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Veganes Frühstück für Umsteiger: Käse, Quark, Würstchen, Rührei

Es ist heute kein Geheimnis mehr, dass man seine Mischkost-Ernährung ohne großen Aufwand auf eine völlig pflanzliche - also rein vegane - Ernährung umstellen kann. Bei der Umstellung fällt es jedoch ganz vielen Menschen schwer, auf ihre Lieblingsprodukte zu verzichten - wie etwa Käse, Rührei, Würstchen oder Quark. Vor allem beim Frühstück fragen sich viele Umsteiger, was sie denn nun aufs Brot legen könnten. Mir ging es vor einigen Jahren auch ähnlich. Für diese Zeit sind vegane Ersatzprodukte einfach Gold wert, auch wenn man diverse andere Dinge wie Avocado, Aufstriche etc. ebenso integrieren könnte. Sie machen den Umstieg deutlich einfacher! Doch Vorsicht: Nicht alle Ersatzprodukte sind gut und gesund. Sie könnten diverse Zusatzstoffe enthalten, wie etwa künstliche Aromen, Farbstoffe, Zucker oder Geschmacksverstärker. In diesem Artikel zeige ich euch, wie man typische tierische Frühstücksprodukte durch hochwertige vegane Alternativen ersetzt und auf was man dabei achten sollte.

Veganes Rührei mit echtem Ei-Geschmack

Veganes Rührei aus Tofu

Ich war total baff, als ich zum ersten Mal das schwarze Salz Kala Namak in den Händen hielt. Ich roch daran und dachte mir..."Das gibt's doch nicht!" Wüsste ich nicht, dass ich dieses Salz in den Händen halte, hätte ich gedacht, jemand hält mir ein Ei vor der Nase. Es ist unglaublich! Seit dem ist mir klar: Wenn man totale Lust auf ein Rührei bekommt, ist dieses Salz die Rettung. Dabei ist es eigentlich egal, wie man es einsetzt. Selbst auf einer Brotscheibe verteilt, schmeckt anschließend die ganze Scheibe nach Ei und man riecht es auch intensiv. Für ein klassisches veganes Rührei benötigt man Naturtofu, Zwiebeln (oder besser noch Röstzwiebeln), Salz, Kurkuma und ein wenig Kala Namak Salz. Das Tofu wird mit einer Gabel zerdrückt und mit etwas Öl und Zwiebeln in der Pfanne scharf angebraten. Anschließend würzt man mit Salz, Kurkuma und Kala Namak nach Lust und Laune. Für absolute Anfänger gibt es auch fertige Rührei-Gewürz-Mischungen wie z.B. Scrambled Tofu zu kaufen. Finde ich sehr praktisch, um überhaupt mal auszuprobieren, ob das vegane Rührei etwas für einen ist. Die Mischung von Vitam hat uns ziemlich gut geschmeckt und wer mag, kann sie noch ein wenig mit etwas mehr Kala Namak ergänzen - somit wird der Geschmack noch eiiger.

Bei Fertigmischungen ist mir wichtig, dass nur möglichst natürliche Zutaten aus dem biologischen Anbau verwendet werden und keinesfalls künstliche geschmacksverstärkende Zusatzstoffe enthalten sind. In dieser Bio-Mischung sind folgende Zutaten zu finden: Röstzwiebeln, Zwiebelpulver, Kala Namak Steinsalz, Kurkuma, Paprikapulver, Muskat, Knoblauchpulver, Thymian, Pfeffer, Chili und Kartoffelstärke. Klingt doch gut, oder?

Curry-Würstchen mal anders + auch ohne Gluten!

Vegane Würstchen ohne Gluten

Sehr gefreut habe ich mich über die sehr gute Auswahl an glutenfreien und biologischen Ersatzprodukten, als ich meinen Frühstücks-Test-Einkauf bei alles-vegetarisch.de getätigt habe. Denn das ist nicht selbstverständlich. Würstchen ohne Seitan (also Weizeneiweiß = Gluten) zu finden ist fast wie ein Gewinn im Lotto. Die Curry-Würstchen sind clean, haben eine ordentliche Zutatenliste und sind geschmacklich absolut empfehlenswert. Ich würde sie auch zum Grillen auf jeden Fall wieder kaufen. Auf dem Brot machen sie ihren Job gut und schmecken würzig-deftig.

Drin sind folgende Bio-Zutaten: Tofu (Wasser, Sojabohnen, Gerinnungsmittel: Kombucha, Nigari), Sonnenblumenöl, Soja-Sauce (Tamari), Currygewürzmischung (u.a. Sultaninen, Senf, Rohrohrzucker, Sellerie, Knoblauch), Meersalz, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl, Maisstärke, Hefeflocken. Der Zucker fällt meiner Meinung nach hier nicht so ins Gewicht.

Wie ersetze ich mein Glas Frühstücks-Kuhmilch?

Vegane Milch aus Mandeln

Kuhmilch schmeckt süßlich frisch, und je nach dem, wie fettig sie ist, merkt man auch die samtige Konsistenz. Ich habe für das Fotoshooting für euch extra die Mandelmilch von Provamel ausgesucht. Sie ist richtig weiß, hat eine cremige, dickere Konsistenz und schmeckt süßlich mit einer leichten Mandelnote. Ich weíß, dass sie ganz vielen Menschen sofort schmeckt und empfehle sie euch gerne weiter. Provamel achtet auf kurze Zutatenlisten und gute Bio-Qualität. Die Mandeln stammen übrigens aus Europa! Drin sind: Wasser, Mandeln, Agavensirup, Maismaltodextrin. Ehrlich gesagt, könnte die Milch etwas dünnflüssiger sein. Aber auch meine selbstgemachte Mandelmilch wird dickflüssiger, wenn sie ein wenig geruht hat.

Veganer Käse ohne E-Nummern

Veganer Käse zum Frühstück

Ja, veganer Käse ist im Prinzip nichts anderes als "Analogkäse". Doch dieses Wort kennen wir irgendwie nur im negativen Zusammenhang, aus der frustrierten Berichterstattung. Ich weiß nicht, für mich ist ein veganer Käseersatz einfach ein Produkt mit ganz normalen (eben anderen) Zutaten - ich fühle mich überhaupt nicht "betrogen", da ich ja bewusst tierischen Käse meiden möchten. Der Ersatzkäse Herr Berta Bio von Soyatoo schmeckt recht mild nach jungem Gouda und hat eine etwas zartere und leicht brüchigere Konsistenz. Da dieser Käse eine Bio-Qualität aufweist, sind die Zutaten in Ordnung. Er könnte auch für Schul- oder Kindergartenkinder eine Option sein, wenn man wie die anderen Kinden ein "Käsebrot" parat haben möchte.

Die Zutaten: Mandelmilch (Trinkwasser, Mandeln*), Stärke (Kartoffelstärke* und/oder Tapiokastärke*), pflanzliche Fette (Sonnenblumenöl* und/oder Palmfett*), Cashewcreme (Cashewkerne*, Trinkwasser, pflanzliche Kulturen), Meersalz, Tomatenpulver*, Curcuma*, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl*, Zitronensaftkonzentrat*, Emulgator: Lecithin* (aus Soja*), Hefe*, pflanzliches natürliches Aroma (* = aus kontrolliert biologischem Anbau).

Quark-Alternative aus Mandeln und Cashews

Veganer Quark mit Marmelade

In Prinzip wüsste ich nicht, was es in vegan eigentlich nicht gibt. Natürlich gibt es auch veganen Qvark. Unsere Tochter wollte ihn die ganze Zeit aufs Brot haben - er ist cremig-mild und leicht säuerlich-zitronig im Geschmack, streichzart und quarkähnlich. Ich habe schon länger keinen Quark gegessen und fand ihn gut, auch wenn mich die säuerliche Note am Anfang etwas irritiert hat. Quark aß ich auch früher sowieso nicht pur, oben kam bei mir immer eine fruchtige Marmelade. Auch heute ist das natürlich nicht anders. :-) Früher war es noch eine Marmelade mit Haushaltszucker, jetzt griff ich nach einer Alternative mit Agavendicksaft von Sonnentor. Ich weiß, zugesetzer Zucker in jeglicher Form ist nicht besonders gut, aber nach dem Verzehr von reinem Haushaltszucker merke ich immer ein Kribbeln in mir. Agavendicksaft löst das bei mir nicht aus. Zum ersten Mal probierte ich eine Heidelbeermarmelade "Die charmante Heidelbeere" und war sofort ein großer Fan! Sehr lecker. Sie ist genau so, wie ich sie mir vorgestellt habe. Und bevor ich es vergesse, hier kommen die Zutaten.

Veganer Quark: Wasser, Kokosfett*, Mandeln*, Kartoffelquellstärke*, Zitrone*, Meersalz (unjodiert), Johannisbrotkernmehl* (* = aus kontrolliert biologischem Anbau).

Heidelbeermarmelade: Heidelbeeren* (60%), Agavendicksaft*, Zitronensaftkonzentrat*, Geliermittel: Pektin (* = aus kontrolliert biologischem Anbau).

Tierische Produkte sind heute nicht nötig

Ganz ehrlich: Ich brauche bei diesen qualitativ guten Ersatzprodukten keine tierischen Produkte. Man darf natürlich nicht erwarten, dass die Ersatzprodukte einen identischen Nährwert zu ihrem Original aufweisen. Geschmacklich können sie jedoch schon ganz gut mithalten. Selbstverständlich schmeckt eine Tofu-Curry-Wurst etwas anders, aber es geht doch um die Optik, Konsistenz und die deftige Note. Das alles ist gegeben. Sie macht ebenso glücklich! Menschen, die nur an veganen Ersatzprodukten meckern, sind meistens auch gar nicht gewillt, etwas an ihrer Ernährung zu verändern. Aber Menschen, die von jetzt an auf tierische Eiweiße und Fette verzichten möchten, sind sehr dankbar über die leichtere Umstellung. Dann werden die Ersatzprodukte dankend angenommen und beim Frühstück genossen. Es ist also auch eine Kopfsache, was man zulässt und gut findet. Also: Seid neugierig und entdeckt die für euch passenden Ersatzprodukte.

Erfahrung mit unserer Frühstück-Bestellung bei alles-vegetarisch.de

Onlineshop alles-vegetarisch.de
Onlineshop alles-vegetarisch.de

Nun möchte ich noch auf unsere Erfahrung mit dem Onlineshop alles-vegetarisch.de eingehen. Der Name ist ein wenig irreführend, nicht wahr? Man denkt, dort findet man alles für Vegetarier. Eier und Milchprodukte hier und dort. Aber das stimmt nicht. Bei alles-vegetarisch.de findet man 100% vegane Produkte. Ich vermute, dass dieser Name einfach vor einigen Jahren bei der Gründung mehr Menschen angesprochen hat (und vielleicht auch heute noch). Wie auch immer: Fakt ist, dass mich die Auswahl dort überzeugt hat. Wir ernähren uns zuckerfrei, glutenfrei und vollwertig vegan. Es ist nicht einfach, Ersatzprodukte nach meinen Qualitätsansprüchen zu finden. Oft sind solche Produkte in diversen Shops verteilt. Aber hier konnte ich mich eindecken und musste keine Kompromisse eingehen. Ich erinnere mich, dass früher das Design ein wenig quitschig-grün war. Jetzt wurde der Shop komplett überarbeitet und sehr übersichtlich gestaltet. Diverse Filter helfen bei der Produktwahl - das war für mich persönlich total wichtig. So konnte ich einfach sagen, dass ich nur Bio-Lebensmittel sehen möchte, und bitteschön ohne Zucker und Gluten. Voilà! Bei Kühlware finde ich super, dass man selbst entscheiden kann, ob man eine Kühlbox haben möchte oder nicht. Ist es nicht sehr warm draußen, kann man darauf echt verzichten. Somit spart man unnötig Müll. Denn ich kenne in der Tat auch Shops, die Kühlartikel nur in Verbindung mit einer Kühlbox verkaufen (die natürlich noch eine zusätzliche Gebühr kostet). Somit fand ich die flexible Wahl sehr angenehm. Ich bin dann selbst schuld, wenn meine Ware doch verdorben bei mir ankommt. Aber ganz ehrlich: Das ist in seltenen Fällen so. Der Versand erfolgte zügig. Ich konnte bequem bezahlen und ebenso den Lieferdienst auswählen. Wer sich nicht glutenfrei und zuckerfrei ernährt, wird dort eine Unmenge an veganen Produkten entdecken. :-) Selbst für mich war die Auswahl sehr gut. Noch ein Punkt zum Thema Verpackung. Mehr Einsatz von Altpapier statt Plastik wäre wünschenswert gewesen. Mir ist durchaus bewusst, dass das nicht immer einfach ist. Wer will schon ein Paket voll mit verteiler Sauce erhalten. Aber an diversen Stellen könnte man noch ein wenig Plastik einsparen. Ach ja, in meinem Paket fand ich noch weitere Produkte, die ich gar nicht bestellt habe. Sie waren quasi ein Geschenk, aber nicht weil ich ein "Blogger" bin. Ich habe nämlich normal eingekauft. Das Mindesthaltbarkeitsdatum war einfach schon etwas kritischer und statt die Produkte wegzuwerfen, werden sie den Kunden beigelegt. Somit probierte ich noch Xylit-Kaugummis, Tortellinis und eine Mayonnaise. Cool, oder?

Eure Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 18. Juli 2016 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und mit zwei Hunden ist unsere Familie aktuell komplett. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

Mehr über mich / Anfragen und Kooperationen
grüner Alltag 26.7.2016 um 13:30
Liebe Lisa,
Die Produkte die du rausgesucht hast klingen ja nicht schlecht. Jedoch kann ich darauf als Veganer auch getrost verzichten. Besonders auf Sachen wie Agavensirup oder auch das viele, stark verarbeitete Sojazeug - und natürlich den Plastikmüll, den weiten Transport und den hohen Preis. Es gibt wirklich genug natürliche pflanzliche Nahrungsmittel die leckerer und gesünder sind.
Auch wenn dem ein oder anderen ein Einstieg zum veganen Essen dadurch vielleicht leichter gemacht wird, liegt es meiner Meinung nach eher an dem Marketing der Hersteller und dem Profit den sie mit veganen Fertigprodukten generieren, dass es so viele Ersatzprodukte auf dem Markt gibt. Schmecken tun davon meiner Meinung nach die wenigsten Produkte und sie schrecken viele Menschen eher von einem veganen Lebensstil ab und geben ihm den Ruf ungesund und plastikintensiv zu sein. Schön, dass du ein paar gute Produkte gefunden und auf deinem Blog vorgestellt hast!
Ich finde es leicht mit frischen Lebensmitteln vegan zu essen. Selbst (m)eine vegane Schwangerschaft ist ohne Fertigprodukte absolut unproblematisch http://grueneralltag.de/vegane-schwangerschaft/
Ganz liebe Grüße, ~Anne
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 11.8.2016 um 9:59
Liebe Anne,
danke für dein Feedback! Ich möchte möglichst vielen Menschen die vegane Ernährung näher bringen und wenn Fertigprodukte wie veganer Käse, vegane Wurst etc. dabei helfen, freue ich mich darüber. :-) Das ist eigentlich alles. In der Schwangerschaft braucht man ja auch keine Fertigprodukte - auch sonst nicht. Nur ist nicht jeder sofort in der Lage, nur noch Clean zu essen und immer nur frisch zuzubereiten. Schritt für Schritt. Denke ich zumindest. :-) Wir haben auch ein wenig gebraucht, bis wir kaum Fertigprodukte benötigt haben. Aber auch heute kaufen wir manchmal etwas, wenn wir Lust darauf haben. Mit einem Kleinkind hast du leider auch nicht immer die Zeit, alles zubereiten zu können. Ich sehe das ganz locker, wenn Fertigprodukte, dann die "besseren". :-)
Liebe Grüße von Lisa
↑ Antworten
Cosima | Ricemilkmaid Blog 22.7.2016 um 15:19
Huhu Lisa,
eine ganz tolle Zusammenfassung, die du mal wieder erstellt hast. Ich denke, sie wird vielen Menschen die leidige Frühstücksfrage vereinfachen. :)
Ich bin seit meinem Umstieg zum Veganismus ein totaler Liebhaber von leckeren tomatigen Brotaufstrichen geworden - früher die verschiedenen Sorten von Zwergenwiese, heute eher selbst gemacht. Für mich braucht es nichts anderes mehr sein. Von veganem Käse und pflanzlicher Wurst bin ich eh nicht so der riesige Fan, der Geschmack hat mich nie überzeugt.
Allerdings hast du mich mit der Mandelmilch angefixt. Ich mache meine Mandelmilch mittlerweile eigentlich immer selbst, aber so ein Vergleichsprodukt sollte ich da doch mal wieder probieren... Du hast sie so lecker beschrieben. ;)
Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 25.7.2016 um 13:43
Liebe Cosima,
vielen Dank, ja, ich wollte vor allem den Umsteigern mal die Alternativen aufzeigen. Wir kaufen auch recht selten Käse oder Würstchen, es gibt auch echt diverse Geschmacksrichtungen auf dem Markt. Hast du auf deinem Blog ein Mandelmilch Rezept? Werde ich gleich mal gucken gehen. :-) Ich mache meine Milch auch oft selbst.
Liebe Grüße von
Lisa
↑ Antworten
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