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Hilfe, mein Hals ist ganz blau! Giftstoffe in unserer Kleidung

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Erschrocken betrachte ich mein Spiegelbild: "Mein Hals ist ja ganz blau!" Schon schießt mir der nächste Gedanke in den Kopf: "Stimmt etwas nicht?" Und dann dämmert es mir. Mein Schal hat abgefärbt. Ich schaue genau hin und merke, dass hier und da auf der Haut auch Rötungen zu sehen sind. Sofort machte ich meine Haut vorsichtig sauber mit etwas Kokosöl und einem feuchten Tuch. Am nächsten Tag sind zum Glück auch die Rötungen verschwunden. Auf das Kleidungsstück, bzw. auf die Farbe und auf das, was möglicherweise noch alles im Schal drin steckte, habe ich sogar allergisch reagiert.

Im Einklang mit der Natur - natürliche Mode aus Bio-Baumwolle

Kleidung vor dem ersten Tragen immer Waschen

Normalerweise wasche ich alle meine Kleidungsstücke vor dem Tragen. Aber bei diesem Schal habe ich das vermutlich versäumt oder die Farbe ist so intensiv, dass das einmalige Waschen gar nicht reicht. Die Marke ist leider unbekannt, es war ein früherer Second Hand Kauf. Und nach diesem Vorfall wurde mir wieder klar: Wie gut, dass ich seit Jahren grundsätzlich auf ökologische und faire Kleidung setze. Da ist man auf der sicheren Seite - sowohl für die eigene Gesundheit, als auch für die Gesundheit des Planeten und natürlich auch der Menschen, die in den Herstellungsbetrieben arbeiten.

Im Einklang mit der Natur - natürliche Mode aus Bio-Baumwolle

Die giftigste Kleidung ist schwarze Kleidung

Hast du gewusst, dass vor allem schwarze Kleidung die giftigste von allen ist? Um schwarz so schön tief und dunkel hinzubekommen, müssen deutlich mehr Chemikalien zum Einsatz kommen. Wir schwitzen in der Kleidung, sie reibt auf unserer Haut. Selbst wenn die Farbe nicht abfärbt, vermute ich, dass unsere Haut trotzdem ganz schön viel aushalten muss. Dazu kommt, dass sich heute immer noch viele Farbriken bzw. Hersteller während des Färbevorgangs nicht an die Standards halten und Gewässer mit hochgiftigen Substanzen belasten. Über 90 Prozent der Kleidung kommt aus Bangladesh, Indien und China. Kleidung, die ökologischer und fairer hergestellt wurde, ist heute gar nicht mehr so viel teurer. Meine Empfehlungen findest du unten im Beitrag. Du kannst auch in unserer Mode-Rubrik stöbern.

Im Einklang mit der Natur - natürliche Mode aus Bio-Baumwolle

Zertifikate wie von GOTS oder IVN BEST sorgen dafür, dass möglichst wenige Chemikalien während des Färbevorgangs eingesetzt werden. Auf der Seite von naturtextil.de habe ich folgendes gefunden: "Auch in der Auswahl von Farb- und Hilfsstoffen stellt BEST etwas höhere Anforderungen, als der GOTS: Bei BEST sind schwermetallhaltige Farbstoffe verboten. Eine Ausnahme wird nur für Eisen gemacht. Beim GOTS besteht neben der Ausnahme für Eisen auch eine für Kupfer (bis zu 5% Gewichtsanteil in blauen, grünen und türkisfarbenen Farbstoffen)."

Meine Empfehlung: Ökologisch und fair einkaufen

Wir kaufen unsere Kleidung entweder Second Hand oder in folgenden Online-Shops, diese haben immer eine gute Auswahl und einen schnellen Service:

  • grundstoff.net hat eine sehr große Auswahl an gemütlicher Alltagskleidung, T-Shirts, Sweatshirts, aber auch veganen Schuhen aus Bio-Baumwolle
  • LIVING CRAFTS - eine gute Auswahl für die ganze Familie, tolle Auswahl an Unterwäsche (auch für sensible Haut)
  • recolution bietet vegane Mode für den Alltag mit einem Hauch norddeutscher Brise direkt aus Hamburg

Es gibt sicher noch mehr gute Onlineshops, die ökologische Kleidung anbieten. Was ich mit dem dunkelblauen Schal nun machen werde, weiß ich noch nicht. Besonders viel Lust habe ich auf ihn nicht mehr, ich möchte ihn auch nicht an andere Menschen weiter geben - das ist so schade. In Zukunft versuche ich, auf hellere Farbtöne zu setzen und noch stärker auf den Färbeprozess zu achten. Deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 19. Mai 2020 veröffentlicht.