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Mir geht das Geld aus - was tun?

Tipps für mehr Geld

Über Geld spricht man nicht. Warum eigentlich nicht? Ich spreche mit meinen Freunden sehr offen über dieses Thema. Neulich hatten wir wieder so ein Gespräch in einer Runde und viele Fragen, Anmerkungen oder Kommentare sind gefallen. Ich möchte einige spannende Aspekte aufgreifen und meinen Senf dazu geben.

Über Geld spricht man nicht. Warum nicht?

Es hat vermutlich mehrere Gründe. Man möchte gerne eine "neutrale" Ebene schaffen. Der Gesprächspartner soll sich weder besser noch schlechter fühlen, wenn er z.B. erfährt, wieviel sein Gegenüber verdient. Aber genau das ist doch der Punkt. Wenn man es schafft, das Geld nicht als Mittelpunkt seines Lebens zu sehen oder sich z.B. minderwertig zu fühlen, nur weil der andere evtl. für eine ähnliche Arbeit mehr Geld verdient - kann man deutlich einfacher mit dem Thema umgehen. Außerdem: Warum immer so negativ? Es kann doch auch unglaublich motivieren, wenn jemand mehr Geld verdient. Man kann dann schauen, warum jemand mehr Geld verdient und an seiner aktuellen Situation weiter optimieren.

Mein Geld reicht nicht aus, um den nachhaltigen Lifestyle zu leben

Diese Frage bekomme ich oft gestellt. Ein nachhaltiger Lifestyle fängt nicht ab einer bestimmten Geldmenge an. Bereits mit sehr wenig Geld kann man sehr gut nachhaltig leben. Die Frage ist hier: Was brauche ich alles, um nachhaltig zu leben? Nachhaltigkeit bedeutet zum Beispiel, nicht ständig die neusten Trends zu konsumieren - unser Zuhause und unsere Schränke sind bereits bestens "gefüllt". Wenn man weniger konsumiert, gibt man auch weniger Geld aus. Ja, meist sind nachhaltige (fair & bio) Produkte teurer. Wenn man jedoch insgesamt weniger konsumiert, kann man sich tatsächlich auch ein teureres Teil leisten. Es ist also eher die Frage, für was man sein Geld ausgibt. Eine weitere Möglichkeit ist zum Beispiel, gebrauchte Produkte zu kaufen - es muss nicht immer alles neu aus dem Geschäft sein. An dieser Stelle muss man einfach bereit sein, ein bisschen zu suchen und neue Wege zu gehen.

Tipps für mehr Geld

Geld bedeutet Anerkennung - ohne Geld bin ich nichts wert

Wenn man genau hinschaut, ist das doch wirklich Quatsch. Nur, weil man aktuell wenig verdient, macht die Tatsache uns persönlich nicht schlechter. Schaut man nach links und rechts, merkt man, wie wertvoll man ist. Einen Partner, eine Familie oder Freunde kann man nicht kaufen. Echte Freundschaften und Bindungen werden bestehen, ganz egal wie viel Geld man verdient. Und wenn man in der aktuellen Situation unglücklich ist, weil man mehr Geld haben möchte - dann sollte man die Dinge anpacken und aktiv werden. Jemand anderes wird es ja nicht für einen tun.

Wenig Geld zu haben, kann einen gewaltigen Stress auslösen

Ja, wenn man ohne Geld überhaupt nicht mehr auf den Beinen stehen kann. Wenn man seine Familie wirklich nicht durchbringen kann. Wenn es für gar nichts reicht, wenn man sich nicht mal Essen kaufen kann. Aber sehr vielen Menschen geht es in Deutschland sehr gut, obwohl sie sagen, dass sie sehr wenig Geld zur Verfügung haben. Sie vergleichen sich eher mit anderen Menschen, die mehr haben (oder mit denen, die nur so tun, als ob sie mehr haben - das ist auch ein wichtiger Punkt!). Sie möchten mithalten und stehen unter Druck, nicht weil sie zu wenig Geld haben, sondern weil sie sich gewisse Statussymbole nicht leisten können. Wenn man sich das klar macht, wie gut es einem wirklich geht (die Sache mit dem Vergleich) und dass der Druck woanders liegt, fühlt man sich plötzlich richtig reich. Es ist immer eine Sache des Vergleichs und der inneren Einstellung. Übrigens, wenn man Geld spendet, fühlt man sich automatisch reicher und lockert die Einstellung zum Geld.

Einige Minimalisten behaupten, Geld ist nicht wichtig

Man fühlt sich deutlich entspannter und freier, wenn man genug Geld hat, um zum Beispiel an eigenen Projekten arbeiten zu können - ohne Abhängigkeiten. Auch alleine das Gefühl zu haben, in der Lage zu sein, sich den einen oder anderen Herzenswunsch erfüllen zu können, ist gigantisch. Wenn man weiß, dass man sich mit seinem Einkommen alle notwendigen Dinge leisten kann (inkl. Altersvorsorge und ähnliche Dinge) ohne ständig im Kopf zählen zu müssen, entspannt das sehr. Ich finde schon, dass Geld wichtig ist. Die Frage ist wie immer: Wie viel Geld macht uns glücklich und mit was sind wir im Leben zufrieden. Minimalisten geben Geld sehr gezielt aus, sie handeln weniger aus einer Laune heraus (Kaufrausch), sondern prüfen tatsächlich, ob eine neue Anschaffung oder Investition wirklich Sinn macht und einen Mehrwert bietet. Aber auch als Minimalist kann man doch viel Geld haben - man gibt es eben für die Dinge aus, die einem wichtig sind.

Tipps für mehr Geld

Andere haben mehr Geld

Ist das schlecht? Das ist doch super, wenn andere finanziell unabhängiger sind oder ihre Wünsche tatsächlich wahr machen können. Nicht immer fällt es einem leicht, anderen ihre Reichtümer aus vollem Herzen zu gönnen. Es macht Sinn, sich einfach auf seine Ziele zu konzentrieren. Es raubt zusätzliche Energie, wenn wir neidisch auf andere blicken. Es zieht einen nur runter. Man kann die Tatsache, dass jemand mehr Geld hat, positiv sehen und sich für denjenigen freuen. Er hat es geschafft. Er ist ein super Beispiel! Es ist möglich! Er wollte es so gerne, und hat es geschafft. Auch wir können es schaffen, wenn wir das Gefühl haben, mehr Geld haben zu wollen. Es lohnt sich zu überlegen, wie man es schaffen kann und anschließend daran zu arbeiten. Die Energie könnte man also in die Arbeit stecken und nicht in negative Gefühle, die weder einem selbst, noch den Mitmenschen helfen.

Ein voller Geldbeutel fängt mit der Einstellung an

Der Grundsatz, "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst" ist in meinen Augen sehr wichtig, um sein Geld zu vermehren. Warum sollte dir jemand Geld geben, wenn du nicht bereit bist, andere fair zu bezahlen? Wir ziehen die Dinge an, die wir auch ausstrahlen. Damit Geld fließen kann, dürfen keine Blockaden im Fluss entstehen. Bezahle deine Rechnungen rechtzeitig, sei großzügig und menschlich. Denke positiv über das Geld, denn es macht vieles möglich. Man kann es richtig toll einsetzen und einiges bewirken. Man kann mit Geld helfen, dafür braucht man aber nicht unbedingt großen Summen. Was gerne vergessen wird: Viel Geld macht lange nicht glücklich. Für das Glück sind deutlich mehr Faktoren verantwortlich.

Fühlt ihr euch reich? Hättet ihr gerne noch mehr Geld? Redet ihr über Geld?

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 17. September 2017 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und mit zwei Hunden ist unsere Familie aktuell komplett. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

Mehr über mich / Anfragen und Kooperationen
Yoyo 14.10.2017 um 13:35
Sehr wichtige Ansätze! Auch führe ein reiches, ausgefülltes und glückliches
Leben. Glücklich machen Beziehungen zu anderen Menschen, nicht leblose Dinge, so viel Sie uns auch mal bedeutet haben.
Glück hängt wirklich nicht vom Kontostand ab, das beweist schon ein Blick auf die Skala der glücklichsten Länder der Welt. Trotzdem braucht Lebensglück auch einen finanziellen Rahmen, ganz besonders wenn man Kinder hat.
Das Geld nicht wichtig sei, ist eine naive Einstellung, die gilt vielleicht, wenn man in einem Land lebt, in dem sich der Status nicht über Besitz und Geld definiert. Ich sehe die selbstbewussten Lebensentwürfe vieler junger Menschen, sich davon zu lösen sehr positiv und wünsche ihnen, dass sie gelingen. Hoffentlich verändert das die Gesellschaft in der wir leben und in der Kinder schon von klein an auf Leistung und Effizienz getrimmt werden, mit.
Übrigens meine Erfahrung ist eine andere, man kann langfristig nur Freundschaften pflegen mit Menschen, die einen ähnlichen Status haben. Ich spreche hier nicht von Bekanntschaften und kurzfristigen. Begegnungen. Die Basis ist die Welt, in der man lebt, Erfahrungen die man teilt, Dinge, die man mag. Ändert sich die finanzielle Basis, weil z.B. Reichlich Vermögen dazukommt, wechselt man in eine andere Welt und verliert auf längere Sicht den Bezug zu seiner alten Welt und damit auch zu den Menschen, die dort verblieben sind. Versucht man, diesen eine Teilhaben an seiner neuen Welt zu ermöglichen, weckt man Schuldgefuhle und Gefühle der Abhängigkeit. Kurz, eine echte Freundschaft zwischen einem Schornsteinfeger und einem Konzernchef ist maximal Stoff für einen rührseligen Film, bleibt im wahren Leben jedoch nur eine Illusion. Ich denke gern noch mal drüber nach, wenn es andere Erfahrungen gibt :-)
In diesem Sinne, das Staunen nicht verlieren und mit offenen Augen und Herzen durchs Leben gehen. Liebe Grüße
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 16.10.2017 um 14:15
Liebe Yoyo,
herzlichen Dank für deine Zeit, so einen ausführlichen Kommentar zu schreiben. Ja, ich sehe das ähnlich und finde, dass es so viele Faktoren gibt. Du hast es echt schön gesagt: "Das Staunen nicht verlieren und mit offenen Augen und Herzen durchs Leben gehen". :-) So ist das.
Viele liebe Grüße und danke!
Lisa
↑ Antworten
Christof von Einfach bewusst 07.10.2017 um 13:16
Hallo Lisa,
interessanter Artikel, schöne Gedanken.
Ja, ich fühle mich reich. Aber nicht reich an Geld, sondern reich an Zeit, Zufriedenheit, Freiheit und Möglichkeiten. Finanziell komme ich als Autor gerade so über die Runde. Das ist mir 1001 mal lieber als früher in einer Festanstellung, die mir keine Freude bereitet.
Viele Grüße
Christof
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 09.10.2017 um 9:59
Hallo Christof,
schon von dir zu hören!! So sehe ich das auch. Geld ist nicht alles, wenn es reicht und man zufrieden ist - was will man mehr? :-)
Viele liebe Grüße,
Lisa
↑ Antworten
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