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Glutenfrei für immer? Wir stellen unsere Ernährung um!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Die Berührungspunkte mit dem Thema "Gluten" entstanden während der Zeit, als unsere Tochter ihre ersten Haferflocken und dann später auch mal Vollkornnudeln bekommen hat. Ein Ausschlag auf dem Bauch meiner Tochter hat mich etwas beunruhigt. Zuerst dachte ich, das ist eine Reaktion auf Zitrusfrüchte. Zu der Zeit aß sie auch gerne Orangen. Die Symptome waren mal besser und mal schlechter. Unser Kinderarzt tippte erstmal auf eine etwas trockene Haut im Winter. Nun, nach langem ausprobieren und weglassen haben wir festgestellt, dass der Ausschlag mit glutenhaltigen Lebensmitteln zusammenhängt. Lassen wir sie weg, hat unsere Tochter eine gesunde Babyhaut und keinen Juckreiz. Ißt sie ein wenig Hafer oder Weizen, bekommt sie nach 3-4 Tagen rote trockene Stellen am Bauch. Orangen und andere Früchte sind aber völlig ok, die kann sie ohne Probleme essen.

Glutenfrei essen

Das Problem ist nicht nur, dass sie eine Reaktion auf Gluten zeigt. Sie möchte gerne das essen, was auch wir essen. Das ist selbstverständlich und logisch. Wir haben aber glutenhaltige Lebensmittel gegessen und mussten für sie immer eine extra Variante machen, die möglichst ähnlich aussah. Das kostete viel Zeit und ist ein zusätzlicher Aufwand. Wir haben also beschlossen, uns komplett glutenfrei zu ernähren - so ist es doch viel einfacher für alle. Ich habe viel über Gluten gelesen und sehr kontroverse Aussagen entteckt. Teilweise wird berichtet, dass unser heutiger Weizen so zurecht gezüchtet wurde, dass es deutlich mehr Gluten aufweist als früher. Somit können Backwaren viel bessere Eigenschaften wie Optik und Struktur aufweisen. Immer mehr Menschen scheinen eine Glutenunverträglichkeit zu haben. Entweder weil das Thema gerade so in den Medien ist und die Menschen endlich den Zusammenhang verstehen oder weil wir dem Gluten die Schuld für diverse körperliche Symptome zuweisen wollen, damit wir uns besser fühlen. Fakt ist aber, dass unsere Tochter sehr genau nach dem Verzehr von Gluten Ausschlag bekommt. Das reicht mir als Indiz, auf diese Substanz etwas mehr zu achten und unseren Konsum zu hinterfragen.

Was ißt heute der normale Bürger?

In Grunde essen wir doch alle viel zu viele Weizenprodukte, oder? Brot, Brötchen, Saitan-Würstchen, Nudeln, Pizza... meine Liste kann ewig so weiter gehen. Ich glaube nicht, dass das wirklich sehr natürlich ist. Der Mensch hat sicher früher nicht so viel Getreide auf einmal zu sich genommen. Es ist so ähnlich wie mit dem Zucker. Früher hat der Mensch auch nicht so süß gegessen. Nicht in dieser extrahierten, sehr verarbeiteten Form. Überhaupt, diese Kombination in der normalen omnivoren Ernährung wie Zucker, Mehl und tierische Produkte wie Ei, Butter, Sahne - wirkt sich laut Studien, die ich bis jetzt gelesen habe, negativ auf unsere Gesundheit aus. Zurück zu unserer Ernährungsumstellung: Wir haben vorerst aufgehört, Gluten zu essen. Wie lange? Wir entwickeln uns ständig weiter und werden unsere Ernährung immer dem aktuellen Wohlfühlstand anpassen. Spannend zu lesen ist, dass man nicht nur Probleme mit der Verdauung oder Haut bei einer Gluten-Unverträglichkeit bekommen kann. Auch andere Symptome wie ständige Kopfschmerzen, Migräne, Allergien oder Gewichtsschwankungen können auftreten. Und das ist sicher nicht alles. Es wird empfohlen, einfach mal einen Test zu machen. Man sollte für ca. 30, aber am Besten 60 Tage Gluten weglassen. Wenn man wegen dieser Substanz Probleme hat, wird man in dieser Zeit bereits die Veränderung merken. Geht es einem immer noch genauso wie vorher, dann liegt vermutlich keine Unverträglichkeit vor. Merkt man aber, dass sich gewisse Beschwerden rasch oder in diesem Zeitraum bessern, sollte man der Sache auf den Grund gehen.

Keine Probleme bei der Umstellung

Wer vegan lebt und gerne in der Küche experimentiert, der hat sicher keine Probleme bei der Umstellung auf glutenfreie vegane Kost. Schließlich sind uns die glutenfreien Lebensmittel sehr wohl bekannt. Im Hochleistungsmixer machen wir unser Mehl selbst und fahren damit ziemlich gut. Ich werde also dieses Thema nun öfters zur Sprache bringen und vermutlich nun auch viele glutenfreie Rezepte machen. :) Ich freue mich, diese neue Erfahrung zu machen und merke auf jeden Fall eine deutlich entspanntere Atmosphäre beim Essen. Keine Extra-Würste mehr, alle können alles essen was auf dem Tisch steht und das ist im Moment ganz schön so! :)

Wie geht es euch? Vertragt ihr Gluten? Ich freue mich sehr über den Austausch mit Euch!

Eure Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 18. August 2015 veröffentlicht.