaufmerksam zu sein. Die Angst und der Druck zu funktionieren steigt. Dieses extreme Beispiel ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die meisten Schulen, auch hier in Deutschland, sind auf einem Leistungsprinzip aufgebaut. Die Kinder stehen nicht nur im Wettbewerb untereinander, sondern müssen auch die Erwartungen von Lehrern und Eltern erfüllen. Und nach ihrer Schullaufbahn landen sie in eine Arbeitswelt, die nur noch “Hochleistungskühe” braucht.

Aber auch wir Erwachsenen stehen unter ständigem Optimierungszwang. Arbeitgeber setzen heute schon verschiedene Tools zur Leitstungskontrolle ein. In China gibt es sogar Unternehmen, in denen die Mitarbeiter Kappen tragen müssen, die ihre Hirnaktivitäten aufzeichnen. Doch auch im Privaten hört die Effizienzsteigerung nicht auf. Zum Beispiel tracken Fitness-Apps unsere Bewegungen, den Puls und das Schlafverhalten, um diese Daten von einer künstlichen Intelligenz ausgewerten zu lassen. Diese sagt uns dann,wie wir zu leben haben, um unsere Werte zu optimieren.

Fitness Apps

Zu was führt das denn alles? Schaut man sich die steigende Zahl der psychischen Erkrankungen an, so merkt man schnell, dass dieses System dem Menschen nicht gut tut. Es ist aber ein von Menschen gemachtes Problem. Wir machen uns selbst und gegenseitig den Stress nicht gut genug zu sein. Wir Menschen haben diese Maschinen entwickelt, die uns unsere Arbeitsplätze streitig machen und uns immer weiter zur Selbstoptimierung antreiben. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, immer Neues zu erfinden und alles zu optimieren. Aber jeder einzelne sollte sich klar machen, dass nicht alle Entwicklungen positiv sind. Falsch eingesetzt, können sie uns schaden und uns regelrecht kaputt machen, was die Zahl der Burnout-Patinenten bestätigt.

Ich habe für mich beschlossen, mir häufger folgenden Satz zu sagen: “Ich bin gut so wie ich bin.” Das soll nicht bedeutet, dass ich mich nicht weiter entwickeln möchte. Aber ich lasse mich nicht mehr von anderen Menschen oder Maschienen verbiegen. Ich bin für mein Leben verantwortlich und lege meinen Takt selbst fest. Und das solltet ihr auch tun!

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Dieser Beitrag wurde von Paul Albrecht am 19. Mai 2018 veröffentlicht.

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Paul Albrecht

Paul Albrecht

Gründer & Programmierer

Ich kümmere mich um alle technischen Aspekte und habe unter anderem das Blogsystem programmiert. Außerdem schreibe ich gerne Artikel, die zum Nachdenken anregen. Wenn ich die Tastatur ruhen lasse, genieße ich Streifzüge durch die Natur mit meiner Familie.

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