Bügeln: So sparst du sehr viel Zeit und Geld!

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
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Unglaublich, ungefähr 3 Stunden in der Woche sind wir Deutschen mit dem Bügeln beschäftigt. Aufs Jahr gerechnet sind das ganze 6 Tage, die wir mit dem Bügeln verplempern. In diesen 6 Tagen könnten wir Urlaub machen, oder jede Woche 3 Stunden mehr Zeit für Sport, Familie oder Freunde haben. Überhaupt, ist das Bügeln wirklich sinnvoll und gut? Bügeln wir, weil wir es einfach so gelernt haben? Und kann man auch ganz ohne die nervige Bügelei auskommen? Denn ca. 40 Prozent der Deutschen empfinden das Bügeln als äußert stressig und lästig.

Ist bügeln wirklich sinnvoll?

Die Kosten für das Bügeln

Fast 50 Euro pro Jahr bezahlen wir alleine für die Stromkosten (Ökostrom-Tarif). Dazu kommt natürlich die Anschaffung eines Bügeleisens - die Kosten gehen von 20 bis 500 Euro. Je nach dem, welches Luxusmodell man sich nun gönnen möchte. Außerdem wird noch mindestens ein Bügelbrett benötigt, um bequem bügeln zu können.

Einfach mit dem Bügeln aufhören

In der Tat ist es so, dass ich vor einigen Jahren mit dem Bügeln einfach aufgehört habe. Meine Tochter war noch ganz klein, da kam ich mit dem Bügeln nur schwer hinterher. Die ungebügelten Wäscheberge haben mich ganz schön genervt und verfolgt. Irgendwann habe ich ausprobiert, die Wäsche einfach sofort ordentlich zusammenzulegen und nicht mehr zubügeln. Und siehe da: Es ist niemandem aufgefallen. Dadurch gewann ich an viel mehr Zeit, die ich für andere Dinge nutzen konnte. Ich war produktiver, konnte in der neu gewonnenen Zeit zum Beispiel mehr an meiner Selbstständigkeit arbeiten und fühlte mich insgesamt gelassener und zufriedener.

Ist bügeln wirklich sinnvoll?

Keine Knitter-Wäsche

Das Nicht-Bügeln bedeutet nicht, dass man in zerknitterter Kleidung herumläuft. Ich möchte auch gepflegt aussehen. Es gibt einige Tipps, die man beachten kann, um wenige bis keine Knitterfalten in der Kleidung zu haben.

  • Ich lasse die Wäsche nie länger in der Waschmaschine liegen. Ist die Wäsche fertig, hole ich sie heraus und hänge sie auf. Liegt sie länger in der Waschmaschine, wird sie knitteriger.
  • Bevor ich die Wäsche aufhänge, muss der Stoff ordentlich geschütteln werden. Kräftig, so richtig mit Geräusch! Je mehr wir die nasse Kleidung ausschütteln, umso glatter wird der Stoff und kann dann glatter trocknen.
  • Wie stark die Waschmaschine schleudert, kann man bei der Wäsche individuell einstellen. Zumindest die meisten neueren Waschmaschinen-Modelle bieten diese Option an. Je weniger Umdrehungen die Waschmaschine machen muss, umso glatter ist der Stoff.
  • Ich verwende keinen Weichspüler. Ich kann sowohl den Geruch (vor allem bei konventionellen Produkten), als auch die umweltbelastenden Aspekte und Plastikberge eines Weichspülers nicht leiden. Gibt man zu der Wäsche Apfelessig oder Essigessenz hinzu, knittert die Wäsche deutlich weniger. Der Stoff fühlt sich weich an. Und gleichzeitig sorgt man dafür, dass keine Kalkablagerungen stattfinden. Essig ist übrigens auch für den Farbschutz ein super Partner.
  • Es gibt zahlreiche Tipps, wie man im Wäschetrockner die Wäsche bügelfrei hinbekommt. Da ich keinen Wäschetrockner besitze und ihn aus ökologischen Gründen auch nicht empfehle, fallen diese Tipps weg.
  • Übrigens: Wäsche, die sehr wenig verschmutzt ist, kann sogar mit viel weniger oder sogar ohne Waschmittel gewaschen werden. Du wirst sehen, sie wird auch so sauber. Mach doch mal den Test.
  • Wird gerade geduscht und das Badezimmer ist feucht, könnte man seine Hemden dorthin hängen. Die Falten werden deutlich weniger.
  • Wenn man die Wäsche draußen aufhängt, an einer Wäscheleine oder Wäschespinne, übernimmt der Wind die Bügelarbeit für dich und sorgt dafür, dass die Wäsche angenehm frisch riecht.
  • Und natürlich: Nach dem Abhängen der Wäsche sollte man sie sofort an Ort und Stelle schön zusammenlegen oder auf Bügel aufhängen. Mein minimalistischer Schrank besitzt fast nur Bügel, so können sowohl T-Shirts auch auch andere Kleidungsstücke knitterfrei hängen. Außerdem habe ich dadurch mehr Überblick.

Genau hinschauen und nur die nötigsten Schritte tun

Muss wirklich alles gebügelt werden? Wenn ich zurück denke, habe ich alles gebügelt. Das war aber gar nicht nötig. Ziehe ich ein T-Shirt an, das hier und da eine kleine Falte zeigt, ist sie nach 1 Stunde Tragedauer nicht mehr zu sehen. Ein gebügeltes T-Shirt und ein ungebügeltes T-Shirt sehen nach einer Stunde Tragezeit ziemlich gleich aus. Wozu also der Aufwand? Es gibt Kleidungsstücke, die ungebügelt nicht ganz so schön aussehen, das stimmt. Aber wie oft tragen wir sie wirklich? Die Alltagssachen jedoch kommen ohne das heiße Eisen wunderbar aus. Nur mit Hemden bin ich nicht so vertraut, da wir sogut wie keine tragen. Aber durch die oben genannten Tipps könnte man die Bügeldauer der problematischen Kleidungsstücke deutlich reduzieren. Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 26. Juli 2020 veröffentlicht.

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