Vegane Küche für Kinder von Christina Kaldewey
Seit ich Mama bin, achte ich auch auf Bücher, die sich mit Kindern und Ernährung beschäftigen. Auch bei meiner 1,5-jährigen Tochter stelle ich fest, dass sie nicht immer das essen will, was wir essen. Mal mag sie gerne Gemüse und plötzlich an einem anderen Tag will sie es nicht mal angucken. Wenn man Inspirationen braucht, freut man sich über einfache und unkomplizierte Kinderrezepte. Genau das bietet das Buch Vegane Küche für Kinder von Christina Kaldewey (compassion media Verlag, herzlichen Dank für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar).

Das Cover ist kreativ-bunt und lädt ein, in das Buch reinzuschauen. Im Innenteil macht das Buch einen heimischen und gewollt "selbstgemachten" Eindruck. Das Kochbuch läd Kinder ein, Rezepte nachzukochen. Die Sprache ist unkompliziert und die Zutaten übersichtlich. Kinder sollen gut mit dem Kochen zurechtkommen und den Spaß beim Zubereiten des Essens entdecken.

Man findet im Buch Angaben, ab welchen Alter das Gericht geeignet ist. Ebenso Fingerfood und Brei-Rezepte für die Kleinsten. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf dem Kleinkind ab einem Jahr. Sehr schön finde ich die ausführlichen Infos zu den wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Calcium, Vitamin D, Vitamin B12 usw. und deren Quellen.

Im Buch findet man Rezepte wie Salate, Suppen, Hauptmahlzeiten, Pfannkuchen, Gebäck, Eis und mehr. Einige süße Rezepte kommen komplett ohne zugesetzten Zucker aus! Das finde ich schön. Wenn ein Kind etwas nicht verträgt, kann man ziemlich einfach die eine oder andere Zutat austauschen, da die Rezepte einfach und übersichtlich sind. Wie man etwas austauschst, steht am Anfang im allgemeinen Teil. Da wird auch u.a. das Thema Gluten, Soja, Gewürze und Salz angesprochen.

Bei uns dauert es noch ein wenig, bis unsere Tochter für uns kocht. Bis dahin nutze ich das Buch, um Mahlzeiten für sie zu machen. Denn auch uns schmecken die einfach gestalteten Rezepte (sonst koche ich doch meist komplizierter). Ich habe das Buch schon besorgten Großeltern gezeigt, die zum Beispiel wissen wollten, welche Nahrstoffe in welchen Lebensmitteln stecken. Eine übersichtliche Tabelle am Ende des Buches gibt Auskunft. Spannend fand ich übrigens auch die Interviews, die mit vegan lebenden Familien durchgeführt wurden. Dort werden Themen wie Stillen, Nahrungsergänzungsmittel, Erfahrungen mit "unveganen" Situationen und weitere interessante Dinge besprochen.

Insgesamt finde ich das Buch gelungen, auch wenn ich persönlich normalerweise auf sehr hochwertige Fotos und Designertypografie stehe (liegt wohl an der Tatsache, dass ich Design studiert habe). Für Kinder ist das Buch eine gute Anleitung um das Kochen und Backen zu probieren und zu entdecken. Familien, die erst in die vegane Welt eintauchen, werden mit diesem Buch eine gute Hilfestellung bekommen!
Eure Lisa.
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