Nachhaltig Vegan Fair

Dieser Fehler bringt dich am häufigsten zum Scheitern

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Ab heute werde ich keinen Zucker mehr essen. Oder jeden Tag joggen gehen. Oder immer die Küche nach dem Essenkochen aufräumen. Ganz egal, was wir uns vornehmen - immer wieder passiert es, dass wir das festgelegte Ziel nicht erreichen. Ich, zum Beispiel, möchte immer wieder mit dem Sport anfangen. So richtig regelmäßig. Bis jetzt ist es leider ein auf und ab. Ich habe den Fehler gemacht, dass ich zu viel wollte. Wenn Sport, dann "richtig". Eine Umstellung muss immer von Null auf Hundert passieren. Aber so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man auf der Strecke bleibt. Irgendwann ist die Motivation wieder im Keller, so dass man automatisch nachlässiger wird und es am Ende komplett sein lässt. Dieses "extreme" Wollen, ganz oder gar nicht, setzt uns zu stark unter Druck. Wenn wir es mal an einem Tag nicht zum Sport schaffen oder doch mal Schokolade naschen, werfen wir enttäuscht unser Ziel über Bord. Nach dem Motto: "Na siehst du, hat eh nicht geklappt! Ich habe mich angestrengt, aber es funktioniert einfach nicht!"

Ziele sind schön, doch Druck macht alles kaputt!

Der Druck und anschließend die Enttäuschung sind zu stark. Hätten wir die Messlatte nicht so hoch gelegt, wäre alles in Ordnung. Was ist besser: Statt sieben, nur fünf Tage in der Woche keinen Zucker zu essen oder frustriert gleich nach dem ersten Scheitern aufzuhören? Oder sogar aus Frust oder Trotz eine ganze Tafel aufzuessen? Fange klein an. Klar ist es toll, ein Ziel vor Augen zu haben. Aber es muss kein knallhartes Ziel sein. Mein Ziel ist, mehrfach in der Woche Sport zu machen. Ich habe keine feste Vorgabe. Ich kritisiere mich nicht dafür, wenn ich statt vier- nur zweimal Sport gemacht habe. Wichtig ist, dass ich überhaupt Sport mache. Und ich merke, es funktioniert. Je gelassener ich die Sache angehe, umso besser klappt es. Nach und nach wird es zur Routine. Dann könnte man einen festeren Plan erstellen und weitere Schritte planen, denn man hat sich bereits heran getastet und kann besser einschätzen, wann was funktioniert und wo die "Knackpunkte" sind.

Wir wollen so viel, können aber nicht alles auf einmal umsetzen. Umso wichtiger ist der Ansatz: Langsam, aber stetig. Schritt für Schritt kommt man ans Ziel. So gelingt Sport, Müll- oder Plastikreduzierung im Haushalt, Ernährungsumstellung, Ausmisten oder etwas ganz anderes viel einfacher. Probiere es aus! Was versuchst du gerade in deinen Alltag zu integrieren? Ich freue mich auf deinen Kommentar! Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 31. Juli 2019 veröffentlicht.