Vor der Periode ein unruhiges und zittriges Gefühl im Körper - was steckt dahinter?

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Es fängt meistens unbemerkt an. Ein leises Kribbeln in den Beinen. Ein Gefühl, als würde der ganze Körper leise vibrieren. Eine innere Unruhe, die sich nicht wirklich benennen lässt - aber deutlich spürbar ist. Kurz bevor meine Tage kommen, kenne ich dieses Gefühl sehr gut.

Unruhe und Zittern vor der Periode

Ich erinnere mich noch, wie ich das zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe. Ich lag abends im Bett, die Beine wollten einfach nicht still sein, als hätte ich tausende von Kilometern zurückgelegt und mein Körper müsste das alles erst noch verarbeiten. Kein Schmerz, kein klassisches PMS-Symptom, das ich vorher kannte - aber trotzdem unangenehm. Und irgendwie vertraut, denn es kam dann immer wieder. Kurz vor meiner Periode.

Was mich damals erstaunt hat: Ein einfaches Mittel hat mir geholfen. Und es ist kein Medikament.

Wenn der Körper kurz vor der Periode durchdreht - du bist nicht allein

Falls du das kennst: Du bist in guter Gesellschaft. Viele Frauen berichten in den Tagen vor ihrer Periode von genau diesen Empfindungen - Kribbeln, Zittern, ein diffuses Vibrieren im Körper, unruhige Beine, innere Anspannung.

Besonders wenn du hochsensibel bist, nimmst du deinen Körper und seine Signale intensiver wahr. Das ist keine Einbildung. Viele hochsensible Frauen berichten, dass sie hormonelle Schwankungen und Reize von innen und außen stärker spüren. Und das ist absolut keine Schwäche.

Was passiert hormonell kurz vor der Periode?

Um zu verstehen, warum sich der Körper in dieser Phase so anfühlt, lohnt sich ein kurzer Blick hinter die Kulissen:

In der zweiten Zyklushälfte, der Lutealphase, steigt zunächst Progesteron an. Gegen Ende – wenn keine Schwangerschaft eingetreten ist – fallen sowohl Progesteron als auch Östrogen rasch ab. Dieser hormonelle Abfall ist der Auslöser für viele PMS-Symptome: Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, Erschöpfung, aber auch körperliche Unruhe und Muskelspannungen.

Ich habe gelesen, dass dieser Hormonsturz auch den Magnesiumspiegel im Körper beeinflussen kann. Das hat mich aufhorchen lassen, denn Magnesium spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Nervensystems und der Muskulatur. Ob das bei mir der Grund für das kribbelig-zittrige Gefühl ist, weiß ich natürlich nicht genau - aber meine Erfahrung seitdem hat mich nachdenklich gemacht.

Für hochsensible Frauen, deren Nervensystem sowieso auf Hochtouren läuft, könnte das vielleicht besonders spürbar sein. So wie bei mir.

Vor der Periode zittriges und unruhiges Gefühl im Körper

Meine Entdeckung: Magnesium - simpel, aber wirkungsvoll

Als ich anfing, kurz vor meiner Periode gezielt Magnesium einzunehmen, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Zu simpel, dachte ich. Aber meine persönliche Erfahrung hat mich einfach überzeugt.

Seitdem handhabe ich es so: Bei den ersten Anzeichen von Kribbeln oder innerer Unruhe - meist ein bis drei Tage vor der Blutung - nehme ich Magnesium. Bei mir macht das den Abend spürbar ruhiger. Wenn die Symptome stärker sind, nehme ich zusätzlich etwas davon am Abend. Bei mir lassen die unruhigen Beine dann nach, der Körper entspannt sich, der Schlaf wird besser.

Und dann, wenn die Periode einsetzt und sich das erste leichte Ziehen im Bauch bemerkbar macht: auch hier greife ich zu Magnesium. Nicht erst, wenn der Schmerz da ist - sondern bei den allerersten kleinen Anzeichen. Bei mir ist es so, dass der Schmerz dann meistens gar nicht erst richtig anwächst. Er kommt, bleibt kurz und geht wieder. Ich muss nicht mehr stundenlang auf der Couch liegen. Das ist für mich ein echter Gewinn.

Was ich über Magnesium gelesen habe

Magnesium soll an über 300 Prozessen im Körper beteiligt sein. Was mich dabei besonders interessiert hat:

Muskeln

Ich habe gelesen, dass Magnesium dabei eine Rolle spielt, wie sich Muskeln anspannen und wieder entspannen können - das soll auch die Gebärmuttermuskulatur betreffen.

Nervensystem

Magnesium soll das Nervensystem unterstützen. Ob und wie das bei mir wirkt, kann ich natürlich nicht mit Sicherheit sagen - aber meine Erfahrung spricht für sich.

Stimmung

Ich habe auch gelesen, dass Magnesium eine Rolle bei der Produktion von Serotonin spielen soll. Ob das den Zusammenhang mit meiner Stimmung vor der Periode erklärt, weiß ich nicht zu 100 Prozent - aber ein Versuch war es mir Wert.

Das alles sind keine medizinischen Aussagen, sondern meine persönlichen Erfahrungen und das, was ich in meiner Recherche gelesen habe. Jeder Körper ist anders.

Ein paar praktische Hinweise aus meiner Erfahrung

Nicht jedes Magnesium ist gleich. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Magnesiumbisglycinat. Magnesiumoxid zum Beispiel, das häufig in günstigen Produkten steckt, wird nach meiner Recherche deutlich schlechter vom Körper aufgenommen als etwa Magnesiumcitrat oder -bisglycinat.

Am Nachmittag oder Abend eingenommen wirkt es am besten für mich. Bei leichten Symptomen reicht mir oft eine Dosis, bei stärkeren nehme ich zwei über den Tag verteilt. Ich fange etwa zwei bis drei Tage vor der erwarteten Periode an, nicht erst, wenn die Beschwerden da sind. Übrigens, auf Alkohol sollte man während dieser Zeit (oder auch ganz) verzichten.

Das ist meine ganz persönliche Erfahrung und keine medizinische Empfehlung. Wenn deine Beschwerden sehr stark sind oder sich trotz allem nicht bessern, lohnt es sich unbedingt, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen.

Hör auf deinen Körper - er weiß mehr, als du denkst

Was mich an dieser ganzen Entdeckung am meisten beeindruckt: Mein Körper hat mir jahrelang etwas gesagt. Ich habe es nur nicht richtig gehört oder nicht gewusst, wie ich antworten soll.

Als hochsensible Frau hast du vermutlich eine sehr enge Verbindung zu deinem Körper. Vielleicht ist dieses Kribbeln, dieses unruhige Gefühl vor der Periode, auch eine Einladung, innezuhalten und hinzuhören. Und deinem Körper das zu geben, was er braucht. Für mich war Magnesium ein erster, einfacher Schritt. Vielleicht ist er das auch für dich.

Deine Lisa

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Veröffentlicht am 25. Februar 2026.
Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Gründerin, Autorin, psychologische Beraterin
Ich bin Autorin und Gründerin des Online-Magazins „Ich lebe grün!“, das sich einem bewussten, nachhaltigen und gesunden Lebensstil verschrieben hat. Als zertifizierte psychologische Beraterin für hochsensible Frauen begleite ich meine Klientinnen in akuten Krisensituationen und bei persönlichen Lebensveränderungen – hin zu mehr Leichtigkeit, Klarheit und Wohlbefinden. Mehr über meine Arbeit findest du auf www.lisa-albrecht.de. Ich liebe das Meer, veganes Vanille-Eis und die Erdbeeren aus unserem Garten – kleine Alltagsfreuden, die mein Herz höherschlagen lassen.

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