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Kalorien- und Gewichtskontrolle: Lass dein Leben nicht von Zahlen bestimmen!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

„Wie viel wiegst du eigentlich?“, wurde ich neulich gefragt. Ist das wichtig? Mein Gewicht gehört einfach zu mir und wenn ich jetzt eine Zahl nenne, wird sie doch gerne mit anderen Zahlen verglichen. Überhaupt, diese Dinge wie Kalorien zählen und sich ständig wiegen… ich mache das nicht mehr. Ich habe zwar eine Waage zu Hause, aber ich verwende sie nur, wenn ich schwere Pakete packe und sie zur Post bringen muss. Dann stelle ich mich zusammen mit dem Paket auf die Waage, um zu sehen, welche Versandmarke ich kaufen muss. Ich wiege mich nicht mehr. Wozu? Ob ich jetzt 1 kg mehr oder weniger wiege: Ich bin immer wertvoll. Denn mal im Ernst: Wie oft machen wir uns verrückt, wenn wir etwas zugenommen haben und das erst auf der Waage bemerken. Das Leben ist so viel mehr als nur eine Zahl. Wie kann man sein Essen genießen, wenn man ständig Kalorien zählt?

Kalorien zählen? Lass dein Leben nicht von Zahlen bestimmen

Ich persönlich denke, dass es nicht darum geht, wie viel man wiegt und wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Es geht doch viel mehr darum, wie man sich fühlt. Wenn man unglücklich ist, weil man zugenommen hat, spürt man das auch ohne Waage. Wenn man in den Spiegel schaut und einen unglücklichen Menschen sieht, der nicht mehr strahlt – merkt man das selbst.

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"Zero Waste geht auch an meinen Tagen."
Lisa Albrecht
Meine Lösung

Sei ehrlich zu dir selbst

Irgendwann ist der Punkt erreicht und der Körper schreit nach einer Veränderung. An dieser Stelle bin ich ehrlich zu mir. Selbstliebe ist schön und gut, ich möchte jedoch nichts schön reden. Wenn ich mich wirklich unwohl fühle, möchte ich etwas verändern. Für mich. Der Körper sagt uns selbst, wann wir uns wohlfühlen. Die Zahlen können das nicht. Laut BMI bin ich zum Beispiel untergewichtig. Soll ich mir jetzt Stress machen und mehr in mich reinstopfen? Nein. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut, ich bin einfach zierlich gebaut. Gehe ich in die vorgegebene Richtung laut BMI, fühle ich mich mehr als unwohl. Das vorgerechnete „ideale“ Gewicht passt nicht zu mir. Ich müsste mich extrem verbiegen und nicht mehr ich sein, damit ich es überhaupt erreiche und auch halten kann. Das ist eine Zumutung für meinen Körper. Das Gleiche umgekehrt. Nicht immer ist man zu dick, wenn man mehr wiegt. Es spielen doch so viele Faktoren mit rein, die bei den typischen Gewichtsrechnungen leider oft nicht berücksichtigt werden.

Kalorien zählen? Lass dein Leben nicht von Zahlen bestimmen

Ob man nun zu- oder abnehmen möchte: Zwang ist kein guter Begleiter. Wichtig ist, sich klarzumachen, warum man überhaupt etwas verändern möchte. Tut man es für sich oder für andere? Natürlich kann Übergewicht krank machen, das ist gar keine Frage. Untergewicht jedoch ebenso. Deshalb sollte man gut aufpassen. Eine rosa-rote Brille von zu viel Selbstliebe kann auch ernsthafte Probleme ausblenden. Ich liebe mich und wenn ich ab- oder zunehmen möchte, dann genau deshalb. Weil ich meinem Körper und mir etwas Gutes tun möchte. Nicht, weil andere denken, mein Gewicht passt nicht in die ideale Tabelle.

Ich versuche das Thema ganzheitlich zu betrachten. Gelassenheit und eine gute Portion Selbstliebe sind sehr wichtig, damit der Körper nicht in die Angstspirale gerät. Diäten sind blöd, wir verbinden sie doch meistens mit Einschränkung. Es wäre doch so viel schöner, seine Ernährung so neu gestalten zu können, dass man beim Essen nach wie vor Genuss und Freude empfindet. Und trotzdem anders isst. Man kann sich mehr bewegen, ohne es als Last zu empfinden. Seit ich mir mehr Zeit für meine Ernährung nehme und vieles selbst zubereite, hat mein Körper automatisch darauf reagiert. Seit ich mit meinem Hund regelmäßig spazieren gehe, sind wir beide fitter geworden. Seit ich so gut wie keinen Haushaltszucker mehr zu mir nehme, merke ich wieder tolle Veränderungen in meinem Körper. Und dabei empfinde ich wirklich Freude. Ich genieße es. Und plötzlich merkt man, dass das gar nicht schwer ist. So lässt sich auch eine Routine aufbauen – schließlich macht die ganze Sache richtig Spaß! Ich wiege mich nicht mehr, ich zähle keine Kalorien und benutze keine Apps, die mein Verhalten tracken. Ich höre auf mein Bauchgefühl und schaue mir einfach diese Frau im Spiegelbild genauer an. Ist sie glücklich?

Das ist gar kein einfaches Thema und ich hoffe, ich konnte dir meine Gedanken ein bisschen näher bringen. Es gibt so viel dazu zu sagen. Wie siehst du das Thema? Ich bin gespannt auf deine Meinung und freue mich auf einen Kommentar von dir! Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 8. Januar 2019 veröffentlicht.